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	<title>Stadt Ingolstadt Stadtgeschichtslexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Alte Anatomie |Autor=Maria Eppelsheimer |Datum=2026-03-06 |Text=Alte Anatomie 2022 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Ulli Rössle)    Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt erbaut wurde und dem Architekten Gabriel de Gabrieli zugeschrie…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Alte Anatomie&lt;br /&gt;
|Autor=Maria Eppelsheimer&lt;br /&gt;
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|Text=[[Datei:AlteAnatomie2022 DeutschesMedizinhistorischesMuseum UlliRoessle.jpg|links|300px|Alte Anatomie 2022 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Ulli Rössle)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt erbaut wurde und dem Architekten Gabriel de Gabrieli zugeschrieben wird. Seit 1973 beherbergt das Gebäude das Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt.&lt;br /&gt;
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		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Alte Anatomie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:AlteAnatomie2022 DeutschesMedizinhistorischesMuseum UlliRoessle.jpg|alternativtext=Alte Anatomie, davor ein Teil des botanischen Gartens, links grenzt der Neubau an|mini|&amp;lt;span&amp;gt;Alte Anatomie 2022 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Ulli Rössle)&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beitrag von Maria Eppelsheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] der [[Universität Ingolstadt]] erbaut wurde und dem Architekten [[Gabriel de Gabrieli]] zugeschrieben wird. Seit 1973 beherbergt das Gebäude das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Da die vorhandenen Hörsäle der Universität den Ansprüchen an die medizinische Ausbildung längst nicht mehr genügten,&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; forderte sie 1719 ein eigenes Gebäude sowie einen botanischen Garten für die medizinische Fakultät.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 14–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den neuen Räumen sollten die medizinischen Grundlagenfächer Botanik, Anatomie, Chemie und Physik mittels Demonstration und Experiment zeitgemäß vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1694/95 war ein Neubau der Universität nach einem Entwurf von Enrico Zucalli geplant, der aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] war ein zweistöckiges Theatrum Anatomicum mit oval angelegten, amphitheatralisch aufsteigenden Sitzreihen und zahlreichen Nebenräumen vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 wurde unter Professor [[Johann Adam Morasch]] das Grundstück zwischen [[Hohe Schule|Hoher Schule]] und [[Stadtmauer]] erworben und die Planung in Auftrag gegeben. Die Bauausführung erfolgte durch den Ingolstädter Stadtmaurermeister [[Michael Anton Prunthaller]] und begann mit der Grundsteinlegung am 27. April 1723. Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte das Gebäude erst 1735/1736 vollendet werden. Die Entwürfe werden dem bischöflichen Hofbaumeister [[Gabriel de Gabrielis]] zugeschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 15-18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurden vermutlich durch Prunthaller überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1736 wurde in das Obergeschoss des Mittelbaus eine Holzkonstruktion für anatomische Sektionen eingebaut, das „Amphitheatrum mobile“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Melchior Puchner]] zugeschriebene Deckenfresko zeigt eine allegorische Darstellung der Medizin und ihrer Teilwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755/56 wurde, veranlasst durch Professor [[Johann Leonhard Obermayer]], die Zwischendecke entfernt und so ein zweistöckiger Demonstrationssaal mit umlaufender Galerie geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 40–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung nach 1800 ==&lt;br /&gt;
Durch die Verlegung der Universität nach Landshut verlor das Gebäude 1800 seine ursprüngliche Funktion. Die darauffolgenden unterschiedlichen Gebäudenutzungen, unter anderem als Landwirtschaft und als Wäscherei, hatten massive Eingriffe in die historische Bausubstanz zur Folge. 1970 bis 1972 wurde die Alte Anatomie umfassend renoviert, wobei die ursprünglichen Bauformen von 1723 teilweise rekonstruiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:AlteAnatomie2024 DeutschesMedizinhistorischesMuseum JohannesHauser.jpg|alternativtext=Alte Anatomie von oben mit botanischem Garten und Neubau, Straße und weitere Gebäude|mini|&amp;lt;span&amp;gt;Alte Anatomie mit botanischem Garten und Neubau, 2024 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Johannes Hauser)&amp;lt;/span&amp;gt;]]1972 wurde in der Alten Anatomie eine Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der [[Universität Ingolstadt]] gezeigt und damit das Gebäude nach der Renovierung eingeweiht. 250 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 23. Juni 1973, wurde das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Habrich (1995), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 wurde das Gebäude um einen Neubau erweitert und das Museum so vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 bis 2020 wurden in der Alten Anatomie Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arzneipflanzengarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AnatomieBotanischerGarten1723 GS II 135 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt Stadtarchiv SimonThaddäusSondermeyr.jpg|mini|Vision des Anatomiegebäudes mit botanischem Garten aus dem Jahr der Grundsteinlegung, 1723: „Hortus academico-medicus Ingolstadiensis&amp;quot; (GS II/135, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Kupferstich von Simon Thaddäus Sondermeyr)|305x305px]]&lt;br /&gt;
Im „Hortus medicus“ wurden die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser botanische Garten wurde bereits kurz nach dem Grundstückserwerb, etwa 1722, angelegt, konnte also deutlich früher als das Gebäude für den Unterricht genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1738 enthielt der Garten etwa 380 Pflanzenarten, wobei gewöhnliche Arten in dieser Zählung fehlen. In einem Gartenbuch aus dem Jahr 1770 werden bereits 1.743 Pflanzenarten aufgelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schötz (2005), S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war der Garten nach dem System des französischen Botanikers Joseph Pitton de Tournefort angelegt. 1777 erfolgte eine Umgestaltung, die Beete wurden in strengen Doppelreihen angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde anlässlich der damaligen [[Landesgartenschau 1992|Landesgartenschau]] wieder ein Arzneipflanzengarten angelegt. Das Wegesystem orientiert sich an dem 1723 ursprünglich geplanten und auf einem Kupferstich von [[Simon Thaddeus Sondermeyr]] zu sehenden „Hortus medicus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anatomiestraße 20. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 40–42.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/neubau.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Alte Anatomie in Ingolstadt. In: Medizinischer Monatsspiegel, H. 4 (1973), S. 83–86.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Das Gebäude. Geschichte und Architektur. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 10–21.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY, zuletzt geprüft am 10.10.2023.{{Zitierweise|Autor=Eppelsheimer, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:AlteAnatomie2022 DeutschesMedizinhistorischesMuseum UlliRoessle.jpg|alternativtext=Alte Anatomie, davor ein Teil des botanischen Gartens, links grenzt der Neubau an|mini|&amp;lt;span&amp;gt;Alte Anatomie 2022 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Ulli Rössle)&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beitrag von Maria Eppelsheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] der [[Universität Ingolstadt]] erbaut wurde und dem Architekten [[Gabriel de Gabrieli]] zugeschrieben wird. Seit 1973 beherbergt das Gebäude das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Da die vorhandenen Hörsäle der Universität den Ansprüchen an die medizinische Ausbildung längst nicht mehr genügten,&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; forderte sie 1719 ein eigenes Gebäude sowie einen botanischen Garten für die medizinische Fakultät.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 14–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den neuen Räumen sollten die medizinischen Grundlagenfächer Botanik, Anatomie, Chemie und Physik mittels Demonstration und Experiment zeitgemäß vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1694/95 war ein Neubau der Universität nach einem Entwurf von Enrico Zucalli geplant, der aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] war ein zweistöckiges Theatrum Anatomicum mit oval angelegten, amphitheatralisch aufsteigenden Sitzreihen und zahlreichen Nebenräumen vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 wurde unter Professor [[Johann Adam Morasch]] das Grundstück zwischen [[Hohe Schule|Hoher Schule]] und [[Stadtmauer]] erworben und die Planung in Auftrag gegeben. Die Bauausführung erfolgte durch den Ingolstädter Stadtmaurermeister [[Michael Anton Prunthaller]] und begann mit der Grundsteinlegung am 27. April 1723. Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte das Gebäude erst 1735/1736 vollendet werden. Die Entwürfe werden dem bischöflichen Hofbaumeister [[Gabriel de Gabrielis]] zugeschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 15-18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurden vermutlich durch Prunthaller überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1736 wurde in das Obergeschoss des Mittelbaus eine Holzkonstruktion für anatomische Sektionen eingebaut, das „Amphitheatrum mobile“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Melchior Puchner]] zugeschriebene Deckenfresko zeigt eine allegorische Darstellung der Medizin und ihrer Teilwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755/56 wurde, veranlasst durch Professor [[Johann Leonhard Obermayer]], die Zwischendecke entfernt und so ein zweistöckiger Demonstrationssaal mit umlaufender Galerie geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 40–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung nach 1800 ==&lt;br /&gt;
Durch die Verlegung der Universität nach Landshut verlor das Gebäude 1800 seine ursprüngliche Funktion. Die darauffolgenden unterschiedlichen Gebäudenutzungen, unter anderem als Landwirtschaft und als Wäscherei, hatten massive Eingriffe in die historische Bausubstanz zur Folge. 1970 bis 1972 wurde die Alte Anatomie umfassend renoviert, wobei die &lt;br /&gt;
[[Datei:AlteAnatomie2024 DeutschesMedizinhistorischesMuseum JohannesHauser.jpg|alternativtext=Alte Anatomie von oben mit botanischem Garten und Neubau, Straße und weitere Gebäude|mini|&amp;lt;span&amp;gt;Alte Anatomie mit botanischem Garten und Neubau, 2024 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Johannes Hauser)&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
ursprünglichen Bauformen von 1723 teilweise rekonstruiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde in der Alten Anatomie eine Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der [[Universität Ingolstadt]] gezeigt und damit das Gebäude nach der Renovierung eingeweiht. 250 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 23. Juni 1973, wurde das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Habrich (1995), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 wurde das Gebäude um einen Neubau erweitert und das Museum so vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 bis 2020 wurden in der Alten Anatomie Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arzneipflanzengarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AnatomieBotanischerGarten1723 GS II 135 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt Stadtarchiv SimonThaddäusSondermeyr.jpg|mini|Vision des Anatomiegebäudes mit botanischem Garten aus dem Jahr der Grundsteinlegung, 1723: „Hortus academico-medicus Ingolstadiensis&amp;quot; (GS II/135, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Kupferstich von Simon Thaddäus Sondermeyr)|305x305px]]&lt;br /&gt;
Im „Hortus medicus“ wurden die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser botanische Garten wurde bereits kurz nach dem Grundstückserwerb, etwa 1722, angelegt, konnte also deutlich früher als das Gebäude für den Unterricht genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1738 enthielt der Garten etwa 380 Pflanzenarten, wobei gewöhnliche Arten in dieser Zählung fehlen. In einem Gartenbuch aus dem Jahr 1770 werden bereits 1.743 Pflanzenarten aufgelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schötz (2005), S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war der Garten nach dem System des französischen Botanikers Joseph Pitton de Tournefort angelegt. 1777 erfolgte eine Umgestaltung, die Beete wurden in strengen Doppelreihen angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde anlässlich der damaligen [[Landesgartenschau 1992|Landesgartenschau]] wieder ein Arzneipflanzengarten angelegt. Das Wegesystem orientiert sich an dem 1723 ursprünglich geplanten und auf einem Kupferstich von [[Simon Thaddeus Sondermeyr]] zu sehenden „Hortus medicus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anatomiestraße 20. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 40–42.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/neubau.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Alte Anatomie in Ingolstadt. In: Medizinischer Monatsspiegel, H. 4 (1973), S. 83–86.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Das Gebäude. Geschichte und Architektur. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 10–21.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY, zuletzt geprüft am 10.10.2023.{{Zitierweise|Autor=Eppelsheimer, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Alte Anatomie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Bild eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:AlteAnatomie2022 DeutschesMedizinhistorischesMuseum UlliRoessle.jpg|alternativtext=Alte Anatomie, davor ein Teil des botanischen Gartens, links grenzt der Neubau an|mini|&amp;lt;span&amp;gt;Alte Anatomie 2022 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Ulli Rössle)&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beitrag von Maria Eppelsheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] der [[Universität Ingolstadt]] erbaut wurde und dem Architekten [[Gabriel de Gabrieli]] zugeschrieben wird. Seit 1973 beherbergt das Gebäude das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Da die vorhandenen Hörsäle der Universität den Ansprüchen an die medizinische Ausbildung längst nicht mehr genügten,&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; forderte sie 1719 ein eigenes Gebäude sowie einen botanischen Garten für die medizinische Fakultät.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 14–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den neuen Räumen sollten die medizinischen Grundlagenfächer Botanik, Anatomie, Chemie und Physik mittels Demonstration und Experiment zeitgemäß vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1694/95 war ein Neubau der Universität nach einem Entwurf von Enrico Zucalli geplant, der aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] war ein zweistöckiges Theatrum Anatomicum mit oval angelegten, amphitheatralisch aufsteigenden Sitzreihen und zahlreichen Nebenräumen vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 wurde unter Professor [[Johann Adam Morasch]] das Grundstück zwischen [[Hohe Schule|Hoher Schule]] und [[Stadtmauer]] erworben und die Planung in Auftrag gegeben. Die Bauausführung erfolgte durch den Ingolstädter Stadtmaurermeister [[Michael Anton Prunthaller]] und begann mit der Grundsteinlegung am 27. April 1723. Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte das Gebäude erst 1735/1736 vollendet werden. Die Entwürfe werden dem bischöflichen Hofbaumeister [[Gabriel de Gabrielis]] zugeschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 15-18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurden vermutlich durch Prunthaller überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1736 wurde in das Obergeschoss des Mittelbaus eine Holzkonstruktion für anatomische Sektionen eingebaut, das „Amphitheatrum mobile“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Melchior Puchner]] zugeschriebene Deckenfresko zeigt eine allegorische Darstellung der Medizin und ihrer Teilwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755/56 wurde, veranlasst durch Professor [[Johann Leonhard Obermayer]], die Zwischendecke entfernt und so ein zweistöckiger Demonstrationssaal mit umlaufender Galerie geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 40–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung nach 1800 ==&lt;br /&gt;
Durch die Verlegung der Universität nach Landshut verlor das Gebäude 1800 seine ursprüngliche Funktion. Die darauffolgenden unterschiedlichen Gebäudenutzungen, unter anderem als Landwirtschaft und als Wäscherei, hatten massive Eingriffe in die historische Bausubstanz zur Folge. 1970 bis 1972 wurde die Alte Anatomie umfassend renoviert, wobei die ursprünglichen Bauformen von 1723 teilweise rekonstruiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:AlteAnatomie2024 DeutschesMedizinhistorischesMuseum JohannesHauser.jpg|alternativtext=Alte Anatomie von oben mit botanischem Garten und Neubau, Straße und weitere Gebäude|mini|&amp;lt;span&amp;gt;Alte Anatomie mit botanischem Garten und Neubau, 2024 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Johannes Hauser)&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
1972 wurde in der Alten Anatomie eine Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der [[Universität Ingolstadt]] gezeigt und damit das Gebäude nach der Renovierung eingeweiht. 250 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 23. Juni 1973, wurde das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Habrich (1995), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 wurde das Gebäude um einen Neubau erweitert und das Museum so vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 bis 2020 wurden in der Alten Anatomie Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arzneipflanzengarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AnatomieBotanischerGarten1723 GS II 135 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt Stadtarchiv SimonThaddäusSondermeyr.jpg|mini|Vision des Anatomiegebäudes mit botanischem Garten aus dem Jahr der Grundsteinlegung, 1723: „Hortus academico-medicus Ingolstadiensis&amp;quot; (GS II/135, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Kupferstich von Simon Thaddäus Sondermeyr)|305x305px]]&lt;br /&gt;
Im „Hortus medicus“ wurden die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser botanische Garten wurde bereits kurz nach dem Grundstückserwerb, etwa 1722, angelegt, konnte also deutlich früher als das Gebäude für den Unterricht genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1738 enthielt der Garten etwa 380 Pflanzenarten, wobei gewöhnliche Arten in dieser Zählung fehlen. In einem Gartenbuch aus dem Jahr 1770 werden bereits 1.743 Pflanzenarten aufgelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schötz (2005), S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war der Garten nach dem System des französischen Botanikers Joseph Pitton de Tournefort angelegt. 1777 erfolgte eine Umgestaltung, die Beete wurden in strengen Doppelreihen angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde anlässlich der damaligen [[Landesgartenschau 1992|Landesgartenschau]] wieder ein Arzneipflanzengarten angelegt. Das Wegesystem orientiert sich an dem 1723 ursprünglich geplanten und auf einem Kupferstich von [[Simon Thaddeus Sondermeyr]] zu sehenden „Hortus medicus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anatomiestraße 20. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 40–42.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/neubau.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Alte Anatomie in Ingolstadt. In: Medizinischer Monatsspiegel, H. 4 (1973), S. 83–86.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Das Gebäude. Geschichte und Architektur. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 10–21.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY, zuletzt geprüft am 10.10.2023.{{Zitierweise|Autor=Eppelsheimer, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Alte Anatomie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Bild eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:AlteAnatomie2022 DeutschesMedizinhistorischesMuseum UlliRoessle.jpg|alternativtext=Alte Anatomie, davor ein Teil des botanischen Gartens, links grenzt der Neubau an|mini|&amp;lt;span&amp;gt;Alte Anatomie 2022 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Ulli Rössle)&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beitrag von Maria Eppelsheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] der [[Universität Ingolstadt]] erbaut wurde und dem Architekten [[Gabriel de Gabrieli]] zugeschrieben wird. Seit 1973 beherbergt das Gebäude das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Da die vorhandenen Hörsäle der Universität den Ansprüchen an die medizinische Ausbildung längst nicht mehr genügten,&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; forderte sie 1719 ein eigenes Gebäude sowie einen botanischen Garten für die medizinische Fakultät.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 14–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den neuen Räumen sollten die medizinischen Grundlagenfächer Botanik, Anatomie, Chemie und Physik mittels Demonstration und Experiment zeitgemäß vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1694/95 war ein Neubau der Universität nach einem Entwurf von Enrico Zucalli geplant, der aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] war ein zweistöckiges Theatrum Anatomicum mit oval angelegten, amphitheatralisch aufsteigenden Sitzreihen und zahlreichen Nebenräumen vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 wurde unter Professor [[Johann Adam Morasch]] das Grundstück zwischen [[Hohe Schule|Hoher Schule]] und [[Stadtmauer]] erworben und die Planung in Auftrag gegeben. Die Bauausführung erfolgte durch den Ingolstädter Stadtmaurermeister [[Michael Anton Prunthaller]] und begann mit der Grundsteinlegung am 27. April 1723. Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte das Gebäude erst 1735/1736 vollendet werden. Die Entwürfe werden dem bischöflichen Hofbaumeister [[Gabriel de Gabrielis]] zugeschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 15-18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurden vermutlich durch Prunthaller überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1736 wurde in das Obergeschoss des Mittelbaus eine Holzkonstruktion für anatomische Sektionen eingebaut, das „Amphitheatrum mobile“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Melchior Puchner]] zugeschriebene Deckenfresko zeigt eine allegorische Darstellung der Medizin und ihrer Teilwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755/56 wurde, veranlasst durch Professor [[Johann Leonhard Obermayer]], die Zwischendecke entfernt und so ein zweistöckiger Demonstrationssaal mit umlaufender Galerie geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 40–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung nach 1800 ==&lt;br /&gt;
Durch die Verlegung der Universität nach Landshut verlor das Gebäude 1800 seine ursprüngliche Funktion. Die darauffolgenden unterschiedlichen Gebäudenutzungen, unter anderem als Landwirtschaft und als Wäscherei, hatten massive Eingriffe in die historische Bausubstanz zur Folge. 1970 bis 1972 wurde die Alte Anatomie umfassend renoviert, wobei die ursprünglichen Bauformen von 1723 teilweise rekonstruiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde in der Alten Anatomie eine Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der [[Universität Ingolstadt]] gezeigt und damit das Gebäude nach der Renovierung eingeweiht. 250 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 23. Juni 1973, wurde das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Habrich (1995), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 wurde das Gebäude um einen Neubau erweitert und das Museum so vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 bis 2020 wurden in der Alten Anatomie Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arzneipflanzengarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AnatomieBotanischerGarten1723 GS II 135 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt Stadtarchiv SimonThaddäusSondermeyr.jpg|mini|Vision des Anatomiegebäudes mit botanischem Garten aus dem Jahr der Grundsteinlegung, 1723: „Hortus academico-medicus Ingolstadiensis&amp;quot; (GS II/135, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Kupferstich von Simon Thaddäus Sondermeyr)|305x305px]]&lt;br /&gt;
Im „Hortus medicus“ wurden die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser botanische Garten wurde bereits kurz nach dem Grundstückserwerb, etwa 1722, angelegt, konnte also deutlich früher als das Gebäude für den Unterricht genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1738 enthielt der Garten etwa 380 Pflanzenarten, wobei gewöhnliche Arten in dieser Zählung fehlen. In einem Gartenbuch aus dem Jahr 1770 werden bereits 1.743 Pflanzenarten aufgelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schötz (2005), S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war der Garten nach dem System des französischen Botanikers Joseph Pitton de Tournefort angelegt. 1777 erfolgte eine Umgestaltung, die Beete wurden in strengen Doppelreihen angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde anlässlich der damaligen [[Landesgartenschau 1992|Landesgartenschau]] wieder ein Arzneipflanzengarten angelegt. Das Wegesystem orientiert sich an dem 1723 ursprünglich geplanten und auf einem Kupferstich von [[Simon Thaddeus Sondermeyr]] zu sehenden „Hortus medicus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anatomiestraße 20. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 40–42.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/neubau.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Alte Anatomie in Ingolstadt. In: Medizinischer Monatsspiegel, H. 4 (1973), S. 83–86.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Das Gebäude. Geschichte und Architektur. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 10–21.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY, zuletzt geprüft am 10.10.2023.{{Zitierweise|Autor=Eppelsheimer, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Alte Anatomie 2024 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Johannes Hauser)&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Alte Anatomie 2022 (Deutsches Medizinhistorisches Museum, Luftbild von Ulli Rössle)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maria Eppelsheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] der [[Universität Ingolstadt]] erbaut wurde und dem Architekten [[Gabriel de Gabrieli]] zugeschrieben wird. Seit 1973 beherbergt das Gebäude das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Da die vorhandenen Hörsäle der Universität den Ansprüchen an die medizinische Ausbildung längst nicht mehr genügten,&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; forderte sie 1719 ein eigenes Gebäude sowie einen botanischen Garten für die medizinische Fakultät.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 14–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den neuen Räumen sollten die medizinischen Grundlagenfächer Botanik, Anatomie, Chemie und Physik mittels Demonstration und Experiment zeitgemäß vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1694/95 war ein Neubau der Universität nach einem Entwurf von Enrico Zucalli geplant, der aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] war ein zweistöckiges Theatrum Anatomicum mit oval angelegten, amphitheatralisch aufsteigenden Sitzreihen und zahlreichen Nebenräumen vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 wurde unter Professor [[Johann Adam Morasch]] das Grundstück zwischen [[Hohe Schule|Hoher Schule]] und [[Stadtmauer]] erworben und die Planung in Auftrag gegeben. Die Bauausführung erfolgte durch den Ingolstädter Stadtmaurermeister [[Michael Anton Prunthaller]] und begann mit der Grundsteinlegung am 27. April 1723. Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte das Gebäude erst 1735/1736 vollendet werden. Die Entwürfe werden dem bischöflichen Hofbaumeister [[Gabriel de Gabrielis]] zugeschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 15-18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurden vermutlich durch Prunthaller überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1736 wurde in das Obergeschoss des Mittelbaus eine Holzkonstruktion für anatomische Sektionen eingebaut, das „Amphitheatrum mobile“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Melchior Puchner]] zugeschriebene Deckenfresko zeigt eine allegorische Darstellung der Medizin und ihrer Teilwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755/56 wurde, veranlasst durch Professor [[Johann Leonhard Obermayer]], die Zwischendecke entfernt und so ein zweistöckiger Demonstrationssaal mit umlaufender Galerie geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 40–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung nach 1800 ==&lt;br /&gt;
Durch die Verlegung der Universität nach Landshut verlor das Gebäude 1800 seine ursprüngliche Funktion. Die darauffolgenden unterschiedlichen Gebäudenutzungen, unter anderem als Landwirtschaft und als Wäscherei, hatten massive Eingriffe in die historische Bausubstanz zur Folge. 1970 bis 1972 wurde die Alte Anatomie umfassend renoviert, wobei die ursprünglichen Bauformen von 1723 teilweise rekonstruiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde in der Alten Anatomie eine Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der [[Universität Ingolstadt]] gezeigt und damit das Gebäude nach der Renovierung eingeweiht. 250 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 23. Juni 1973, wurde das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Habrich (1995), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 wurde das Gebäude um einen Neubau erweitert und das Museum so vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 bis 2020 wurden in der Alten Anatomie Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arzneipflanzengarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AnatomieBotanischerGarten1723 GS II 135 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt Stadtarchiv SimonThaddäusSondermeyr.jpg|mini|Vision des Anatomiegebäudes mit botanischem Garten aus dem Jahr der Grundsteinlegung, 1723: „Hortus academico-medicus Ingolstadiensis&amp;quot; (GS II/135, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Kupferstich von Simon Thaddäus Sondermeyr)|305x305px]]&lt;br /&gt;
Im „Hortus medicus“ wurden die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser botanische Garten wurde bereits kurz nach dem Grundstückserwerb, etwa 1722, angelegt, konnte also deutlich früher als das Gebäude für den Unterricht genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1738 enthielt der Garten etwa 380 Pflanzenarten, wobei gewöhnliche Arten in dieser Zählung fehlen. In einem Gartenbuch aus dem Jahr 1770 werden bereits 1.743 Pflanzenarten aufgelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schötz (2005), S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war der Garten nach dem System des französischen Botanikers Joseph Pitton de Tournefort angelegt. 1777 erfolgte eine Umgestaltung, die Beete wurden in strengen Doppelreihen angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde anlässlich der damaligen [[Landesgartenschau 1992|Landesgartenschau]] wieder ein Arzneipflanzengarten angelegt. Das Wegesystem orientiert sich an dem 1723 ursprünglich geplanten und auf einem Kupferstich von [[Simon Thaddeus Sondermeyr]] zu sehenden „Hortus medicus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anatomiestraße 20. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 40–42.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/neubau.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Alte Anatomie in Ingolstadt. In: Medizinischer Monatsspiegel, H. 4 (1973), S. 83–86.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Das Gebäude. Geschichte und Architektur. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 10–21.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY, zuletzt geprüft am 10.10.2023.{{Zitierweise|Autor=Eppelsheimer, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Alte_Anatomie&amp;diff=1925</id>
		<title>Alte Anatomie</title>
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		<updated>2026-03-06T10:57:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Bild eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maria Eppelsheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Anatomie ist ein zweigeschossiger Barockbau, der 1723 bis 1736 für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] der [[Universität Ingolstadt]] erbaut wurde und dem Architekten [[Gabriel de Gabrieli]] zugeschrieben wird. Seit 1973 beherbergt das Gebäude das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Da die vorhandenen Hörsäle der Universität den Ansprüchen an die medizinische Ausbildung längst nicht mehr genügten,&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; forderte sie 1719 ein eigenes Gebäude sowie einen botanischen Garten für die medizinische Fakultät.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 14–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den neuen Räumen sollten die medizinischen Grundlagenfächer Botanik, Anatomie, Chemie und Physik mittels Demonstration und Experiment zeitgemäß vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1694/95 war ein Neubau der Universität nach einem Entwurf von Enrico Zucalli geplant, der aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Für die [[Medizinische Fakultät der Universität Ingolstadt|medizinische Fakultät]] war ein zweistöckiges Theatrum Anatomicum mit oval angelegten, amphitheatralisch aufsteigenden Sitzreihen und zahlreichen Nebenräumen vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 wurde unter Professor [[Johann Adam Morasch]] das Grundstück zwischen [[Hohe Schule|Hoher Schule]] und [[Stadtmauer]] erworben und die Planung in Auftrag gegeben. Die Bauausführung erfolgte durch den Ingolstädter Stadtmaurermeister [[Michael Anton Prunthaller]] und begann mit der Grundsteinlegung am 27. April 1723. Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte das Gebäude erst 1735/1736 vollendet werden. Die Entwürfe werden dem bischöflichen Hofbaumeister [[Gabriel de Gabrielis]] zugeschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 15-18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurden vermutlich durch Prunthaller überarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1973), S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1736 wurde in das Obergeschoss des Mittelbaus eine Holzkonstruktion für anatomische Sektionen eingebaut, das „Amphitheatrum mobile“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Melchior Puchner]] zugeschriebene Deckenfresko zeigt eine allegorische Darstellung der Medizin und ihrer Teilwissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755/56 wurde, veranlasst durch Professor [[Johann Leonhard Obermayer]], die Zwischendecke entfernt und so ein zweistöckiger Demonstrationssaal mit umlaufender Galerie geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 40–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung nach 1800 ==&lt;br /&gt;
Durch die Verlegung der Universität nach Landshut verlor das Gebäude 1800 seine ursprüngliche Funktion. Die darauffolgenden unterschiedlichen Gebäudenutzungen, unter anderem als Landwirtschaft und als Wäscherei, hatten massive Eingriffe in die historische Bausubstanz zur Folge. 1970 bis 1972 wurde die Alte Anatomie umfassend renoviert, wobei die ursprünglichen Bauformen von 1723 teilweise rekonstruiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde in der Alten Anatomie eine Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der [[Universität Ingolstadt]] gezeigt und damit das Gebäude nach der Renovierung eingeweiht. 250 Jahre nach der Grundsteinlegung, am 23. Juni 1973, wurde das [[Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt|Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Habrich (1995), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 wurde das Gebäude um einen Neubau erweitert und das Museum so vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 bis 2020 wurden in der Alten Anatomie Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arzneipflanzengarten ==&lt;br /&gt;
Im „Hortus medicus“ wurden die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruisinger (2009), S. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser botanische Garten wurde bereits kurz nach dem Grundstückserwerb, etwa 1722, angelegt, konnte also deutlich früher als das Gebäude für den Unterricht genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1738 enthielt der Garten etwa 380 Pflanzenarten, wobei gewöhnliche Arten in dieser Zählung fehlen. In einem Gartenbuch aus dem Jahr 1770 werden bereits 1.743 Pflanzenarten aufgelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schötz (2005), S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war der Garten nach dem System des französischen Botanikers Joseph Pitton de Tournefort angelegt. 1777 erfolgte eine Umgestaltung, die Beete wurden in strengen Doppelreihen angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (1995), S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:AnatomieBotanischerGarten1723 GS II 135 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt Stadtarchiv SimonThaddäusSondermeyr.jpg|mini|Vision des Anatomiegebäudes mit botanischem Garten aus dem Jahr der Grundsteinlegung, 1723: „Hortus academico-medicus Ingolstadiensis&amp;quot; (GS II/135, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Kupferstich von Simon Thaddäus Sondermeyr)]]&lt;br /&gt;
1992 wurde anlässlich der damaligen [[Landesgartenschau 1992|Landesgartenschau]] wieder ein Arzneipflanzengarten angelegt. Das Wegesystem orientiert sich an dem 1723 ursprünglich geplanten und auf einem Kupferstich von [[Simon Thaddeus Sondermeyr]] zu sehenden „Hortus medicus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anatomiestraße 20 (2002), S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anatomiestraße 20. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 40–42.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Neubau. Online verfügbar unter https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/neubau.html, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Alte Anatomie in Ingolstadt. In: Medizinischer Monatsspiegel, H. 4 (1973), S. 83–86.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Das Gebäude. Geschichte und Architektur. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 10–21.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY, zuletzt geprüft am 10.10.2023.{{Zitierweise|Autor=Eppelsheimer, Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>VHS-Kurs am 16. Mai 2025: Artikel schreiben fürs Stadtgeschichtslexikon</title>
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		<updated>2025-05-22T12:12:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: M.Eppelsheimer verschob die Seite VHS-Kurs am 16. Mai 2025: Artikel schreiben fürs Stadtgeschichtslexikon nach Werkstatt:VHS-Kurs am 16. Mai 2025: Artikel schreiben fürs Stadtgeschichtslexikon&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Werkstatt:VHS-Kurs am 16. Mai 2025: Artikel schreiben fürs Stadtgeschichtslexikon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
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		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Neu:Wanderherberge_Ingolstadt&amp;diff=1897</id>
		<title>Neu:Wanderherberge Ingolstadt</title>
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		<updated>2024-12-03T11:48:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Wanderherberge Ingolstadt |Autor=Agnes Krumwiede |Datum=2024-12-03 |Text=Blick in die Straße Unterer Graben mit Gasthaus &amp;quot;zum Poliziner&amp;quot; in der Beckerstraße 27, nach 1900    In der Beckerstraße 27 in Ingolstadt befand sich bis 1945 eine sogenannte „Wanderherberge“ für gering verdienende Menschen auf Wanderschaft. }}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Wanderherberge Ingolstadt&lt;br /&gt;
|Autor=Agnes Krumwiede&lt;br /&gt;
|Datum=2024-12-03&lt;br /&gt;
|Text=[[Datei:UntererGraben Postkartensammlung ZentrumStadtgeschichteIngolstadt Stadtarchiv.jpg|links|300px|Blick in die Straße Unterer Graben mit Gasthaus &amp;quot;zum Poliziner&amp;quot; in der Beckerstraße 27, nach 1900]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Beckerstraße 27 in Ingolstadt befand sich bis 1945 eine sogenannte „Wanderherberge“ für gering verdienende Menschen auf Wanderschaft.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Frankenstein&amp;diff=1891</id>
		<title>Frankenstein</title>
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		<updated>2024-12-02T14:57:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: 8 Meter zu 8 Fuß geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Beatrix Schönewald&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frankenstein oder der moderne Prometheus ==&lt;br /&gt;
Die junge Mary Wollstonecraft Godwin veröffentlicht im Jahr 1818 ihr erstes Werk. Sie nennt es „Frankenstein or the modern Prometheus“ (Frankenstein oder der moderne Promotheus“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankenstein or The Modern Prometheus Titelseite Vol. I, London 1818.jpg|mini|Titelseite des ersten Bandes der Erstausgabe von &amp;quot;Frankenstein or The Modern Prometheus&amp;quot;, London 1818]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte war für die Zeitgenossen im Britischen Empire irritierend und schockierend. Das zentrale Thema der Schöpfung eines Menschen, einer Kreatur, sprengte den üblichen Rahmen der Schauer- und Gespenstergeschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel ist wegweisend: Er bezieht sich auf Prometheus, den „Vorausdenkenden“, aus dem Geschlecht der Titanen. Seine Taten werden schon in der Antike unterschiedlich bewertet. Frevler oder Wohltäter der Menschen, bringt er doch seinen Schützlingen das Feuer auf die Erde und erschafft einen Menschen aus Lehm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mary Shelleys Frankenstein wirkt kein Titan, sondern ein Student der Medizin in Ingolstadt. Er verbindet alle Erkenntnisse des menschlichen Seins, philosophisch wie medizinisch und setzt das „Elixier des Lebens“ nach modernen Methoden ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte in der Villa Diodati ==&lt;br /&gt;
Im Mai 1816 reisen Mary Wollstonecraft Godwin und Percy Shelly mit ihrem Sohn William in die Schweiz. Begleitet wird die Familie von Claire Clairmont, einer Stiefschwester Marys. Sie beziehen das Maison Chappuis am Südufer des Genfer Sees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kleine Haus liegt nicht weit entfernt von dem Landgut Belle Rive, dem Quartier Lord Byrons und seines Arztes Dr. Polidori. Der Dichter wähnt sich fälschlicherweise im Domizil jenes Charles Diodati, in dem dieser 1638 seinen Jugendfreund John Milton traf. Byron gibt der Villa dann auch diesen bis heute gültigen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe trifft sich zu Spaziergängen und Bootsfahrten. Abends gibt es Lesungen, Gespräche über die unterschiedlichsten Themen. Ausflüge sind selten, das Wetter bleibt ungemütlich feucht. 1816 ist das Jahr ohne Sommer, eine Folge des Vulkanausbruchs Tamboras in Indonesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Villa Diodati treffen sich Percy Bysshe Shelley und Lord Byron, zwei der angesagten jungen englischen Poeten und bleiben in tiefer Freundschaft und gegenseitiger Bewunderung verbunden. Alle betätigen sich literarisch: Lord Byron schreibt „Augustus Darvell“, vollendet den Dritten Gesang des „Child Harold“, Percy Bysshe Shelley verfasst sein Gedicht über den Mont Blanc. Der Mediziner Polidori beginnt seinen Roman „Ernestus Berchtold. The modern Oedipus“, später die Erzählung „The Vampyre“ und Mary Shelley beginnt ihren Roman „Frankenstein or the modern Prometheus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Story ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mary Shelley und ihr Roman.jpg|mini|Mary Shelley und ihr Roman Frankenstein or The Modern Prometheus 1818, Inszenierung in der Ausstellung Frankenstein im Stadtmuseum Ingolstadt 2018]]&lt;br /&gt;
Mary Shelleys Roman hebt an mit einem Zitat aus John Miltons „Paradise Lost“: “Did I request thee, Maker, from my clay to mould me, Man, did I solicit thee from darkness to promote me?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Band 1 ===&lt;br /&gt;
Der englische Polarforschers Robert Walton schildert zunächst in Briefen an seine Schwester Margaret Saville seine Pläne und seine Erlebnisse. Walton war nach Russland gereist, um sich seinen lebenslangen Traum von einer Reise in die Arktis zu erfüllen und um bahnbrechende Entdeckungen zu machen. Sie segelten stetig nach Norden, bald aber steckten er und seine Crew im Eis fest. In der Ferne entdeckten sie einen riesigen Mann auf einem Hundeschlitten. Am nächsten Tag retteten sie einen weiteren, abgemagerten Mann, der auf einer Eisscholle gestrandet war. Dieser Mann entpuppte sich als Victor Frankenstein, todkrank und für Tage stumm. Walton pflegte ihn in seiner Kabine wieder gesund. Die beiden Männer waren Freunde geworden. Walton schätzte und bewunderte seinen mysteriösen, melancholischen Gast. Victor litt sichtlich unter seinen schrecklichen Erlebnissen. Er eröffnete Walton, dass er in die Arktis kam, um jenen riesigen Mann zu verfolgen, den auch Walton gesehen hatte. Als Victor von Waltons Besessenheit erfuhr, unter allen Umständen und Opfern seine wissenschaftlichen Ziele zu erreichen, beschloss Victor, dem Kapitän die Geschichte seines Lebens zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Teil seiner Geschichte schildert Victor seine idyllische Kindheit in Genf, inmitten einer liebevollen Familie aus der Oberschicht. Mit seiner adoptierten Schwester Elizabeth und seinem Freund Henry Clerval verband ihn tiefe Freundschaft. Bereits im jungen Alter entwickelte er eine Leidenschaft für die Naturphilosophie und las schon in jungen Jahren die Werke der mittelalterlichen Alchemisten, träumte von der Entdeckung des Lebenselixiers. Als er verstand, wie veraltet die alchemistischen Theorien im Vergleich zu modernen Theorien waren, gab er enttäuscht sein Studium der Wissenschaften auf. Als er siebzehn war, beschlossen Victors Eltern, ihn an die Universität von Ingolstadt zu schicken. Dort traf er auf Krempe, Professor für Biologie und auf Waldmann, Professor für Chemie. Letzterer inspirierte ihn, sein Studium der Naturwissenschaften wieder aufzunehmen. Für die nächsten vier Jahre studierte Victor mit besonderem Fleiß, getrieben von einem Ehrgeiz, die Geheimnisse der Natur, des Lebens und des Todes zu ergründen und erhielt Beifall für seine Leistungen. Besonders faszinierte ihn die Idee, Leben zu schaffen. Im Moment seiner Abreise nach Genf entdeckte er das Prinzip. Er verbrachte die nächsten zwei Jahre mit dem Zusammenbau eines acht Fuß (etwa 2,44 Meter) hohen Mannes aus Teilen von Kadavern. Als es ihm gelang, seine Schöpfung zum Leben zu erwecken, war Victor jedoch so entsetzt von dem scheußlichen Aussehen der Kreatur, dass er weglief und die ganze Nacht durch die Straßen von Ingolstadt irrte. Henry Clerval traf ebenfalls in der Stadt ein, um seinen eigenen Studiengang an der Universität zu beginnen. Als die Freunde zu Victors Wohnung kamen, war die Kreatur verschwunden. Victor erkrankte schwer. Nach seiner Genesung erfuhr er, dass sein jüngster Bruder William ermordet worden war. Nach sechs Jahren kehrte er nach Genf zurück und entdeckte seine Kreatur. Er war davon überzeugt, dass sie für den Mord verantwortlich ist. Stattdessen wurde die Dienerin Justine Moritz des Mordes bezichtigt, schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankensteins Kreatur, Installation von Marc Köschinger, Ingolstadt 2018.jpg|mini|Mark Köschingers Installation in der Ausstellung Frankenstein im Stadtmuseum Ingolstadt 2018]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Band 2 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ingolstadt um 1790 eine fiktive Spurensuche für Viktor Frankenstein.jpg|mini|Ingolstadt um 1790 - eine Spurensuche für Victor Frankenstein in Ingolstadt, aus der Ausstellung Frankenstein im Stadtmuseum Ingolstadt 2018]]&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung von Justine versuchte Victor, seinen inneren Frieden zu finden, indem er alleine durch die Alpen ins Tal von Chamonix reiste. Auf einem Gletscher wurde er von der Kreatur gezwungen, sich seine Geschichte anzuhören. Obwohl er anfänglich voller Hass auf seine Schöpfung war, stimmte Victor zu, seine Geschichte zu hören: In der Nacht, in der er zum Leben erweckt wurde, floh er in den Wald bei Ingolstadt. Nachdem er aus einem Dorf gejagt wurde, hatte er auf der Suche nach Nahrung und Obdach eine Hütte bei einem kleinen Häuschen gefunden und sich dort versteckt. Das Haus wurde von einer Familie, die Geschwister Felix und Agatha, und deren blindem Vater bewohnt. Felix´ Verlobte hieß Safie. Fast zwei Jahre lang beobachtete die Kreatur heimlich die Familie und erfuhr, dass die sie einst respektierte Mitglieder der Pariser Oberschicht waren. Sie mussten ins Exil. Felix las Safie laut vor und so lernte die Kreatur sprechen, lesen und schreiben. Unter den Büchern, die er im Wald gefunden hatte, gehörte John Miltons „Paradise Lost“. Als die Kreatur Victors Wohnung in Ingolstadt verließ, nahm er dessen Mantel mit, indem das Tagebuch seines Schöpfers steckte. Als er alles über seinen Ursprung und über die Flucht Victors erfuhr, war das Geschöpf entsetzt. Gequält von Einsamkeit wagte es die Kreatur, sich trotz seiner schrecklichen Erscheinung dem blinden Vater zu zeigen. Aber als Felix, Agatha und Safie sie zusammen sahen, floh die Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gequälte Geschöpf fand heraus, wo er Victor finden konnte, den er für sein Leiden verantwortlich machte. Im Wald auf dem Weg nach Genf rettete die Kreatur ein Kind vor dem Ertrinken und wurde vom Vormund des Kindes anstelle von Dankbarkeit angeschossen. Dieser Vorfall erfüllte ihn mit Hass- und Rachegefühlen gegenüber den Menschen. In Plainpalais, begegnete er William. Als die Kreatur erfuhr, dass der Junge zur Frankenstein-Familie gehörte, erwürgte er ihn mit der Absicht, Victor leiden zu lassen. Er nahm Williams Halskette mit dem Miniaturporträt Caroline Frankensteins an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er Justine Moritz schlafend in einer Scheune sah, steckte die Kreatur die Halskette in Justines Tasche und lenkte so den Verdacht auf das junge Mädchen. Nach seinem Bericht forderte die Kreatur von Victor die Schöpfung einer weiblichen Gefährtin von ähnlichem Aussehen. Sollte Victor zustimmen, würden das Geschöpf und seine Partnerin weit weg von der Menschheit leben. Sollte Victor sich weigern, würde die Kreatur weiterhin Victors Leben zerstören und seine Lieben ermorden. Victor stimmte widerwillig den Bedingungen der Kreatur zu und kehrte nach Genf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Band 3 ===&lt;br /&gt;
Schweren Herzens verschob Victor die Hochzeit mit Elisabeth und reiste nach England. Dort wollte er Anregungen für sein Vorhaben finden. Victor hatte vor, einen abgelegenen Ort zu suchen, wo er die weibliche Kreatur zusammenstellen konnte. Er begann widerwillig, Informationen und Materialien zu sammeln. Er setzte zu den Orkney-Inseln über und mietete eine Hütte. Hier begann er mit der Konstruktion einer weiblichen Kreatur. Vor der Vollendung der neuen Kreatur begann Victor über die möglichen Folgen seiner Arbeit nachzudenken. Die beiden Geschöpfe könnten eine neue Rasse von Monstern schaffen und die Menschheit gefährden. Als er plötzlich das Gesicht der Kreatur am Fenster sah, zerstörte Victor die unvollendete Gefährtin. Entsetzt und wütend über diesen Akt konfrontierte die Kreatur Victor mit seinen Racheplänen. Er drohte ihm, dass er ihn in seiner Hochzeitsnacht aufsuchen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victor bereitete die Rückreise vor. Spät in der Nacht ruderte er auf das Meer hinaus und warf die Überreste der weiblichen Kreatur über Bord, dann schlief er erschöpft im Boot ein. Als er am nächsten Tag aufwachte, entdeckte er, dass er hilflos auf dem Wasser trieb. Schließlich erreichte er einen Hafen in Irland. Der örtliche Magistrat verhörte ihn als Mordverdächtigen. Als Victor die Leiche sah, erkannte er seinen Freund Clerval. Er schrie schreckerfüllt, dass er seinen Freund zerstört hätte. Victor wurde zunächst ins Gefängnis geworfen, nach zwei Monaten aber freigesprochen. Er hatte ein Alibi. Überzeugt von den Mordplänen der Kreatur, willigte Victor dennoch ein, Elizabeth wie geplant zu heiraten. Nach ihrer Hochzeit, reiste das Paar in die Stadt Evian und übernachteten in einem Gasthaus. In dieser Nacht wurde seine Frau von der Kreatur ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victor kehrte nach Genf zurück, um die Sicherheit seiner verbleibenden Familienmitglieder zu gewährleisten. Sein Vater und seinen jüngerer Bruder Ernest waren wohlauf. Alphonse aber erkrankte schwer, als er von Elizabeths Tod erfährt und starb wenige Tage später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victor beschließt, Genf zu verlassen und die Kreatur zu suchen. Victors Verfolgung führte ihn bis in die Wildnis Russlands. Das Geschöpf hinterließ ihm Anhaltspunkte, einschließlich Nachrichten, die auf Baumrinden und Felsen geritzt wurden. Schließlich erreichte Victor den Nordpol und verfolgte das Geschöpf über das gefrorene Meer in einem Hundeschlitten. Als er es fast erreicht hatte, brach das Eis und trennte sie wieder. Victor wurde nach einigen Stunden von Walton und seiner Crew gerettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle nimmt Walton seine Erzählerrolle wieder auf. Er hegt Bewunderung für seinen Gast und wünscht sich, er könne seinen kranken Gast überzeugen, weiter zu leben. Victor blieb bei seinem Vorsatz, die Kreatur zu zerstören und mit seiner Familie im Tod wiedervereint zu sein. Als das Schiff im Eis feststeckte, hielt Victor eine leidenschaftliche Rede, in der er sowohl Kapitän als auch Besatzung beschwor, ihre Reise nach Norden fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Walton stimmte schließlich der Forderung seiner Mannschaft zu, sich nicht weiter in Gefahr zu begeben, sondern zurückzukehren. Das Eis brach einige Tage später. Walton und seine Crew nahmen Kurs auf England. Victors Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide, er gestand Walton, dass er keine Rache- und Hassgefühle mehr hat. In dieser Nacht sah Walton die Kreatur, die sich über Victors Leiche beugte. Sie klagte die Ungerechtigkeit an, die sie von den Menschen erfahren hatte, klagte sich an, Victors Leben zerstört zu haben. Dann sprang sie aus dem Fenster auf eine Eisscholle und verschwand in der Nacht. Am Anfang und am Ende steht die Erzählperspektive Kapitän Waltons, der die unglaubliche Geschichte des Gelehrten Victor Frankenstein und seines Geschöpfes für die Nachwelt aufschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frankenstein – Zwei Editionen ==&lt;br /&gt;
Mary Shelley publiziert im Jahr 1818 zunächst anonym ihr Manuskript, das sie 1816 begonnen hatte. Percy Bysshe Shelley schreibt das Vorwort, das sich mit dem Gedanken einer neuen Rasse (species) beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lord Byrons und sein Verleger weigern sich, das Werk zu veröffentlichen. Stattdessen erscheint es bei Lackington in dem damals üblichen Format einzelner Bände. Dieser Verleger hat sich auf ein so modernes Antiquariat spezialisiert und auch – gegen Vorkasse – auf phantastische Geschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später kommt die heute bekannte und populäre Fassung auf den Markt, die Mary Shelley weitgehend überarbeitet und dem viktorianischen Zeitgeschmack angepasst hat. Mary Shelley publiziert unter ihrem Namen und verfasst eine ausführliche Beschreibung über die Entstehung des Romans. Sie nimmt den radikalen Ansatz des ersten Vorwortes. Zwischen der Fassung des Jahres 1818 und der des Jahres 1831 liegen gesellschaftliche Welten: Das Leben Mary Shelleys wandelt sich von der jungen Geliebten eines adeligen Enfant terrible zur Gattin dann Witwe des Baronet Shelley.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum Ingolstadt? ==&lt;br /&gt;
Mary Shelley kam auf ihren Reisen nach Süden nie nach Ingolstadt. Der Name Frankenstein entsprang der Phantasie. Es gibt mehrere Erklärungen, u.a. die phonetische Nähe zu einem deutschsprachigen Namen. Ingolstadt rückte in den Fokus des jungen Paares Mary und Percy Shelley, als sie durch die Arbeiten von Abbé Augustin Barruel „Histoire du Jacobinism (1797) über den Illuminatenorden erfuhren. Percy Shelley erhielt die Ausgabe „Memoirs Illustrating the History of Jacobisme, trans. the Hon. Robert Clifford, 4 vol. London 1798 von einem Kommilitonen an der Universität Oxford.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(In der New Yorker Public Library befindet sich dieses Exemplar mit persönlichen Anmerkungen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte Band beschreibt den Orden der Illuminaten, dessen Auseinandersetzung mit den Vertretern der Obrigkeit und des Jesuitenordens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht hier um die Rezeption der Ereignisse, denn Shelley ist keine Zeitgenossin des Ordens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wenig war Mary Shelley in Ingolstadt und so bleibt die Beschreibung des Ortes und der Universität vage. Sie nennt eine Kirche, einen Hörsaal, einen Anatomiesaal, Keller, Schlachthaus, Friedhof. Dennoch wird Ingolstadt zum weltweiten Symbol eines menschlichen Schöpfungsaktes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Editionen zu Lebzeiten Mary Shelleys ==&lt;br /&gt;
* Frankenstein or The Modern Prometheus, 3 vols. (London: Gedruckt von Lackington, Hughes, Harding, Mavor, &amp;amp; Jones, 1818). Erstausgabe.&lt;br /&gt;
* Frankenstein ou le Prométhée moderne, 3 vols., von Mme. Shelly [sic], übersetzt von J[ules] S[aladin] (Paris: Corréard, 1821). Französische Übersetzung.&lt;br /&gt;
* Frankenstein or The Modern Prometheus, 2 vols. (London, gedruckt von G. and W. B. Whittaker, 1823). 2 Bände Nachdruck der Ausgabe von 1818, begleitet von William Godwin. Frankenstein, or The Modern Prometheus (London, Henry Colburn and Richard Bentley, 1831). Band 9 der Bentleys Standard Novels Serie; der Text wurde überarbeitet und mit neuem Vorwort versehen, Titelkupfer. Nachdruck 1832, 1836, 1839, 1849.&lt;br /&gt;
* Frankenstein or The Modern Prometheus. By Mary W. Shelly [sic], Philadelphia, Carey, Lea &amp;amp; Blanchard, 1833.&lt;br /&gt;
* Frankenstein, or The Modern Prometheus, New York, H. G. Daggers, 1845.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Übersetzung ==&lt;br /&gt;
* Frankenstein oder der neue Prometheus, übersetzt von Heinz Widtmann, Leipzig, Altmann, 1912&lt;br /&gt;
* Frankenstein oder, Der moderne Prometheus, übersetzt von Christian und Ursula Grawe, Stuttgart, Reclam, 1986. Nachdruck Rastatt 1990, Düsseldorf, ECON-Taschenbuch 1994, Stuttgart, Reclam 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Best Letters of Percy Bysshe Shelley, hg.v. Shirley Carter Hughson, Chicago 1892.&lt;br /&gt;
* The Diary of Dr. John Polidori 1816, hg.v. William Michael Rossetti, London 1911.&lt;br /&gt;
* Letters of Mary W. Shelley (mostly unpublished) 1797-1851, hg.v. Henry Howard Harper, Boston 1918.&lt;br /&gt;
* Letters from Percy Bysshe Shelley to J. H. Leigh Hunt, 2 Bde., hg.v. Thomas Wise, London 1894.&lt;br /&gt;
* Letters from Percy Bysshe Shelley to Jane Clairmont, Privatdruck London 1889&lt;br /&gt;
* The life &amp;amp; letters of Mary Wollstonecraft Shelley, hg.v. Florence Marshall, London 1889.&lt;br /&gt;
* The Letters of Percy Bysshe Shelley containing Material never before collected, hg.v. Roger Ingpen, 2 Bde., London 1914.&lt;br /&gt;
* Mary Shelley´s Journal. hg.v. Frederick L. Jones, Oklahoma 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graham Allen: Mary Shelley, New York 2008&lt;br /&gt;
* Betty T. Bennett: Finding Mary Shelley in her Letters. Romantic Revisions. Ed. Robert Brinkley and Keith Hanley, Cambridge 1992.&lt;br /&gt;
* Betty T. Bennett (Hrsg.): Mary Shelley in her Times ,Baltimore 2003.&lt;br /&gt;
* Betty T. Bennett: Mary Wollstonecraft Shelley: An Introduction, Baltimore 1998.&lt;br /&gt;
* Bieri: Percy Bysshe Shelley, a Biography: Exile of Unfulfilled Reknown, 1816–1822, Newark 2005.&lt;br /&gt;
* Jane Blumberg: Mary Shelley&#039;s Early Novels: &amp;quot;This Child of Imagination and Misery&amp;quot;, Iowa City 1993.&lt;br /&gt;
* Robert Gittings / Jo Manton: Claire Clairmont and the Shelleys, Oxford 1992.&lt;br /&gt;
* Richard Holmes: Shelley: The Pursuit, London 2003.&lt;br /&gt;
* Anne K. Mellor: Mary Shelley: Her Life, her Fiction, Her Monsters, London 1990.&lt;br /&gt;
* Mitzi Myers: Mary Wollstonecraft Godwin Shelley: The Female Author between Public and Private Spheres. Mary Shelley in her Times, Baltimore 2003. &lt;br /&gt;
* Clarissa Campbell Orr: Mary Shelley&#039;s Rambles in Germany and Italy, the Celebrity Author, and the Undiscovered Country of the Human Heart, Romanticism On the Net 11 (August 1998).&lt;br /&gt;
* Alexander Pechmann: Mary Shelley: Leben und Werk, Düsseldorf 2006.&lt;br /&gt;
* Karin Priester: Mary Shelley - Die Frau, die Frankenstein erfand, München 2001.&lt;br /&gt;
* Esther Schor (Hrsg.): The Cambridge Companion to Mary Shelley, Cambridge 2003.&lt;br /&gt;
* Miranda Seymour: Mary Shelley, London 2000. &lt;br /&gt;
* Johanna M. Smith: A Critical History of Frankenstein. Frankenstein. Case Studies in Contemporary Criticism, New York 2000.&lt;br /&gt;
* Muriel Spark: Mary Shelley, London 1987.&lt;br /&gt;
* William St Clair: The Godwins and the Shelleys: The Biography of a Family, London 1989.&lt;br /&gt;
* Emily W. Sunstein: Mary Shelley: Romance and Reality, Baltimore: 1991.&lt;br /&gt;
* Fiona Sampson: In search of Mary Shelley: the girl who wrote Frankenstein, London 2018{{Zitierweise|Autor=Schönewald, Beatrix}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Neu:Zwack</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Zwack |Autor=Maximilian Wöhrl |Datum=2024-08-23 |Text=Büttel mit Büttelstab, 1429 (Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, Amb. 317.2° Folio 50 recto, Hausbücher der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung in Nürnberg).    Der sogenannte Zwack war ein frühneuzeitlicher Ordnungsh…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Zwack&lt;br /&gt;
|Autor=Maximilian Wöhrl&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Der sogenannte Zwack war ein frühneuzeitlicher Ordnungshüter und Vorgänger der Polizei, der von ca. 1500 bis 1700 in den Straßen Ingolstadts für Ruhe und Ordnung sorgte. Er unterstand dem städtischen Baumeisteramt und war für die „kleinere Kriminalität“ zuständig. Seine Stellung ist niedriger einzustufen als die der Amtsknechte und Schergen.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Zwack</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweis angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte Zwack war ein frühneuzeitlicher Ordnungshüter und Vorgänger der [[Polizei]], der von ca. 1500 bis 1700 in den Straßen Ingolstadts für Ruhe und Ordnung sorgte. Er unterstand dem städtischen [[Baumeisteramt]] und war für die „kleinere Kriminalität“ zuständig. Seine Stellung ist niedriger einzustufen als die der Amtsknechte und Schergen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begriffserklärung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Büttel Hausbücher Nürnberger Zwölfbrüderstiftung Amb. 317.2° Folio 50 recto Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg.jpg|mini|350x350px|Büttel mit Büttelstab, 1429 (Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, Amb. 317.2° Folio 50 recto, Hausbücher der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung in Nürnberg).|alt=Bildtext: Anno it(em) xxix starb d(er) Puchfelder der pütel am sampstag vor dem palmtag der Ciiii pruder. ]]&lt;br /&gt;
Der Begriff „Zwack“ leitet sich vermutlich vom Wort „zwicken“, „zwacken“ – wie in „Geld abzwacken“, „Geld eintreiben“, „jemandem etwas zwicken&amp;quot; – ab.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufgaben==&lt;br /&gt;
Als wohl erster Gesetzeshüter mit eigener Selbstbezeichnung unterstand der Zwack dem städtischen Baumeisteramt. Er war damit ein exekutiver Arm der wichtigsten Verwaltungseinheit der Stadt. Der Eid, den er leisten musste, gibt Aufschluss über die Befugnisse und Pflichten des Zwack. Er hatte auf alle laut dem &#039;&#039;Buesbichlein&#039;&#039; (Bußbüchlein) &#039;&#039;„verbottne Sachen“&#039;&#039; zu achten und Zuwiderhandlungen und Verfehlungen der Ingolstädter Bürger dem Baumeister zu melden. Dabei sollte er niemanden schonen. Auch den Marktzoll sollte er eintreiben und gewissenhaft der Kasse zuführen. Zudem hatte er dafür Sorge zu tragen, dass die Bettler sich von Kirchen fernhielten und die Bettelei in der Stadt nicht überhandnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Würdinger (1990), S. 21ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniform und Besoldung ==&lt;br /&gt;
Seit 1563 regelte eine eigene [[Amtsknechtsordnung]] Uniform und Sold der Amtsknechte. So sollte jeder &#039;&#039;„all Quatember”&#039;&#039;, das heißt vierteljährlich, 60 Pfennig und dazu wahlweise ein Pfund Pauschholz oder 5 Schilling Pfennig erhalten. Den Rock, welchen diese Amtsknechte trugen, zierten die Farben Blau und Weiß. Auch der Zwack wurde von der Stadt mit einem schlichten Rock ausgestattet. Wie genau diese Uniform aussah, ist nicht bildlich überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Würdinger, Josef: Die Anfänge der Polizei. Als der ZWACK in Ingolstadt für Ordnung sorgte. Recht und Sicherheit im Mittelalter. In: Ingolstädter Heimatblätter, Jg. 53, H. 6 (1990), S. 21–24.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltag und Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtentwicklung und Bevölkerung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Zwack</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte Zwack war ein frühneuzeitlicher Ordnungshüter und Vorgänger der [[Polizei]], der von ca. 1500 bis 1700 in den Straßen Ingolstadts für Ruhe und Ordnung sorgte. Er unterstand dem städtischen [[Baumeisteramt]] und war für die „kleinere Kriminalität“ zuständig. Seine Stellung ist niedriger einzustufen als die der Amtsknechte und Schergen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begriffserklärung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Büttel Hausbücher Nürnberger Zwölfbrüderstiftung Amb. 317.2° Folio 50 recto Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg.jpg|mini|350x350px|Büttel mit Büttelstab, 1429 (Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, Amb. 317.2° Folio 50 recto, Hausbücher der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung in Nürnberg).|alt=Bildtext: Anno it(em) xxix starb d(er) Puchfelder der pütel am sampstag vor dem palmtag der Ciiii pruder. ]]&lt;br /&gt;
Der Begriff „Zwack“ leitet sich vermutlich vom Wort „zwicken“, „zwacken“ – wie in „Geld abzwacken“, „Geld eintreiben“, „jemandem etwas zwicken&amp;quot; – ab.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufgaben==&lt;br /&gt;
Als wohl erster Gesetzeshüter mit eigener Selbstbezeichnung unterstand der Zwack dem städtischen Baumeisteramt. Er war damit ein exekutiver Arm der wichtigsten Verwaltungseinheit der Stadt. Der Eid, den er leisten musste, gibt Aufschluss über die Befugnisse und Pflichten des Zwack. Er hatte auf alle laut dem &#039;&#039;Buesbichlein&#039;&#039; (Bußbüchlein) &#039;&#039;„verbottne Sachen“&#039;&#039; zu achten und Zuwiderhandlungen und Verfehlungen der Ingolstädter Bürger dem Baumeister zu melden. Dabei sollte er niemanden schonen. Auch den Marktzoll sollte er eintreiben und gewissenhaft der Kasse zuführen. Zudem hatte er dafür Sorge zu tragen, dass die Bettler sich von Kirchen fernhielten und die Bettelei in der Stadt nicht überhandnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Würdinger (1990), S. 21ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniform und Besoldung ==&lt;br /&gt;
Seit 1563 regelte eine eigene [[Amtsknechtsordnung]] Uniform und Sold der Amtsknechte. So sollte jeder &#039;&#039;„all Quatember”&#039;&#039;, das heißt vierteljährlich, 60 Pfennig und dazu wahlweise ein Pfund Pauschholz oder 5 Schilling Pfennig erhalten. Den Rock, welchen diese Amtsknechte trugen, zierten die Farben Blau und Weiß. Auch der Zwack wurde von der Stadt mit einem schlichten Rock ausgestattet. Wie genau diese Uniform aussah, ist nicht bildlich überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Würdinger, Josef: Die Anfänger der Polizei. Als der ZWACK in Ingolstadt für Ordnung sorgte. Recht und Sicherheit im Mittelalter. In: Ingolstädter Heimatblätter (1990), S. 21–24.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltag und Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Neu:Ananizapta</title>
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		<updated>2024-07-29T12:34:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Ananizapta |Autor=Maximilian Wöhrl |Datum=2024-07-29 |Text=Inschriftenstein vom Hardertor, 1373 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtmuseum, Inventarnr. 1515, Foto von Ulli Rössle).    „Ananizapta“ ist ein mysteriöses Wort, welches Teil mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften und auch auf Schrifttafel…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Ananizapta&lt;br /&gt;
|Autor=Maximilian Wöhrl&lt;br /&gt;
|Datum=2024-07-29&lt;br /&gt;
|Text=[[Datei:InschriftensteinHardertor1373 InvNr1515 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt UlliRoessle.jpg|links|300px|Inschriftenstein vom Hardertor, 1373 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtmuseum, Inventarnr. 1515, Foto von Ulli Rössle).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ananizapta“ ist ein mysteriöses Wort, welches Teil mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften und auch auf Schrifttafeln zu lesen ist, die einst das Hardertor sowie das Alte Feldkirchner Tor zierten.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Ananizapta&amp;diff=1861</id>
		<title>Ananizapta</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Ananizapta&amp;diff=1861"/>
		<updated>2024-07-29T12:26:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweise angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ananizapta“ ist ein mysteriöses Wort, welches Teil mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften und auch auf Schrifttafeln zu lesen ist, die einst das [[Hardertor]] sowie das [[Altes Feldkirchner Tor|Alte Feldkirchner Tor]] zierten.&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die genaue Bedeutung des Wortes „Ananizapta“ ist bis heute ungeklärt. Es ist weder Teil des lateinischen noch griechischen oder hebräischen Wortschatzes. Daher steht zu vermuten, dass es sich bei dem Begriff um eine Wortschöpfung von rein religiöser Bedeutung handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die älteste belegte Verwendung des Wortes findet sich in einer Handschrift aus Erfurt aus dem Jahr 1349, was darauf schließen lässt, dass das Wort im Zuge der Pestepidemie in den Jahren 1348/49 entstanden sein könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl (2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es würde sich damit um eine Schutzformel handeln, die Unheil, Krankheit&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; und den Teufel abwehren sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Erfurter Handschrift und den beiden Ingolstädter Torsteinen ist das Wort unter anderem auch auf der Betglocke des Ulmer Münsters&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie auf einem Ring, den Johann Wolfgang von Goethe geschenkt bekam,&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl (2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; zu finden. Nach einer Interpretation des 2016 verstorbenen Ingolstädter Lehrers und Historikers Werner Karl könnte die Inschrift „Verflucht sei der Teufel durch die Taufe“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „Indem Jesus Christus von Johannes getauft worden ist und den Kreuzestod auf sich genommen hat, hat er den Tod (Teufel) überwunden“ bedeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl (2019).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Ananizapta an den mittelalterlichen Stadttoren Ingolstadts ==&lt;br /&gt;
Sowohl am 1368 erbauten Alten Feldkirchner Tor als auch am früheren Hardertor, das 1373 entstand, befanden sich Inschriftensteine, auf denen das Wort „Ananizapta“ zu lesen ist. Beim Feldkirchner Tor ist dem breiten Inschriftenstein, der das Datum der Grundsteinlegung nennt, ein kurzer, aber genauso hoher Stein übergemauert, der den Begriff eingefasst von zwei Kreisen zeigt. Ebenfalls eingefasst, aber diesmal von zwei Kreuzzeichen, ist der „Ananizapta“-Schriftzug auf der Tafel, die sich am 1879 abgebrochenen Hardertor befand. Hier ist der Spruch Teil des Steines, der 1373 als Jahr der Grundsteinlegung nennt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:InschriftensteinHardertor1373 InvNr1515 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt UlliRoessle.jpg|alt=|mini|Inschriftenstein vom Hardertor, 1373 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtmuseum, Inventarnr. 1515, Foto von Ulli Rössle). |380x380px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Stein des Hardertors, der im Stadtmuseum Ingolstadt aufbewahrt wird, lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+ ANANIZAPTA + ANNO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DOMINI MCCCLXXIII FERIA SECUNDA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
POST VITI POSITUS EST PRIMARIUS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAPIS HUIUS PORTE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+ ANANIZAPTA + IM JAHRE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DES HERRN 1373 AM MONTAG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NACH VITUS WURDE DER ERSTE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
STEIN DIESES TORES GELEGT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl, Werner: Ananizapta. Eine geheimnisvolle Inschrift des Mittelalters. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 105 (1996), S. 59–90. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00005433?page=60%2C61, zuletzt geprüft am 04.10.2023.&lt;br /&gt;
* Pehl, Bernhard: Ananizapta oder Formel gegen die Pest. In: Donaukurier (14.11.2019). Online verfügbar unter https://www.donaukurier.de/archiv/ananizapta-oder-formel-gegen-die-pest-2296536, zuletzt geprüft am 04.10.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. bis 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaube und Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Ananizapta&amp;diff=1860</id>
		<title>Ananizapta</title>
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		<updated>2024-07-29T12:09:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: kleinere Anpassungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ananizapta“ ist ein mysteriöses Wort, welches Teil mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften und auch auf Schrifttafeln zu lesen ist, die einst das [[Hardertor]] sowie das [[Altes Feldkirchner Tor|Alte Feldkirchner Tor]] zierten.&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die genaue Bedeutung des Wortes „Ananizapta“ ist bis heute ungeklärt. Es ist weder Teil des lateinischen noch griechischen oder hebräischen Wortschatzes. Daher steht zu vermuten, dass es sich bei dem Begriff um eine Wortschöpfung von rein religiöser Bedeutung handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die älteste belegte Verwendung des Wortes findet sich in einer Handschrift aus Erfurt aus dem Jahr 1349, was darauf schließen lässt, dass das Wort im Zuge der Pestepidemie in den Jahren 1348/49 entstanden sein könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl (2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es würde sich damit um eine Schutzformel handeln, die Unheil, Krankheit&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; und den Teufel abwehren sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Erfurter Handschrift und den beiden Ingolstädter Torsteinen ist das Wort unter anderem auch auf der Betglocke des Ulmer Münsters&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie auf einem Ring, den Johann Wolfgang von Goethe geschenkt bekam,&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl (2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; zu finden. Nach einer Interpretation des 2016 verstorbenen Ingolstädter Lehrers und Historikers Werner Karl könnte die Inschrift „Verflucht sei der Teufel durch die Taufe“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „Indem Jesus Christus von Johannes getauft worden ist und den Kreuzestod auf sich genommen hat, hat er den Tod (Teufel) überwunden“ bedeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl (2019).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Ananizapta an den mittelalterlichen Stadttoren Ingolstadts ==&lt;br /&gt;
Sowohl am 1368 erbauten Alten Feldkirchner Tor als auch am früheren Hardertor, das 1373 entstand, befanden sich Inschriftensteine, auf denen das Wort „Ananizapta“ zu lesen ist. Beim Feldkirchner Tor ist dem breiten Inschriftenstein, der das Datum der Grundsteinlegung nennt, ein kurzer, aber genauso hoher Stein übergemauert, der den Begriff eingefasst von zwei Kreisen zeigt. Ebenfalls eingefasst, aber diesmal von zwei Kreuzzeichen, ist der „Ananizapta“-Schriftzug auf der Tafel, die sich am 1879 abgebrochenen Hardertor befand. Hier ist der Spruch Teil des Steines, der 1373 als Jahr der Grundsteinlegung nennt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl (1996), S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:InschriftensteinHardertor1373 InvNr1515 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt UlliRoessle.jpg|alt=|mini|Inschriftenstein vom Hardertor, 1373 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtmuseum, Inventarnr. 1515, Foto von Ulli Rössle). |380x380px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Stein des Hardertors, der im Stadtmuseum Ingolstadt aufbewahrt wird, lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+ ANANIZAPTA + ANNO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DOMINI MCCCLXXIII FERIA SECUNDA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
POST VITI POSITUS EST PRIMARIUS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAPIS HUIUS PORTE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+ ANANIZAPTA + IM JAHRE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DES HERRN 1373 AM MONTAG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NACH VITUS WURDE DER ERSTE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
STEIN DIESES TORES GELEGT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl, Werner: Ananizapta. Eine geheimnisvolle Inschrift des Mittelalters. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt 105. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00005433?q=%28Sammelblatt+Historischer+Verein+Ingolstadt+1996%29&amp;amp;page=60,61, zuletzt geprüft am 04.10.2023.&lt;br /&gt;
* Pehl, Bernhard: Ananizapta oder Formel gegen die Pest. (Donaukurier) Online verfügbar unter https://www.donaukurier.de/archiv/ananizapta-oder-formel-gegen-die-pest-2296536, zuletzt geprüft am 04.10.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. bis 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaube und Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Datei:Donaukaserne_19481_ZentrumStadtgeschichte_KurtScheuerer.jpg&amp;diff=1839</id>
		<title>Datei:Donaukaserne 19481 ZentrumStadtgeschichte KurtScheuerer.jpg</title>
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		<updated>2024-06-07T15:17:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Berichtigung Bildnachweis&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Donaukaserne, Ansicht vom Südufer (19481, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt, Foto von Manfred Scheuerer)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Stadtgeschichtslexikon Ingolstadt</title>
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		<updated>2024-06-07T15:16:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Berichtigung Bildnachweis&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Donaukaserne 19481 ZentrumStadtgeschichte KurtScheuerer.jpg|mini|Donaukaserne, Ansicht vom Südufer (19481, Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt, Foto von Manfred Scheuerer)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo Sparkasse Ingolstadt-Eichstaett.jpg|mini|Das Zentrum Stadtgeschichte dankt der Sparkasse Ingolstadt-Eichstätt für die finanzielle Unterstützung des Stadtgeschichtslexikons.]]&lt;br /&gt;
Das Stadtgeschichtslexikon ist ein Angebot des Zentrums Stadtgeschichte der Stadt Ingolstadt. Es informiert alle Interessierten über die Geschichte Ingolstadts und seiner Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Artikel werden kontinuierlich erstellt und das Lexikon so laufend erweitert. Langfristiges Ziel ist es, die Geschichte Ingolstadts umfassend von den Anfängen bis zur Gegenwart darzustellen. Auch zentrale Themen der Regionalgeschichte sollen abgebildet werden. Zur Region gehören die drei Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lexikon wird seit 2023 erstellt und wurde im Juni 2024 mit 41 Artikeln der Öffentlichkeit vorgestellt.&lt;br /&gt;
== Zielgruppen ==&lt;br /&gt;
Das Stadtgeschichtslexikon bietet allen Bevölkerungsgruppen einen niedrigschwelligen Zugang zur Geschichte Ingolstadts und seiner Region. Es richtet sich vor allem an geschichtlich interessierte Laien, da es primär bereits publiziertes Wissen übersichtlich und gut verständlich zusammenfasst. Wissenschaftlern bietet das Stadtgeschichtslexikon einen schnellen Überblick über die behandelten Themen. Die Literatur- und Quellenangaben ermöglichen eine vertiefende Lektüre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anspruch ==&lt;br /&gt;
Die Artikel werden nach den gängigen Standards des wissenschaftlichen Arbeitens erstellt, wobei nur auf seriöse Quellen zurückgegriffen und eine möglichst breite Quellenarbeit betrieben wird. Eine wertfreie Darstellung nach aktuellem Forschungsstand wird angestrebt. Der Umfang der Artikel richtet sich nach den behandelten Themen, welche in ihrer Ganzheit dargestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, durchlaufen alle Artikel einen Redaktionsworkflow, an dem im Zentrum Stadtgeschichte neben einem sechsköpfigen Redaktionsteam auch mehrere Themenpatinnen und -paten beteiligt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitmachen ==&lt;br /&gt;
Autorinnen und Autoren neuer Artikel werden laufend gesucht. Details erfahren Sie im [[Autorenleitfaden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Empfohlene Websites ==&lt;br /&gt;
Allen an der Geschichte Ingolstadts Interessierten werden die folgenden Institutionen und deren Websites empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zentrum Stadtgeschichte ===&lt;br /&gt;
Stadtmuseum, Stadtarchiv und Wissenschaftliche Stadtbibliothek Ingolstadt bilden zusammen das Zentrum Stadtgeschichte, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Geschichte und das kulturelle Erbe Ingolstadts und seiner Region zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln. Auch das Bauerngerätemuseum Hundszell sowie das Marieluise-Fleißer-Haus sind Teil des Zentrums Stadtgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://zentrumstadtgeschichte.ingolstadt.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissensspeicher zur Archäologie und Geschichte der Stadt und der Region um Ingolstadt ===&lt;br /&gt;
Herrn Kurt Scheuerer, der bereits seit Jahrzehnten ehrenamtlich mit dem Stadtmuseum Ingolstadt zusammenarbeitet, ist die umfassende Wissenssammlung mit zahlreichen Texten zur Stadtgeschichte zu verdanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.ingolstadt.de/stadtmuseum/scheuerer/index.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Verein Ingolstadt ===&lt;br /&gt;
Der Historische Verein Ingolstadt bietet allen an der Geschichte Ingolstadts und seines Umlands Interessierten ein vielfältiges Vortrags- und Veranstaltungsangebot. Das jährlich erscheinende Sammelblatt enthält Aufsätze zur Stadt- und Regionalgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://hv-ingolstadt.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Förderverein Bayerische Landesfestung Ingolstadt ===&lt;br /&gt;
Der Verein widmet sich dem Erhalt und der Erforschung der ehemaligen königlich-bayerischen Landesfestung Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.festungingolstadt.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marieluise-Fleißer-Gesellschaft Ingolstadt ===&lt;br /&gt;
Die Marieluise-Fleißer-Gesellschaft fördert die Rezeption des Werkes der berühmten Ingolstädter Literatin und organisiert Ausstellungen und Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://fleisser.net/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Autorenleitfaden&amp;diff=1837</id>
		<title>Autorenleitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Autorenleitfaden&amp;diff=1837"/>
		<updated>2024-06-04T07:22:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einreichung Ihrer Idee ===&lt;br /&gt;
Wir freuen uns, wenn Sie einen Artikel für das Stadtgeschichtslexikon beisteuern wollen. Bevor Sie an die Arbeit gehen, nehmen Sie bitte immer Kontakt mit uns auf und mailen uns Ihre Idee für einen neuen Artikel an [mailto:kontakt@stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de kontakt@stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de]. Wir prüfen Ihren Vorschlag zeitnah und geben Ihnen eine Rückmeldung, ob Ihr geplanter Artikel für das Lexikon infrage kommt. Bitte beachten Sie, dass keine Vergütung bezahlt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassen des Artikels ===&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass Sie beim Schreiben die untengenannten inhaltlichen und formellen Anforderungen beachten. Nur dann kann der Artikel in das Lexikon aufgenommen werden. Wenn Sie während des Schreibprozesses Fragen haben oder Hilfe bei der Recherche brauchen, wenden Sie sich gerne an uns und wir werden versuchen, Sie bestmöglich zu unterstützen. Der [[Peter Apian|Artikel zu Peter Apian]] kann als Musterbeispiel dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einreichung des Artikels und der Formulare ===&lt;br /&gt;
Bitte reichen Sie Ihren fertig verfassten Artikel im Word-Format bei uns ein, optional auch passende Bilder und Citavi-Daten (siehe die entsprechenden Abschnitte unten). Zur Übertragung der Nutzungsrechte an Ihrem Text erhalten Sie ein Formular von uns. Bei minderjährigen Autorinnen und Autoren wird das Einverständnis der gesetzlichen Vertretung zur Textveröffentlichung unter Nennung des Namens des bzw. der Minderjährigen benötigt, auch dazu gibt es ein Formular.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prüfung und Veröffentlichung ===&lt;br /&gt;
Anschließend prüfen wir Ihren Artikel inhaltlich und formell. Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, veröffentlichen wir ihn im Stadtgeschichtslexikon. Selbstverständlich werden Sie als Autor oder Autorin genannt. Zu möglicherweise erforderlichen Nachbesserungen oder Anpassungen halten wir Rücksprache mit Ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltliche Anforderungen ==&lt;br /&gt;
Der Artikel soll gut verständlich verfasst und übersichtlich gegliedert sein. Der Umfang richtet sich nach dem behandelten Thema. Das Thema soll in seiner Ganzheit dargestellt werden. Wesentliche Aspekte, vor allem solche, die für die Geschichte Ingolstadts relevant sind, dürfen nicht weggelassen werden. Der Text muss objektiv und wertfrei verfasst sein, es darf keine Stellung bezogen werden oder eine einseitige Darstellung erfolgen. Die gängigen Standards des wissenschaftlichen Arbeitens müssen beachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text muss von Ihnen selbst verfasst werden, Texte anderer Autoren dürfen nicht ohne Kenntlichmachung übernommen werden, auch nicht in geringem Umfang. Sie dürfen nur auf seriöse Literatur zurückgreifen, nicht auf Wikipedia-Artikel. Ihre Literaturauswertung soll möglichst breit sein, das heißt, dass Sie sich nicht nur einer, sondern mehrerer Literaturquellen bedienen sollen. Der Text soll den aktuellen Forschungsstand wiedergeben, bitte achten Sie deshalb auf die Aktualität der verwendeten Literatur.&lt;br /&gt;
== Formelle Anforderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
Der Artikel soll mit einer kurzen Einleitung beginnen, die in das Thema einführt und die wichtigsten Fakten liefert. Vor der Einleitung steht keine Überschrift. Nach der Einleitung folgt der erste Textabschnitt mit Überschrift. Der gesamte Text soll sinnvoll in mehrere Abschnitte gegliedert werden. Für jeden Abschnitt ist eine passende und möglichst kurze Überschrift zu wählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formalia ===&lt;br /&gt;
Der Artikel muss nach den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung verfasst werden. Auf Abkürzungen soll möglichst verzichtet werden. Bei Datumsangaben muss der Monat ausgeschrieben werden. Bei Biografien sollen bei der Erstnennung der Person im Einleitungstext in Klammern die Lebensdaten genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Isabeau de Bavière (* evtl. 1370 als Elisabeth von Bayern, † 30. September 1435 in Paris) war die einzige Königin Frankreichs aus dem Hause Wittelsbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitate, Literatur- und Quellenangaben ===&lt;br /&gt;
Der Text muss mit Quellen- und Literaturangaben belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fußnoten ====&lt;br /&gt;
Vor allem zu Sinnabschnitten und zu spezifischen Informationen innerhalb der Abschnitte (zum Beispiel Zahlen- und Faktenangaben) müssen Fußnoten eingefügt werden. In den Fußnoten wird mit Kurzbelegen auf die (indirekt) zitierte Literatur und die verwendeten Quellen verwiesen.&lt;br /&gt;
Nach dem Nachnamen des Autors folgt in Klammern das Erscheinungsjahr. Es werden bis zu vier Autoren angegeben, diese werden durch Semikola getrennt. Bei fünf und mehr Autoren werden nur die ersten drei genannt und „u. a.“ angefügt. Die Seitenangabe wird nach einem Komma genannt und mit „S.“ angezeigt. Sie kann weggelassen werden, wenn die Quelle nicht paginiert ist oder maximal eine Seite umfasst (zum Beispiel bei Zeitungsartikeln). Die Fußnote endet stets mit einem Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Hofmann (2001), S. 17-19.&lt;br /&gt;
* Franzkowiak; Wenzel (2018), S. 70.&lt;br /&gt;
* Schönewald; Nicklaus; Riedel u. a. (2023), S. 123.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle der Autorennamen können Körperschaften angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Krieger- und Soldatenverein Ingolstadt-Zuchering e.V. (1994), S. 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keinen Autor und auch keine herausgebende Körperschaft gibt, wird der Titel der Publikation angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nachrichten aus Ingolstadt und Umgebung (1873).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn zweimal hintereinander die gleiche Literatur zitiert wird, steht vor der Seitenangabe nur „Ebd.“. Die Seitenangabe kann weggelassen werden, wenn sich die Fußnote nicht nur auf dieselbe Quelle, sondern auch auf dieselbe Seite bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ebd., S. 33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Archivgut zitiert wird, folgt nach der Nennung des Archivs ein Komma und danach die Signatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Ingolstadt, A XIV 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Museumsgut genannt wird, folgt nach der Nennung des Museums ein Komma und danach die Inventarnummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Stadtmuseum Ingolstadt, A7456/312.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wörtliche Zitate ====&lt;br /&gt;
Vor und nach wörtlichen Zitaten wird jeweils eine Leerzeile eingefügt. Die Zitate werden in Anführungszeichen gesetzt und kursiv formatiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auf eine genaue Übertragung, auch der Zeichensetzung (zum Beispiel Virgel, Ligaturen wie æ etc.), zu achten. Der Text darf nicht geändert, korrigiert oder beispielsweise an die heutige Rechtschreibung angepasst werden. Auslassungen werden durch in eckigen Klammern stehende Auslassungspunkte angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quelle ist formlos im Fließtext zu nennen und passend (i. d. R. kursiv) zu formatieren. Zusätzlich wird wie bei indirekten Zitaten eine Fußnote mit dem Kurzbeleg erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aventinus schreibt in seiner &#039;&#039;Chronica&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Herzog Ludwig hat offentlich für seinen Räthen gesagt/ich habs darfür geacht/ich wolle mir ein hohe Schul zu Ingelstatt stifften und zurichten/ allda ich mir weiß/ gelehrt Leut […] auffziehen möcht.“&#039;&#039; [Fußnote (Kurzbeleg)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wörtliche Zitate direkt in den Fließtext eingefügt werden, entfallen die Leerzeilen davor und danach. Das Zitat ist ggf. so anzupassen, dass es sich grammatikalisch korrekt in den restlichen Satz einfügt. Eingefügte Wörter und Buchstaben müssen dann eckig geklammert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ca. 1801 anonym veröffentlichten &#039;&#039;Gedanken eines Landshuters über das Projekt der Zurückversetzung der Universität Baierns nach Ingolstadt&#039;&#039; wird die Frage aufgeworfen, ob die &#039;&#039;„baierischen Gelehrten und Staatsmänner nicht gröſstentheils in Ingolstadt gebildet worden“&#039;&#039; [Fußnote (Kurzbeleg)] seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremdsprachige Zitate sollen i. d. R. in der Originalsprache und zusätzlich möglichst als Übersetzung angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Quellen- und Literaturverzeichnis ====&lt;br /&gt;
Nach dem letzten Textabschnitt erfolgt, soweit Quellen zitiert werden, ein Quellenverzeichnis. Der letzte Abschnitt ist stets das Literaturverzeichnis. In beiden Verzeichnissen müssen die in den Fußnoten angegebenen Quellen und Literaturtitel in Form von Vollbelegen aufgelistet werden. Für das Stadtgeschichtslexikon wird der Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte verwendet, der über das Literaturverwaltungsprogramm Citavi gesteuert wird. Wenn Sie mit Citavi arbeiten, beachten Sie bitte den Abschnitt unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie nicht mit Citavi arbeiten, ist es wichtig, dass Ihre Literaturbelege vollständig und korrekt die folgenden Angaben enthalten (soweit vorhanden):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* alle Autoren, bei mehreren mindestens die ersten fünf&lt;br /&gt;
* alle Herausgeber, bei mehreren mindestens die ersten fünf&lt;br /&gt;
* alle an der Publikation beteiligten Mitarbeiter, bei mehreren mindestens die ersten fünf&lt;br /&gt;
* alle an der Publikation beteiligten Institutionen, bei mehreren mindestens die ersten vier&lt;br /&gt;
* Titel mit Untertitel und Titelzusätzen&lt;br /&gt;
* Erscheinungsjahr&lt;br /&gt;
* alle Erscheinungsorte, bei mehreren mindestens die ersten drei&lt;br /&gt;
* Anzahl der Bände&lt;br /&gt;
* Auflage&lt;br /&gt;
* Reihentitel mit Bandnummer&lt;br /&gt;
* Online-Adresse mit Datum der letzten Aktualisierung und Datum des letzten Zugriffs&lt;br /&gt;
* ISBN (für die Recherche nach den bibliografischen Angaben, erscheint später nicht mehr im Literaturverzeichnis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den nachfolgend genannten Literaturgattungen müssen zusätzlich folgende Angaben gemacht werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei Ausstellungskatalogen: Ausstellungsvermerk mit Museum und Ausstellungszeitraum&lt;br /&gt;
* bei Aufsätzen aus Sammelwerken/Ausstellungskatalogen: alle Angaben zum Sammelwerk/Ausstellungskatalog aus der Liste oben, außerdem Bandnummer und Seitenangabe&lt;br /&gt;
* bei Zeitschriftenaufsätzen: Titel der Zeitschrift mit Jahrgang, Jahr, Heftnummer und Seitenangabe&lt;br /&gt;
* bei Zeitungsartikeln: Titel der Zeitung mit Datum und Seitenangabe&lt;br /&gt;
* bei Hochschulschriften: Art der Schrift (zum Beispiel Dissertation) und Hochschule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literaturangaben sollten einheitlich, übersichtlich und nachvollziehbar sein. Sammelwerke selbst sollen nicht zitiert werden, sondern nur die darin enthaltenen Aufsätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Literaturverzeichnis im Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte =====&lt;br /&gt;
Der Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte unterscheidet zwischen sieben Literaturtypen. Im Folgenden wird schematisch und anhand von Beispielen dargestellt, wie die einzelnen Typen jeweils zitiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Monographie ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusätze. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. X. Aufl. X Bände. Verlagsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X). Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Häntzschel, Hiltrud: Marieluise Fleißer. Eine Biographie. 1. Aufl. Frankfurt am Main 2007.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 10.10.2023. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Beitrag in einem Sammelwerk ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. In: Herausgebervorname Herausgebernachname (Hrsg.): Titel. Untertitel. Titelzusatz, Bd. X. X. Aufl. X Bände. Verlagsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X), S. X–X. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Die medizinischen Sammlungen der Universität Ingolstadt im 18. Jahrhundert. In: Katharina Weigand und Claudius Stein (Hrsg.): Die Sammlungen der Ludwig-Maximilians-Universität München gestern und heute. Eine vergleichende Bestandsaufnahme 1573–2016. München 2019 (Beiträge zur Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München, Bd. 10), S. 143–165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Zeitschriftenaufsatz ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. In: Zeitschrift, Jg. X, H. X (Jahr), S. X–X. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schönewald, Beatrix: Von Isabeau bis zur Fleißerin. Aspekte der Geschichte der Frauen in Ingolstadt. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 110 (2001), S. 293–318. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://mdz-nbn-resolving.de/details:bsb00069307&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 26.10.2023. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Zeitungsartikel ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname: Titel. Untertitel. In: Zeitung (XX.XX.XXXX), S. X–X. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kostka, Stanislaus: Ingolstadt und Umgebung. In: Ingolstädter Zeitung (13.11.1878).&lt;br /&gt;
* Nachrichten aus Ingolstadt und Umgebung. In: Neue Ingolstädter Zeitung (25.02.1873), S. 183. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10937459_00187_u001/1&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 02.02.2023. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Hochschulschrift ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname: Titel. Untertitel. Art der Schrift, Hochschule Hochschulort, Institut Erscheinungsjahr. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Benini, Marco: Die Feier des Osterfestkreises im Ingolstädter Pfarrbuch des Johannes Eck. Dissertation, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt 2014.&lt;br /&gt;
* Hambeck, Petra: Die Mühlen an der Schutter – Erkundungen an einem Flüßchen zwischen Altmühl und Donau. Zulassungsarbeit für die erste Lehramtsprüfung an Hauptschulen im Fachbereich Volkskunde, Katholische Universität Eichstätt 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Graue Literatur ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. Hrsg. v. Herausgebervorname Herausgebernachname. Institution. X. Aufl. Erscheinungsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X). Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Krieger- und Soldatenverein Ingolstadt-Zuchering e.V.: Festschrift zum 120-jährigen Gründungsfest. 1994.&lt;br /&gt;
* Schober, Walter (Hrsg.): 20 Jahre Technische Hochschule Ingolstadt 1994-2014. Ingolstadt 2014. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://langzeitarchivierung.bib-bvb.de:443/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE10925172&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 23.10.2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Internetdokument ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. Hrsg. v. Herausgebervorname Herausgebernachname und Zweitherausgebervorname Zweitherausgebernachname. Institution. Erscheinungsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X). Online verfügbar unter URL (Version vom XX.XX.20XX), zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Zarnkow, Martin; Meußdoerffer, Franz: Bier. 2022 (Historisches Lexikon Bayerns). Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bier&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (Version vom 10.10.2022), zuletzt geprüft am 02.02.2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erstellen der Fußnoten und des Literaturverzeichnisses über Citavi (optional) ====&lt;br /&gt;
Wenn Sie mit Citavi arbeiten, stellen wir Ihnen gerne den Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte zur Verfügung. Da wir sämtliche in den Lexikonartikeln zitierte Literatur in unser internes Citavi-Projekt einpflegen, sollten Sie uns Ihre Citavi-Daten bitte zur Verfügung stellen. Bitte halten Sie dazu Rücksprache mit uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Literaturangaben richtig erzeugt werden, bitten wir Sie, die folgenden Hinweise bei der Arbeit mit Citavi zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dürfen nur die folgenden Dokumenttypen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Buch (Monographie)&lt;br /&gt;
* Buch (Sammelwerk) (auch für Tagungsbände, wird selbst nicht zitiert)&lt;br /&gt;
* Beitrag in einem Sammelwerk&lt;br /&gt;
* Zeitschriftenaufsatz&lt;br /&gt;
* Zeitungsartikel&lt;br /&gt;
* Hochschulschrift (die nicht in einem Verlag erschienen ist)&lt;br /&gt;
* Graue Literatur&lt;br /&gt;
* Internetdokument (für Publikationen, die ausschließlich oder originär online erschienen sind)&lt;br /&gt;
* Archivgut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlende Verfasser-, Jahres- und Ortsangaben werden nicht durch Abkürzungen wie „o. A.“, „o. D.“ oder „o. O.“ angezeigt, die entsprechenden Felder bleiben leer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Digitalisat vorliegt oder ein Internetdokument zitiert wird, sind die Felder &#039;&#039;Online-Adresse&#039;&#039; und &#039;&#039;Zuletzt geprüft am&#039;&#039; zu belegen, ggf. auch das Feld &#039;&#039;Letzte Aktualisierung&#039;&#039;. Es sollen, soweit vorhanden, Permalinks genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit „u. a.“ bei mehreren Personen, Institutionen und Orten richtig angegeben wird, sind einzutragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei mehreren Autoren, Herausgebern sowie Mitarbeitern die ersten fünf Personen,&lt;br /&gt;
* bei mehreren Institutionen die ersten vier,&lt;br /&gt;
* bei mehreren Erscheinungs- und Verlagsorten die ersten drei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einreichen von Bildern (optional) ===&lt;br /&gt;
Gerne können Sie auch passende Bilder zu Ihrem Artikel einreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig dabei ist, dass ausreichende Nutzungsrechte für die Bilder vorliegen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie selbst das Bild gemacht haben; es sich um ein historisches, bereits gemeinfreies Bild handelt, der Urheber also mindestens 70 Jahre verstorben ist; oder das Bild mit einer entsprechenden Creative-Commons-Lizenz versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Nutzungsrechten müssen auch Persönlichkeitsrechte beachtet werden: Abgebildete, noch lebende Personen müssen ihr Einverständnis zur Bildveröffentlichung geben; bei bereits verstorbenen Personen ist bis zum Ablauf von zehn Jahren nach dem Tod das Einverständnis der Angehörigen nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte nennen Sie uns immer die Bildherkunft. Die Bilder sollen von guter Qualität sowie mindestens 500 KB und maximal 3 MB groß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie keine passenden Bilder haben, greifen wir nach Möglichkeit auf Bilder aus unserem Fotoarchiv oder unserer graphischen Sammlung zurück.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Autorenleitfaden&amp;diff=1836</id>
		<title>Autorenleitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Autorenleitfaden&amp;diff=1836"/>
		<updated>2024-06-04T07:22:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Musterbeispiel eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einreichung Ihrer Idee ===&lt;br /&gt;
Wir freuen uns, wenn Sie einen Artikel für das Stadtgeschichtslexikon beisteuern wollen. Bevor Sie an die Arbeit gehen, nehmen Sie bitte immer Kontakt mit uns auf und mailen uns Ihre Idee für einen neuen Artikel an [mailto:kontakt@stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de kontakt@stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de]. Wir prüfen Ihren Vorschlag zeitnah und geben Ihnen eine Rückmeldung, ob Ihr geplanter Artikel für das Lexikon infrage kommt. Bitte beachten Sie, dass keine Vergütung bezahlt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassen des Artikels ===&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass Sie beim Schreiben die untengenannten inhaltlichen und formellen Anforderungen beachten. Nur dann kann der Artikel in das Lexikon aufgenommen werden. Wenn Sie während des Schreibprozesses Fragen haben oder Hilfe bei der Recherche brauchen, wenden Sie sich gerne an uns und wir werden versuchen, Sie bestmöglich zu unterstützen. Der [[Peter Apian|Artikel zu Peter Apian]] kann als Musterbeispiele dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einreichung des Artikels und der Formulare ===&lt;br /&gt;
Bitte reichen Sie Ihren fertig verfassten Artikel im Word-Format bei uns ein, optional auch passende Bilder und Citavi-Daten (siehe die entsprechenden Abschnitte unten). Zur Übertragung der Nutzungsrechte an Ihrem Text erhalten Sie ein Formular von uns. Bei minderjährigen Autorinnen und Autoren wird das Einverständnis der gesetzlichen Vertretung zur Textveröffentlichung unter Nennung des Namens des bzw. der Minderjährigen benötigt, auch dazu gibt es ein Formular.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prüfung und Veröffentlichung ===&lt;br /&gt;
Anschließend prüfen wir Ihren Artikel inhaltlich und formell. Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, veröffentlichen wir ihn im Stadtgeschichtslexikon. Selbstverständlich werden Sie als Autor oder Autorin genannt. Zu möglicherweise erforderlichen Nachbesserungen oder Anpassungen halten wir Rücksprache mit Ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltliche Anforderungen ==&lt;br /&gt;
Der Artikel soll gut verständlich verfasst und übersichtlich gegliedert sein. Der Umfang richtet sich nach dem behandelten Thema. Das Thema soll in seiner Ganzheit dargestellt werden. Wesentliche Aspekte, vor allem solche, die für die Geschichte Ingolstadts relevant sind, dürfen nicht weggelassen werden. Der Text muss objektiv und wertfrei verfasst sein, es darf keine Stellung bezogen werden oder eine einseitige Darstellung erfolgen. Die gängigen Standards des wissenschaftlichen Arbeitens müssen beachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text muss von Ihnen selbst verfasst werden, Texte anderer Autoren dürfen nicht ohne Kenntlichmachung übernommen werden, auch nicht in geringem Umfang. Sie dürfen nur auf seriöse Literatur zurückgreifen, nicht auf Wikipedia-Artikel. Ihre Literaturauswertung soll möglichst breit sein, das heißt, dass Sie sich nicht nur einer, sondern mehrerer Literaturquellen bedienen sollen. Der Text soll den aktuellen Forschungsstand wiedergeben, bitte achten Sie deshalb auf die Aktualität der verwendeten Literatur.&lt;br /&gt;
== Formelle Anforderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
Der Artikel soll mit einer kurzen Einleitung beginnen, die in das Thema einführt und die wichtigsten Fakten liefert. Vor der Einleitung steht keine Überschrift. Nach der Einleitung folgt der erste Textabschnitt mit Überschrift. Der gesamte Text soll sinnvoll in mehrere Abschnitte gegliedert werden. Für jeden Abschnitt ist eine passende und möglichst kurze Überschrift zu wählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formalia ===&lt;br /&gt;
Der Artikel muss nach den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung verfasst werden. Auf Abkürzungen soll möglichst verzichtet werden. Bei Datumsangaben muss der Monat ausgeschrieben werden. Bei Biografien sollen bei der Erstnennung der Person im Einleitungstext in Klammern die Lebensdaten genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Isabeau de Bavière (* evtl. 1370 als Elisabeth von Bayern, † 30. September 1435 in Paris) war die einzige Königin Frankreichs aus dem Hause Wittelsbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitate, Literatur- und Quellenangaben ===&lt;br /&gt;
Der Text muss mit Quellen- und Literaturangaben belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fußnoten ====&lt;br /&gt;
Vor allem zu Sinnabschnitten und zu spezifischen Informationen innerhalb der Abschnitte (zum Beispiel Zahlen- und Faktenangaben) müssen Fußnoten eingefügt werden. In den Fußnoten wird mit Kurzbelegen auf die (indirekt) zitierte Literatur und die verwendeten Quellen verwiesen.&lt;br /&gt;
Nach dem Nachnamen des Autors folgt in Klammern das Erscheinungsjahr. Es werden bis zu vier Autoren angegeben, diese werden durch Semikola getrennt. Bei fünf und mehr Autoren werden nur die ersten drei genannt und „u. a.“ angefügt. Die Seitenangabe wird nach einem Komma genannt und mit „S.“ angezeigt. Sie kann weggelassen werden, wenn die Quelle nicht paginiert ist oder maximal eine Seite umfasst (zum Beispiel bei Zeitungsartikeln). Die Fußnote endet stets mit einem Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Hofmann (2001), S. 17-19.&lt;br /&gt;
* Franzkowiak; Wenzel (2018), S. 70.&lt;br /&gt;
* Schönewald; Nicklaus; Riedel u. a. (2023), S. 123.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle der Autorennamen können Körperschaften angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Krieger- und Soldatenverein Ingolstadt-Zuchering e.V. (1994), S. 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keinen Autor und auch keine herausgebende Körperschaft gibt, wird der Titel der Publikation angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nachrichten aus Ingolstadt und Umgebung (1873).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn zweimal hintereinander die gleiche Literatur zitiert wird, steht vor der Seitenangabe nur „Ebd.“. Die Seitenangabe kann weggelassen werden, wenn sich die Fußnote nicht nur auf dieselbe Quelle, sondern auch auf dieselbe Seite bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ebd., S. 33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Archivgut zitiert wird, folgt nach der Nennung des Archivs ein Komma und danach die Signatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Ingolstadt, A XIV 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Museumsgut genannt wird, folgt nach der Nennung des Museums ein Komma und danach die Inventarnummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Stadtmuseum Ingolstadt, A7456/312.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wörtliche Zitate ====&lt;br /&gt;
Vor und nach wörtlichen Zitaten wird jeweils eine Leerzeile eingefügt. Die Zitate werden in Anführungszeichen gesetzt und kursiv formatiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auf eine genaue Übertragung, auch der Zeichensetzung (zum Beispiel Virgel, Ligaturen wie æ etc.), zu achten. Der Text darf nicht geändert, korrigiert oder beispielsweise an die heutige Rechtschreibung angepasst werden. Auslassungen werden durch in eckigen Klammern stehende Auslassungspunkte angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quelle ist formlos im Fließtext zu nennen und passend (i. d. R. kursiv) zu formatieren. Zusätzlich wird wie bei indirekten Zitaten eine Fußnote mit dem Kurzbeleg erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aventinus schreibt in seiner &#039;&#039;Chronica&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Herzog Ludwig hat offentlich für seinen Räthen gesagt/ich habs darfür geacht/ich wolle mir ein hohe Schul zu Ingelstatt stifften und zurichten/ allda ich mir weiß/ gelehrt Leut […] auffziehen möcht.“&#039;&#039; [Fußnote (Kurzbeleg)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wörtliche Zitate direkt in den Fließtext eingefügt werden, entfallen die Leerzeilen davor und danach. Das Zitat ist ggf. so anzupassen, dass es sich grammatikalisch korrekt in den restlichen Satz einfügt. Eingefügte Wörter und Buchstaben müssen dann eckig geklammert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ca. 1801 anonym veröffentlichten &#039;&#039;Gedanken eines Landshuters über das Projekt der Zurückversetzung der Universität Baierns nach Ingolstadt&#039;&#039; wird die Frage aufgeworfen, ob die &#039;&#039;„baierischen Gelehrten und Staatsmänner nicht gröſstentheils in Ingolstadt gebildet worden“&#039;&#039; [Fußnote (Kurzbeleg)] seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremdsprachige Zitate sollen i. d. R. in der Originalsprache und zusätzlich möglichst als Übersetzung angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Quellen- und Literaturverzeichnis ====&lt;br /&gt;
Nach dem letzten Textabschnitt erfolgt, soweit Quellen zitiert werden, ein Quellenverzeichnis. Der letzte Abschnitt ist stets das Literaturverzeichnis. In beiden Verzeichnissen müssen die in den Fußnoten angegebenen Quellen und Literaturtitel in Form von Vollbelegen aufgelistet werden. Für das Stadtgeschichtslexikon wird der Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte verwendet, der über das Literaturverwaltungsprogramm Citavi gesteuert wird. Wenn Sie mit Citavi arbeiten, beachten Sie bitte den Abschnitt unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie nicht mit Citavi arbeiten, ist es wichtig, dass Ihre Literaturbelege vollständig und korrekt die folgenden Angaben enthalten (soweit vorhanden):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* alle Autoren, bei mehreren mindestens die ersten fünf&lt;br /&gt;
* alle Herausgeber, bei mehreren mindestens die ersten fünf&lt;br /&gt;
* alle an der Publikation beteiligten Mitarbeiter, bei mehreren mindestens die ersten fünf&lt;br /&gt;
* alle an der Publikation beteiligten Institutionen, bei mehreren mindestens die ersten vier&lt;br /&gt;
* Titel mit Untertitel und Titelzusätzen&lt;br /&gt;
* Erscheinungsjahr&lt;br /&gt;
* alle Erscheinungsorte, bei mehreren mindestens die ersten drei&lt;br /&gt;
* Anzahl der Bände&lt;br /&gt;
* Auflage&lt;br /&gt;
* Reihentitel mit Bandnummer&lt;br /&gt;
* Online-Adresse mit Datum der letzten Aktualisierung und Datum des letzten Zugriffs&lt;br /&gt;
* ISBN (für die Recherche nach den bibliografischen Angaben, erscheint später nicht mehr im Literaturverzeichnis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den nachfolgend genannten Literaturgattungen müssen zusätzlich folgende Angaben gemacht werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei Ausstellungskatalogen: Ausstellungsvermerk mit Museum und Ausstellungszeitraum&lt;br /&gt;
* bei Aufsätzen aus Sammelwerken/Ausstellungskatalogen: alle Angaben zum Sammelwerk/Ausstellungskatalog aus der Liste oben, außerdem Bandnummer und Seitenangabe&lt;br /&gt;
* bei Zeitschriftenaufsätzen: Titel der Zeitschrift mit Jahrgang, Jahr, Heftnummer und Seitenangabe&lt;br /&gt;
* bei Zeitungsartikeln: Titel der Zeitung mit Datum und Seitenangabe&lt;br /&gt;
* bei Hochschulschriften: Art der Schrift (zum Beispiel Dissertation) und Hochschule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literaturangaben sollten einheitlich, übersichtlich und nachvollziehbar sein. Sammelwerke selbst sollen nicht zitiert werden, sondern nur die darin enthaltenen Aufsätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Literaturverzeichnis im Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte =====&lt;br /&gt;
Der Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte unterscheidet zwischen sieben Literaturtypen. Im Folgenden wird schematisch und anhand von Beispielen dargestellt, wie die einzelnen Typen jeweils zitiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Monographie ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusätze. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. X. Aufl. X Bände. Verlagsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X). Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Häntzschel, Hiltrud: Marieluise Fleißer. Eine Biographie. 1. Aufl. Frankfurt am Main 2007.&lt;br /&gt;
* Schötz, Franz Josef: Zur Geschichte der Botanik an der Universität Ingolstadt 1472-1800, der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Botanik als Teil der Medizin. München 2005 (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse. Abhandlungen, Neue Folge, Bd. 173). Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://publikationen.badw.de/de/021640071/pdf/CC%20BY&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 10.10.2023. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Beitrag in einem Sammelwerk ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. In: Herausgebervorname Herausgebernachname (Hrsg.): Titel. Untertitel. Titelzusatz, Bd. X. X. Aufl. X Bände. Verlagsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X), S. X–X. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Habrich, Christa: Das Museum. Entstehung, Geschichte und Wachstum. In: Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt. 2. Aufl. Braunschweig 1995, S. 22–29.&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Die medizinischen Sammlungen der Universität Ingolstadt im 18. Jahrhundert. In: Katharina Weigand und Claudius Stein (Hrsg.): Die Sammlungen der Ludwig-Maximilians-Universität München gestern und heute. Eine vergleichende Bestandsaufnahme 1573–2016. München 2019 (Beiträge zur Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München, Bd. 10), S. 143–165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Zeitschriftenaufsatz ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. In: Zeitschrift, Jg. X, H. X (Jahr), S. X–X. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ruisinger, Marion Maria: Das Deutsche Medizinhistorische Museum. 2.500 Jahre Medizingeschichte in der „Alten Anatomie“. In: Bayerisches Ärzteblatt, H. 10 (2009), S. 502–503. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2009/10/einzelpdf/BAB_1009_502_503.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schönewald, Beatrix: Von Isabeau bis zur Fleißerin. Aspekte der Geschichte der Frauen in Ingolstadt. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 110 (2001), S. 293–318. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://mdz-nbn-resolving.de/details:bsb00069307&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 26.10.2023. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Zeitungsartikel ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname: Titel. Untertitel. In: Zeitung (XX.XX.XXXX), S. X–X. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kostka, Stanislaus: Ingolstadt und Umgebung. In: Ingolstädter Zeitung (13.11.1878).&lt;br /&gt;
* Nachrichten aus Ingolstadt und Umgebung. In: Neue Ingolstädter Zeitung (25.02.1873), S. 183. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10937459_00187_u001/1&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 02.02.2023. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Hochschulschrift ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname: Titel. Untertitel. Art der Schrift, Hochschule Hochschulort, Institut Erscheinungsjahr. Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Benini, Marco: Die Feier des Osterfestkreises im Ingolstädter Pfarrbuch des Johannes Eck. Dissertation, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt 2014.&lt;br /&gt;
* Hambeck, Petra: Die Mühlen an der Schutter – Erkundungen an einem Flüßchen zwischen Altmühl und Donau. Zulassungsarbeit für die erste Lehramtsprüfung an Hauptschulen im Fachbereich Volkskunde, Katholische Universität Eichstätt 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Graue Literatur ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. Hrsg. v. Herausgebervorname Herausgebernachname. Institution. X. Aufl. Erscheinungsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X). Online verfügbar unter URL, zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Krieger- und Soldatenverein Ingolstadt-Zuchering e.V.: Festschrift zum 120-jährigen Gründungsfest. 1994.&lt;br /&gt;
* Schober, Walter (Hrsg.): 20 Jahre Technische Hochschule Ingolstadt 1994-2014. Ingolstadt 2014. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://langzeitarchivierung.bib-bvb.de:443/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE10925172&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 23.10.2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Internetdokument ======&lt;br /&gt;
Autorennachname, Autorenvorname; Zweitautorennachname, Zweitautorenvorname: Titel. Untertitel. Titelzusatz. Unter Mitarbeit von Mitarbeitervorname Mitarbeiternachname. Hrsg. v. Herausgebervorname Herausgebernachname und Zweitherausgebervorname Zweitherausgebernachname. Institution. Erscheinungsort Erscheinungsjahr (Reihe, Bd. X). Online verfügbar unter URL (Version vom XX.XX.20XX), zuletzt geprüft am XX.XX.20XX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutsches Medizinhistorisches Museum: Dauerausstellung in der Alten Anatomie. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.dmm-ingolstadt.de/museum/dauerausstellung.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 10.10.2023.&lt;br /&gt;
* Zarnkow, Martin; Meußdoerffer, Franz: Bier. 2022 (Historisches Lexikon Bayerns). Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bier&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (Version vom 10.10.2022), zuletzt geprüft am 02.02.2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erstellen der Fußnoten und des Literaturverzeichnisses über Citavi (optional) ====&lt;br /&gt;
Wenn Sie mit Citavi arbeiten, stellen wir Ihnen gerne den Zitierstil des Zentrums Stadtgeschichte zur Verfügung. Da wir sämtliche in den Lexikonartikeln zitierte Literatur in unser internes Citavi-Projekt einpflegen, sollten Sie uns Ihre Citavi-Daten bitte zur Verfügung stellen. Bitte halten Sie dazu Rücksprache mit uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Literaturangaben richtig erzeugt werden, bitten wir Sie, die folgenden Hinweise bei der Arbeit mit Citavi zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dürfen nur die folgenden Dokumenttypen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Buch (Monographie)&lt;br /&gt;
* Buch (Sammelwerk) (auch für Tagungsbände, wird selbst nicht zitiert)&lt;br /&gt;
* Beitrag in einem Sammelwerk&lt;br /&gt;
* Zeitschriftenaufsatz&lt;br /&gt;
* Zeitungsartikel&lt;br /&gt;
* Hochschulschrift (die nicht in einem Verlag erschienen ist)&lt;br /&gt;
* Graue Literatur&lt;br /&gt;
* Internetdokument (für Publikationen, die ausschließlich oder originär online erschienen sind)&lt;br /&gt;
* Archivgut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlende Verfasser-, Jahres- und Ortsangaben werden nicht durch Abkürzungen wie „o. A.“, „o. D.“ oder „o. O.“ angezeigt, die entsprechenden Felder bleiben leer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Digitalisat vorliegt oder ein Internetdokument zitiert wird, sind die Felder &#039;&#039;Online-Adresse&#039;&#039; und &#039;&#039;Zuletzt geprüft am&#039;&#039; zu belegen, ggf. auch das Feld &#039;&#039;Letzte Aktualisierung&#039;&#039;. Es sollen, soweit vorhanden, Permalinks genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit „u. a.“ bei mehreren Personen, Institutionen und Orten richtig angegeben wird, sind einzutragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei mehreren Autoren, Herausgebern sowie Mitarbeitern die ersten fünf Personen,&lt;br /&gt;
* bei mehreren Institutionen die ersten vier,&lt;br /&gt;
* bei mehreren Erscheinungs- und Verlagsorten die ersten drei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einreichen von Bildern (optional) ===&lt;br /&gt;
Gerne können Sie auch passende Bilder zu Ihrem Artikel einreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig dabei ist, dass ausreichende Nutzungsrechte für die Bilder vorliegen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie selbst das Bild gemacht haben; es sich um ein historisches, bereits gemeinfreies Bild handelt, der Urheber also mindestens 70 Jahre verstorben ist; oder das Bild mit einer entsprechenden Creative-Commons-Lizenz versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Nutzungsrechten müssen auch Persönlichkeitsrechte beachtet werden: Abgebildete, noch lebende Personen müssen ihr Einverständnis zur Bildveröffentlichung geben; bei bereits verstorbenen Personen ist bis zum Ablauf von zehn Jahren nach dem Tod das Einverständnis der Angehörigen nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte nennen Sie uns immer die Bildherkunft. Die Bilder sollen von guter Qualität sowie mindestens 500 KB und maximal 3 MB groß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie keine passenden Bilder haben, greifen wir nach Möglichkeit auf Bilder aus unserem Fotoarchiv oder unserer graphischen Sammlung zurück.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Neu:Justitia_auf_dem_Alten_Rathaus&amp;diff=1835</id>
		<title>Neu:Justitia auf dem Alten Rathaus</title>
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		<updated>2024-06-03T15:36:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Justitia auf dem Alten Rathaus |Autor=Maximilian Wöhrl |Datum=2024-05-31 |Text=Original der Justitia vom Alten Rathaus, 2024  Der Münchener Bildhauer und Architekt Lorenz Gedon (* 24. November 1843 in München, † 27. Dezember 1883 in München) fertigte 1883 für den Volutengiebel des Alten Rathauses eine Justitia-Figur aus Zink. Das stark…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Justitia auf dem Alten Rathaus&lt;br /&gt;
|Autor=Maximilian Wöhrl&lt;br /&gt;
|Datum=2024-05-31&lt;br /&gt;
|Text=[[Datei:JustitiaOriginalfigur ZentrumStadtgeschichteIngolstadt UlliRoessle.jpg|links|300px|Original der Justitia vom Alten Rathaus, 2024]]&lt;br /&gt;
Der Münchener Bildhauer und Architekt Lorenz Gedon (* 24. November 1843 in München, † 27. Dezember 1883 in München) fertigte 1883 für den Volutengiebel des Alten Rathauses eine Justitia-Figur aus Zink. Das stark beschädigte Original wurde in den 1980er Jahren durch eine bronzene Replik ersetzt und befindet sich heute im Stadtmuseum Ingolstadt.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Justitia_auf_dem_Alten_Rathaus&amp;diff=1834</id>
		<title>Justitia auf dem Alten Rathaus</title>
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		<updated>2024-06-03T15:32:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Einleitung umformuliert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Münchener Bildhauer und Architekt Lorenz Gedon (* 24. November 1843 in München, † 27. Dezember 1883 in München) fertigte 1883 für den Volutengiebel des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]] eine Justitia-Figur aus Zink. Das stark beschädigte Original wurde in den 1980er Jahren durch eine bronzene Replik ersetzt und befindet sich heute im Stadtmuseum Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der Münchener Architekt Gabriel von Seidel (1848-1913) übernahm von 1882 bis 1884 die Aufgabe, das Alte Rathaus umzugestalten und um einen Anbau zu ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Seidel gelang es, einen Baustil zu verwirklichen, der sich am Architekturstil des 16. Jahrhunderts orientierte und sich dabei dennoch gut in den Stil des alten Stadtkerns einfügte. Um die Funktion des Alten Rathauses weiterhin gut sichtbar zu machen, wurden die typischen Attribute eines Rathauses – Uhr, [[Stadtwappen]], Fenster mit Blick auf den Ratssaal etc. – beibehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Justitia sollte ihren Platz auf dem Giebel finden, der dem Rathausplatz zugewandt ist, womit sie über der Uhr, dem Wappen sowie dem Fenster zum Ratssaal positioniert war. Der Vertrag zwischen von Seidel und dem Stadtmagistrat vom 17. Januar 1882 gibt Aufschluss darüber, dass von Seidel für alle Aspekte des Baus – wie zum Beispiel künstlerische Gestaltung, Bauleitung und -überwachung sowie die Finanzen – verantwortlich war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb stand von Seidel auch die Auswahl der Künstler für sein Vorhaben frei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schöpfer der Justitia wählte er den populären Münchener Künstler, Architekten und Bildhauer Lorenz Gedon, der sich zu dieser Zeit aufgrund anderer Projekte bereits einen Namen gemacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Holland (1904).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sollte die Justitia, etwaige Wappen und ein Relief für das Haupttor fertigen. Die Stadt machte Gedon keine thematischen Vorgaben, als es um die Gestaltung der – im Vertrag lediglich Giebelfigur genannten – Justitia ging. Die Besoldung für Gedons Arbeit belief sich auf 9.000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lorenz Gedon selbst erlebte die Eröffnung des neugestalteten Rathauses nicht mehr, zeitgenössische Kommentare aus Ingolstadt zu Künstler und seinem Beitrag zum Aussehen des Rathauses sind nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von Witterungsschäden musste die originale Justitia aus Zink schließlich durch eine Replik aus Bronze ersetzt werden, da alle Versuche, das Original zu restaurieren und an seinem ursprünglichen Platz anzubringen, scheiterten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:JustitiaOriginalfigur ZentrumStadtgeschichteIngolstadt UlliRoessle.jpg|alt=|mini|Original der Justitia vom Alten Rathaus, 2024 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtmuseum, Foto von Ulli Rössle).|480x480px]]&lt;br /&gt;
== Material und Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die Figur selbst und das Schwert, das sie in der linken Hand hält, sind in einem Stück aus Zink gegossen, während der Bügel der Waage aus Messing und die Waagschalen aus Kupfer bestehen. Durch eine einheitliche Vergoldung wirkte die Figur wie aus einem Guss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 310.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reste dieses Edelmetallüberzuges finden sich noch in manchen Ritzen der Originalstatue, auch wenn das Gold schon vor langer Zeit aufgrund von Witterungseinflüssen abgeblättert ist. Eine Postkarte aus dem Jahre 1913 zeigt die Justitia bereits ohne die ursprüngliche Vergoldung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem befinden sich noch Reste eines Materials an der Figur, welches auf eine nachträgliche Grundierung samt neuer Deckschicht schließen lässt. Auch Ausbesserungen aus Kunstharz lassen sich an der Originalfigur finden, die vermutlich aufgrund der Anfertigung des Abgusses für die Replik vorgenommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gefertigt wurde sie in der renommierten Königlichen Erzgießerei von Ferdinand von Miller in München&amp;lt;ref&amp;gt;Alles, was Recht ist (2011). &amp;lt;/ref&amp;gt; und ist eine der kunstvollsten Zinkgussfiguren im süddeutschen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Bei der Justitia, die auf dem Alten Rathaus steht, handelt es sich um eine 124 cm große, aus 16 Gussteilen bestehende Hohlfigur. Sie hat ihre Arme ausgebreitet, in den Händen hält sie die für Justitia-Darstellungen typischen Insignien: ein Richtung Boden zeigendes Schwert in der linken und eine Waagschale in der rechten Hand. Sie wirkt dabei, als würde sie gerade schreiten. Sie trägt ein knielanges Gewand, das mit dekorativen Riemen versehen ist und nur von einer um den Hals gelegten Schnur gehalten wird. Die eng anliegende Gewandung betont den Körper der Justitia und lässt Teile des darunterliegenden Körpers erkennen. Die Fußbekleidung besteht aus Riemchen und zeigt keine Besohlung. Ursprünglich besaß die Figur eine einheitliche Oberfläche aus Gold, sodass sie völlig anders gewirkt haben muss als heute. Da es kein vergleichbares Objekt gibt, scheint keine direkte Vorlage existiert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 315f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alles, was Recht ist. In: Donaukurier (11.07.2011). Online verfügbar unter https://www.donaukurier.de/archiv/alles-was-recht-ist-5072554, zuletzt geprüft am 01.07.2023.&lt;br /&gt;
* Holland, Hyacinth: Gedon, Lorenz. 1904 (Allgemeine Deutsche Biographie, 49). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118900765.html#adbcontent, zuletzt geprüft am 04.07.2023.&lt;br /&gt;
* Weyer, Angela: Die Justitia vom Giebel des Ingolstädter Rathauses. Bemerkungen zu einer Zinkgußfigur von Lorenz Gedon. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 107 (1998), S. 309–326. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00045624?page=307, zuletzt geprüft am 01.07.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor (Nachname, Vorname)=Wöhrl, Maximilian|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesfestung und Industrialisierung (19. bis Anfang 20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Justitia_auf_dem_Alten_Rathaus&amp;diff=1833</id>
		<title>Justitia auf dem Alten Rathaus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Justitia_auf_dem_Alten_Rathaus&amp;diff=1833"/>
		<updated>2024-06-03T15:17:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweise angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Justitia von Lorenz Gedon befindet sich auf dem Volutengiebel des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]]. Beim Original handelte es sich um eine Zinkfigur aus dem Jahr 1883, die in den 1980er Jahren durch eine bronzene Replik ersetzt wurde. Das stark beschädigte Zinkoriginal befindet sich im Stadtmuseum Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der Münchener Architekt Gabriel von Seidel (1848-1913) übernahm von 1882 bis 1884 die Aufgabe, das Alte Rathaus umzugestalten und um einen Anbau zu ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Seidel gelang es, einen Baustil zu verwirklichen, der sich am Architekturstil des 16. Jahrhunderts orientierte und sich dabei dennoch gut in den Stil des alten Stadtkerns einfügte. Um die Funktion des Alten Rathauses weiterhin gut sichtbar zu machen, wurden die typischen Attribute eines Rathauses – Uhr, [[Stadtwappen]], Fenster mit Blick auf den Ratssaal etc. – beibehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Justitia sollte ihren Platz auf dem Giebel finden, der dem Rathausplatz zugewandt ist, womit sie über der Uhr, dem Wappen sowie dem Fenster zum Ratssaal positioniert war. Der Vertrag zwischen von Seidel und dem Stadtmagistrat vom 17. Januar 1882 gibt Aufschluss darüber, dass von Seidel für alle Aspekte des Baus – wie zum Beispiel künstlerische Gestaltung, Bauleitung und -überwachung sowie die Finanzen – verantwortlich war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb stand von Seidel auch die Auswahl der Künstler für sein Vorhaben frei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schöpfer der Justitia wählte er den populären Münchener Künstler, Architekten und Bildhauer Lorenz Gedon (1843-1883), der sich zu dieser Zeit aufgrund anderer Projekte bereits einen Namen gemacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Holland (1904).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sollte die Justitia, etwaige Wappen und ein Relief für das Haupttor fertigen. Die Stadt machte Gedon keine thematischen Vorgaben, als es um die Gestaltung der – im Vertrag lediglich Giebelfigur genannten – Justitia ging. Die Besoldung für Gedons Arbeit belief sich auf 9.000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lorenz Gedon selbst erlebte die Eröffnung des neugestalteten Rathauses nicht mehr, zeitgenössische Kommentare aus Ingolstadt zu Künstler und seinem Beitrag zum Aussehen des Rathauses sind nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von Witterungsschäden musste die originale Justitia aus Zink schließlich durch eine Replik aus Bronze ersetzt werden, da alle Versuche, das Original zu restaurieren und an seinem ursprünglichen Platz anzubringen, scheiterten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:JustitiaOriginalfigur ZentrumStadtgeschichteIngolstadt UlliRoessle.jpg|alt=|mini|Original der Justitia vom Alten Rathaus, 2024 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtmuseum, Foto von Ulli Rössle).|480x480px]]&lt;br /&gt;
== Material und Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die Figur selbst und das Schwert, das sie in der linken Hand hält, sind in einem Stück aus Zink gegossen, während der Bügel der Waage aus Messing und die Waagschalen aus Kupfer bestehen. Durch eine einheitliche Vergoldung wirkte die Figur wie aus einem Guss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 310.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reste dieses Edelmetallüberzuges finden sich noch in manchen Ritzen der Originalstatue, auch wenn das Gold schon vor langer Zeit aufgrund von Witterungseinflüssen abgeblättert ist. Eine Postkarte aus dem Jahre 1913 zeigt die Justitia bereits ohne die ursprüngliche Vergoldung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem befinden sich noch Reste eines Materials an der Figur, welches auf eine nachträgliche Grundierung samt neuer Deckschicht schließen lässt. Auch Ausbesserungen aus Kunstharz lassen sich an der Originalfigur finden, die vermutlich aufgrund der Anfertigung des Abgusses für die Replik vorgenommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gefertigt wurde sie in der renommierten Königlichen Erzgießerei von Ferdinand von Miller in München&amp;lt;ref&amp;gt;Alles, was Recht ist (2011). &amp;lt;/ref&amp;gt; und ist eine der kunstvollsten Zinkgussfiguren im süddeutschen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Bei der Justitia, die auf dem Alten Rathaus steht, handelt es sich um eine 124 cm große, aus 16 Gussteilen bestehende Hohlfigur. Sie hat ihre Arme ausgebreitet, in den Händen hält sie die für Justitia-Darstellungen typischen Insignien: ein Richtung Boden zeigendes Schwert in der linken und eine Waagschale in der rechten Hand. Sie wirkt dabei, als würde sie gerade schreiten. Sie trägt ein knielanges Gewand, das mit dekorativen Riemen versehen ist und nur von einer um den Hals gelegten Schnur gehalten wird. Die eng anliegende Gewandung betont den Körper der Justitia und lässt Teile des darunterliegenden Körpers erkennen. Die Fußbekleidung besteht aus Riemchen und zeigt keine Besohlung. Ursprünglich besaß die Figur eine einheitliche Oberfläche aus Gold, sodass sie völlig anders gewirkt haben muss als heute. Da es kein vergleichbares Objekt gibt, scheint keine direkte Vorlage existiert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 315f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alles, was Recht ist. In: Donaukurier (11.07.2011). Online verfügbar unter https://www.donaukurier.de/archiv/alles-was-recht-ist-5072554, zuletzt geprüft am 01.07.2023.&lt;br /&gt;
* Holland, Hyacinth: Gedon, Lorenz. 1904 (Allgemeine Deutsche Biographie, 49). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118900765.html#adbcontent, zuletzt geprüft am 04.07.2023.&lt;br /&gt;
* Weyer, Angela: Die Justitia vom Giebel des Ingolstädter Rathauses. Bemerkungen zu einer Zinkgußfigur von Lorenz Gedon. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 107 (1998), S. 309–326. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00045624?page=307, zuletzt geprüft am 01.07.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor (Nachname, Vorname)=Wöhrl, Maximilian|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesfestung und Industrialisierung (19. bis Anfang 20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Justitia_auf_dem_Alten_Rathaus&amp;diff=1832</id>
		<title>Justitia auf dem Alten Rathaus</title>
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		<updated>2024-06-03T15:00:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: kleinere Anpassungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Justitia von Lorenz Gedon befindet sich auf dem Volutengiebel des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]]. Beim Original handelte es sich um eine Zinkfigur aus dem Jahr 1883, die in den 1980er Jahren durch eine bronzene Replik ersetzt wurde. Das stark beschädigte Zinkoriginal befindet sich im Stadtmuseum Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der Münchener Architekt Gabriel von Seidel (1848-1913) übernahm von 1882 bis 1884 die Aufgabe, das Alte Rathaus umzugestalten und um einen Anbau zu ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Seidel gelang es, einen Baustil zu verwirklichen, der sich am Architekturstil des 16. Jahrhunderts orientierte und sich dabei dennoch gut in den Stil des alten Stadtkerns einfügte. Um die Funktion des Alten Rathauses weiterhin gut sichtbar zu machen, wurden die typischen Attribute eines Rathauses – Uhr, [[Stadtwappen]], Fenster mit Blick auf den Ratssaal etc. – beibehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Justitia sollte ihren Platz auf dem Giebel finden, der dem Rathausplatz zugewandt ist, womit sie über der Uhr, dem Wappen sowie dem Fenster zum Ratssaal positioniert war. Der Vertrag zwischen von Seidel und dem Stadtmagistrat vom 17. Januar 1882 gibt Aufschluss darüber, dass von Seidel für alle Aspekte des Baus – wie zum Beispiel künstlerische Gestaltung, Bauleitung und -überwachung sowie die Finanzen – verantwortlich war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb stand von Seidel auch die Auswahl der Künstler für sein Vorhaben frei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schöpfer der Justitia wählte er den populären Münchner Künstler, Architekten und Bildhauer Lorenz Gedon (1843-1883), der sich zu dieser Zeit aufgrund anderer Projekte bereits einen Namen gemacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Holland (1904), S. 258.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sollte die Justitia, etwaige Wappen und ein Relief für das Haupttor fertigen. Die Stadt machte Gedon keine thematischen Vorgaben, als es um die Gestaltung der – im Vertrag lediglich Giebelfigur genannten – Justitia ging. Die Besoldung für Gedons Arbeit belief sich auf 9.000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lorenz Gedon selbst erlebte die Eröffnung des neugestalteten Rathauses nicht mehr, zeitgenössische Kommentare aus Ingolstadt zu Künstler und seinem Beitrag zum Aussehen des Rathauses sind nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von Witterungsschäden musste die originale Justitia aus Zink schließlich durch eine Replik aus Bronze ersetzt werden, da alle Versuche, das Original zu restaurieren und an seinem ursprünglichen Platz anzubringen, scheiterten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:JustitiaOriginalfigur ZentrumStadtgeschichteIngolstadt UlliRoessle.jpg|alt=|mini|Original der Justitia vom Alten Rathaus, 2024 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtmuseum, Foto von Ulli Rössle).|480x480px]]&lt;br /&gt;
== Material und Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die Figur selbst und das Schwert, das sie in der linken Hand hält, sind in einem Stück aus Zink gegossen, während der Bügel der Waage aus Messing und die Waagschalen aus Kupfer bestehen. Durch eine einheitliche Vergoldung wirkte die Figur wie aus einem Guss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 310.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reste dieses Edelmetallüberzuges finden sich noch in manchen Ritzen der Originalstatue, auch wenn das Gold schon vor langer Zeit aufgrund von Witterungseinflüssen abgeblättert ist. Eine Postkarte aus dem Jahre 1913 zeigt die Justitia bereits ohne die ursprüngliche Vergoldung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem befinden sich noch Reste eines Materials an der Figur, welches auf eine nachträgliche Grundierung samt neuer Deckschicht schließen lässt. Auch Ausbesserungen aus Kunstharz lassen sich an der Originalfigur finden, die vermutlich aufgrund der Anfertigung des Abgusses für die Replik vorgenommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gefertigt wurde sie in der renommierten Königlichen Erzgießerei von Ferdinand von Miller in München&amp;lt;ref&amp;gt;Donaukurier (2011). &amp;lt;/ref&amp;gt; und ist eine der kunstvollsten Zinkgussfiguren im süddeutschen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Weyer (1998), S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Bei der Justitia, die auf dem Alten Rathaus steht, handelt es sich um eine 124 cm große, aus 16 Gussteilen bestehende Hohlfigur. Sie hat ihre Arme ausgebreitet, in den Händen hält sie die für Justitia-Darstellungen typischen Insignien: ein Richtung Boden zeigendes Schwert in der linken und eine Waagschale in der rechten Hand. Sie wirkt dabei, als würde sie gerade schreiten. Sie trägt ein knielanges Gewand, das mit dekorativen Riemen versehen ist und nur von einer um den Hals gelegten Schnur gehalten wird. Die eng anliegende Gewandung betont den Körper der Justitia und lässt Teile des darunterliegenden Körpers erkennen. Die Fußbekleidung besteht aus Riemchen und zeigt keine Besohlung. Ursprünglich besaß die Figur eine einheitliche Oberfläche aus Gold, sodass sie völlig anders gewirkt haben muss als heute. Da es kein vergleichbares Objekt gibt, scheint keine direkte Vorlage existiert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 315f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Holland, Hyacinth: Art. Gedon, Lorenz. In: Allgemeine Deutsche Biographie Bd. 49. Leipzig/Berlin 1904, S. 258-263. Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118900765.html#adbcontent, zuletzt geprüft am 04.07.2023.&lt;br /&gt;
* Weyer, Angela: Die Justitia vom Giebel des Ingolstädter Rathauses. Bemerkungen zu einer Zinkgußfigur von Lorenz Gedon. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt (1998). Ingolstadt 1998, S. 309–326.&lt;br /&gt;
* Alles, was Recht ist. Online verfügbar unter https://www.donaukurier.de/archiv/alles-was-recht-ist-5072554, zuletzt geprüft am 01.07.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor (Nachname, Vorname)=Wöhrl, Maximilian|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesfestung und Industrialisierung (19. bis Anfang 20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Neu:Weinhandel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Weinhandel in Ingolstadt&lt;br /&gt;
|Autor=Maximilian Wöhrl&lt;br /&gt;
|Datum=2024-06-01&lt;br /&gt;
|Text=Obwohl der Name Ingolstadt aufgrund des [[Reinheitsgebot|Landtages von 1516]] eng mit dem Bier verbunden ist, war der Handel mit Wein neben dem [[Salzhandel in Ingolstadt|Salzhandel]] lange Zeit eines der wichtigsten ökonomischen Standbeine der Stadt.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Neu:Weinhandel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Weinhandel |Autor=Maximilian Wöhrl |Datum=2024-06-01 |Text=Obwohl der Name Ingolstadt aufgrund des Landtages von 1516 eng mit dem Bier verbunden ist, war der Handel mit Wein neben dem Salzhandel lange Zeit eines der wichtigsten ökonomischen Standbeine der Stadt. }}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|Titel=Weinhandel&lt;br /&gt;
|Autor=Maximilian Wöhrl&lt;br /&gt;
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		<title>Neu:Neues Schloss</title>
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		<updated>2024-05-31T15:23:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Neues Schloss |Autor=Jasmin Kambach |Datum=2024-06-02 |Text=Blick auf das neue Schloss, 2021  Das Neue Schloss oder auch die Neue Veste liegt am Paradeplatz 4 im Südosten der Ingolstädter Altstadt. 1417/18 wurde der Bau einer neuen Residenz durch Herzog Ludwig VII. (auch Ludwig der Bärtige, *1368, † 1. Mai 1447 in Burghausen) von Bayern-Ingolstadt bego…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Neues Schloss&lt;br /&gt;
|Autor=Jasmin Kambach&lt;br /&gt;
|Datum=2024-06-02&lt;br /&gt;
|Text=[[Datei:NeuesSchloss2021 ZentrumStadtgeschichte UlliRoessle.jpg|links|300px|Blick auf das neue Schloss, 2021]]&lt;br /&gt;
Das Neue Schloss oder auch die Neue Veste liegt am Paradeplatz 4 im Südosten der Ingolstädter Altstadt. 1417/18 wurde der Bau einer neuen Residenz durch Herzog Ludwig VII. (auch Ludwig der Bärtige, *1368, † 1. Mai 1447 in Burghausen) von Bayern-Ingolstadt begonnen und konnte um 1500 fertiggestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss gilt als Vorreiter des neuzeitlichen Schlossbaus in Deutschland. Heute befindet sich dort das Bayerische Armeemuseum.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Neu:Peter_Apian&amp;diff=1827</id>
		<title>Neu:Peter Apian</title>
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		<updated>2024-05-31T15:20:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{NeuerArtikel |Titel=Peter Apian |Autor=Maximilian Wöhrl |Datum=2024-06-03 |Text=Peter Apian, um 1700  Peter Apian (eigentlich Peter Bienewitz oder Bennewitz, * 16. April 1495 in Leisnig, Sachsen, † 21. April 1552 in Ingolstadt) war ein deutscher Mathematiker, Geograf, Kartograf und Astronom. Das Apian-Gymnasium sowie die Apianstraße im…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Peter Apian&lt;br /&gt;
|Autor=Maximilian Wöhrl&lt;br /&gt;
|Datum=2024-06-03&lt;br /&gt;
|Text=[[Datei:PeterApian um1700 GraphSmlgIII-91 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt WolfgangPhilippKilian.jpg|links|300px|Peter Apian, um 1700]]&lt;br /&gt;
Peter Apian (eigentlich Peter Bienewitz oder Bennewitz, * 16. April 1495 in Leisnig, Sachsen, † 21. April 1552 in Ingolstadt) war ein deutscher Mathematiker, Geograf, Kartograf und Astronom. Das Apian-Gymnasium sowie die Apianstraße im Süden Ingolstadts sind nach ihm und seinem Sohn [[Philipp Apian]] benannt.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Neu:Kreuztor&amp;diff=1826</id>
		<title>Neu:Kreuztor</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Neu:Kreuztor&amp;diff=1826"/>
		<updated>2024-05-31T15:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NeuerArtikel&lt;br /&gt;
|Titel=Kreuztor&lt;br /&gt;
|Autor=Maximilian Wöhrl&lt;br /&gt;
|Datum=2024-06-04&lt;br /&gt;
|Text=[[Datei:Kreuztor GSIII-1040 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt MichaelNeher.jpeg|links|300px|Ansicht des Kreuztores von Westen, um 1850]]&lt;br /&gt;
Das Ingolstädter Kreuztor entstand im Zuge der zweiten Stadtbefestigung in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Aufgrund seines markanten Erscheinungsbildes sowie seiner geschichtlichen Bedeutung wurde es zu einem der Wahrzeichen der Stadt Ingolstadt.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Weinhandel_in_Ingolstadt&amp;diff=1825</id>
		<title>Weinhandel in Ingolstadt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Weinhandel_in_Ingolstadt&amp;diff=1825"/>
		<updated>2024-05-31T15:10:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweise angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Name Ingolstadt aufgrund des [[Reinheitsgebot|Landtages von 1516]] eng mit dem Bier verbunden ist, war der Handel mit Wein neben dem [[Salzhandel in Ingolstadt|Salzhandel]] lange Zeit eines der wichtigsten ökonomischen Standbeine der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Anfänge des Weinhandels in Ingolstadt liegen infolge fehlender Quellen im Dunkeln. Ein Rechnungsbuch des Viztumamtes im oberbayerischen Teilherzogtum von 1291 bis 1294 gibt Weinkäufe für den herzoglichen Hof an und ist damit der erste schriftliche Beleg für den Ingolstädter Weinhandel. Durch diese Käufe, die häufig mit Kreditaufnahmen seitens des Landesherrn einhergingen, wollte man die Versorgung des Herzogs mit Wein sicherstellen, wenn sich dieser in Ingolstadt oder Umgebung – wie Riedenburg oder Weltenburg/Neustadt – aufhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Sorte handelte es sich meist um Neckarwein aus Anbaugebieten in Württemberg, wobei auch Welschwein für den Hof der Herzogin in München angekauft wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Handel mit und Ausschank von Wein gehörte dabei zu den Bürgerrechten, die wiederum eng mit den Bürgerpflichten verbunden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Handel und Ausschank müssen hierbei getrennt voneinander betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Bürgerpflichten gehörte unter anderem das Zahlen von Steuern, weshalb man auch die Konzession für den Weinausschank verlor, wenn man von der Steuer befreit wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso war es Handwerkern untersagt, Wein auszuschenken. Die herzoglichen Brüder Stephan III. und Friedrich hatten am 19. November 1384 verfügt, dass ein Handwerksmann nur dann Wein ausschenken dürfe, wenn er sein Handwerk während dieser Zeit ruhen lasse.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später war der Ausschank von Wein nur noch entsprechend berechtigten Schenken möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ingolstadt gab es viele private Keller, in denen Wein gelagert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch die Stadt selbst hatte Weinkeller anlegen lassen, in denen man Wein aus den Anbaugebieten an Rhein, Neckar und Main deponierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weine aus diesen Gebieten sowie Südtiroler und südländische Weine kamen hauptsächlich über den Landweg nach Ingolstadt, wie der Ingolstädter Lehrer und Historiker [[Hanns Kuhn]] festgestellt hat. Österreichische Weine gelangten hingegen hauptsächlich über die Donau in die Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 261f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund des Stapelrechts – also des Rechts, Güter und Waren wie Wein in der Stadt zu lagern – wurde Ingolstadt zum tonangebenden Umschlagplatz für Wein an der [[Donau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konkurrenz mit Ulm führte im 16. Jahrhundert zu einem Wirtschaftskrieg, der zum Einbruch und schließlich zum Ende des Ingolstädter Weinhandels führte. Durch die sogenannte „Ulmer Fahrt“, die 1569 verboten wurde, entzogen sich viele Weinkäufer dem Niederlags- bzw. Stapelzwang und erwarben ihre Waren direkt in Ulm. Einige Weinwirte versprachen sich dadurch günstigere Einkaufspreise&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; und unterstützten diesen Vorgang, der den fast vollständigen Einbruch des Weinhandels in Ingolstadt zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erholte sich der eingebrochene Markt allmählich, die Landes- und Polizeiordnung von 1616 reglementierte den Ausschank.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2012), S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu einem maßgeblichen ökonomischen Faktor wurde der Weinhandel für Ingolstadt jedoch nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Aufgrund des Niederlagsrechts von 1402 sowie der sich kreuzenden Fernwege hatte sich in Ingolstadt schon im 15. Jahrhundert ein florierender Weinhandel etabliert, von dem die ganze Stadt wirtschaftlich profitierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wein war wie die meisten anderen Güter von der Zollpflicht betroffen, auch wenn die Bürger beim Kauf für den Eigenbedarf vom Zoll befreit waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Quellen lassen darauf schließen, dass sich eine breite Schicht von Bürgern am Weinhandel beteiligte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer teilhaben wollte, brauchte einen sogenannten „Urban“, eine Marke auf welcher der heilige Urban abgebildet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Umschlagplatz war der Weinmarkt, aufbewahrt wurde der Wein in der Weingret in der [[Theresienstraße]], die als vornehmste Straße Ingolstadts galt. An diesen Markt war der gesamte Handel mit Wein gebunden, auch wenn es Ausnahmen, zum Beispiel für den Hausbedarf der Professoren, Priester&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Ritterschaft und Prälaten, gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2012), S. 62f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 15. Jahrhundert konnten durch den Verkauf von Wein durchschnittlich 15.000 Gulden erwirtschaftet werden. Durch das stetige Wachstum des Marktes waren es im 16. Jahrhundert im Durchschnitt sogar 34.000 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtentwicklung und Bevölkerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft und Industrie]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. Von den Anfängen bis 1505. Ingolstadt 2000.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Ingolstadt im 17. Jahrhundert. München 2012 (Das Bayerische Jahrtausend, Bd. 7).&lt;br /&gt;
* Schönewald, Beatrix: Ingolstadt - vom Werden einer Stadt. Geschichten und Gesichter. In: Stadt Ingolstadt, Stadtmuseum Ingolstadt, Deutsches Medizinhistorisches Museum und Bayerisches Armeemuseum (Hrsg.): Ingolstadt - vom Werden einer Stadt. Geschichten &amp;amp; Gesichter. Bildband zur Ausstellung 5. Mai bis 3. September 2000 im Klenzepark in Ingolstadt.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. bis 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzogtum Bayern-Ingolstadt (1392-1447)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr und Infrastruktur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Weinhandel in Ingolstadt</title>
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		<updated>2024-05-31T14:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: kleinere Anpassungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Name Ingolstadt aufgrund des [[Reinheitsgebot|Landtages von 1516]] eng mit dem Bier verbunden ist, war der Handel mit Wein neben dem [[Salzhandel in Ingolstadt|Salzhandel]] lange Zeit eines der wichtigsten ökonomischen Standbeine der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Anfänge des Weinhandels in Ingolstadt liegen infolge fehlender Quellen im Dunkeln. Ein Rechnungsbuch des Viztumamtes im oberbayerischen Teilherzogtum von 1291 bis 1294 gibt Weinkäufe für den herzoglichen Hof an und ist damit der erste schriftliche Beleg für den Ingolstädter Weinhandel. Durch diese Käufe, die häufig mit Kreditaufnahmen seitens des Landesherrn einhergingen, wollte man die Versorgung des Herzogs mit Wein sicherstellen, wenn sich dieser in Ingolstadt oder Umgebung – wie Riedenburg oder Weltenburg/Neustadt – aufhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Sorte handelte es sich meist um Neckarwein aus Anbaugebieten in Württemberg, wobei auch Welschwein für den Hof der Herzogin in München angekauft wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Handel mit und Ausschank von Wein gehörte dabei zu den Bürgerrechten, die wiederum eng mit den Bürgerpflichten verbunden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Handel und Ausschank müssen hierbei getrennt voneinander betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Bürgerpflichten gehörte unter anderem das Zahlen von Steuern, weshalb man auch die Konzession für den Weinausschank verlor, wenn man von der Steuer befreit wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso war es Handwerkern untersagt, Wein auszuschenken. Die herzoglichen Brüder Stephan III. und Friedrich hatten am 19. November 1384 verfügt, dass ein Handwerksmann nur dann Wein ausschenken dürfe, wenn er sein Handwerk während dieser Zeit ruhen lasse.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später war der Ausschank von Wein nur noch entsprechend berechtigten Schenken möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ingolstadt gab es viele private Keller, in denen Wein gelagert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch die Stadt selbst hatte Weinkeller anlegen lassen, in denen man Wein aus den Anbaugebieten an Rhein, Neckar und Main deponierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weine aus diesen Gebieten sowie Südtiroler und südländische Weine kamen hauptsächlich über den Landweg nach Ingolstadt, wie der Ingolstädter Lehrer und Historiker [[Hanns Kuhn]] festgestellt hat. Österreichische Weine gelangten hingegen hauptsächlich über die Donau in die Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 261f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund des Stapelrechts – also des Rechts, Güter und Waren wie Wein in der Stadt zu lagern – wurde Ingolstadt zum tonangebenden Umschlagplatz für Wein an der [[Donau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konkurrenz mit Ulm führte im 16. Jahrhundert zu einem Wirtschaftskrieg, der zum Einbruch und schließlich zum Ende des Ingolstädter Weinhandels führte. Durch die sogenannte „Ulmer Fahrt“, die 1569 verboten wurde, entzogen sich viele Weinkäufer dem Niederlags- bzw. Stapelzwang und erwarben ihre Waren direkt in Ulm. Einige Weinwirte versprachen sich dadurch günstigere Einkaufspreise&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; und unterstützten diesen Vorgang, der den fast vollständigen Einbruch des Weinhandels in Ingolstadt zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erholte sich der eingebrochene Markt allmählich, die Landes- und Polizeiordnung von 1616 reglementierte den Ausschank.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2012), S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu einem maßgeblichen ökonomischen Faktor wurde der Weinhandel für Ingolstadt jedoch nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Aufgrund des Niederlagsrechts von 1402 sowie der sich kreuzenden Fernwege hatte sich in Ingolstadt schon im 15. Jahrhundert ein florierender Weinhandel etabliert, von dem die ganze Stadt wirtschaftlich profitierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wein war wie die meisten anderen Güter von der Zollpflicht betroffen, auch wenn die Bürger beim Kauf für den Eigenbedarf vom Zoll befreit waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Quellen lassen darauf schließen, dass sich eine breite Schicht von Bürgern am Weinhandel beteiligte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer teilhaben wollte, brauchte einen sogenannten „Urban“, eine Marke auf welcher der heilige Urban abgebildet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Umschlagplatz war der Weinmarkt, aufbewahrt wurde der Wein in der Weingret in der [[Theresienstraße]], die als vornehmste Straße Ingolstadts galt. An diesen Markt war der gesamte Handel mit Wein gebunden, auch wenn es Ausnahmen, zum Beispiel für den Hausbedarf der Professoren, Priester&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Ritterschaft und Prälaten, gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2012), S. 62f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 15. Jahrhundert konnten durch den Verkauf von Wein durchschnittlich 15.000 Gulden erwirtschaftet werden. Durch das stetige Wachstum des Marktes waren es im 16. Jahrhundert im Durchschnitt sogar 34.000 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schönewald (2000), S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtentwicklung und Bevölkerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft und Industrie]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. Von den Anfängen bis 1500. München 2000.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Ingolstadt im 17. Jahrhundert (Das Bayerische Jahrtausend). München 2012.&lt;br /&gt;
* Schönewald, Beatrix: Ingolstadt – vom Werden einer Stadt – Geschichten und Gesichter. In: Stadt Ingolstadt; Stadtmuseum Ingolstadt; Deutsches Medizinhistorisches Museum; Bayerisches Armeemuseum (Hrsg.): Geschichten &amp;amp; Gesichter. Ingolstadt – vom Werden einer Stadt, Ingolstadt 2000.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. bis 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzogtum Bayern-Ingolstadt (1392-1447)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr und Infrastruktur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Neues_Schloss&amp;diff=1823</id>
		<title>Neues Schloss</title>
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		<updated>2024-05-31T13:57:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweise angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Jasmin Kambach&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue Schloss oder auch die Neue Veste liegt am Paradeplatz 4 im Südosten der Ingolstädter Altstadt. 1417/18 wurde der Bau einer neuen Residenz durch Herzog [[Ludwig VII. der Gebartete|Ludwig VII.]] (auch Ludwig der Bärtige, *1368, † 1. Mai 1447 in Burghausen)&amp;lt;ref&amp;gt;Straub (1987).&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Bayern-Ingolstadt]] begonnen und konnte um 1500 fertiggestellt werden.&lt;br /&gt;
Das Schloss gilt als Vorreiter des neuzeitlichen Schlossbaus in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute befindet sich dort das [[Bayerisches Armeemuseum|Bayerische Armeemuseum]].[[Datei:NeuesSchloss2021 ZentrumStadtgeschichte UlliRoessle.jpg|mini|Blick auf das neue Schloss, 2021 (Zentrum Stadtgeschichte, Foto von Ulli Rössle)]]&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1392 kam es zur [[Landesteilung 1392|Landesteilung]], wodurch Ingolstadt die Residenz des Teilherzogtums Bayern-Ingolstadt unter [[Stephan III. der Kneißel|Stephan III.]] (auch Stephan der Kneißel, *um 1337, † 26. September 1413 in Niederschönenfeld)&amp;lt;ref&amp;gt;Schwertl (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Elisabeth verheiratete Stephan mit dem französischen König Karl VI. (* 1368 in Paris, † 1422 in Paris). Durch diese Eheschließung verbrachte auch sein Sohn Ludwig viele Jahre am französischen Königshof in Paris bei seiner Schwester [[Isabeau de Baviére]] (* evtl. 1370 als &#039;&#039;Elisabeth von Bayern&#039;&#039;, † 30. September 1435 in Paris)&amp;lt;ref&amp;gt;Fantou-Kim (1974).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ludwig der Gebartete nach Deutschland und 1416 nach Ingolstadt zurückkehrte veranlasste er den Bau eines neuen Schlosses in Ingolstadt. Der seit dem 13. Jahrhundert als Schloss genutzte [[Herzogskasten]] (auch Altes Schloss), war nicht mehr als Residenz geeignet. Durch die 1358 begonnene Stadterweiterung, war er weiter in die Mitte gerückt und hatte dadurch seine fortifikatorische Lage verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MilitaerbahnhofSchloss W1333 ZentrumStadtgeschichte MaxWeiß.jpg|mini|Neues Schloss mit Militärbahnhof (W 1333, Zentrum Stadtgeschichte, Foto von Max Weiß)]]&lt;br /&gt;
1417/18 wurde mit dem Bau einer neuen, prachtvolleren Residenz begonnen. Bis zum Tod von Ludwig dem Gebarteten konnte jedoch nur der Rohbau fertiggestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Jahr 1420 kam der Bau, wohl ausgelöst durch den Bayerischen Krieg, zum Erliegen&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; und konnte erst 1425/29, nach der Rückkehr von Ludwig, wiederaufgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Wiederaufnahme des Baus wurde er nach Norden erweitert, wodurch das 1368 erbaute [[Feldkirchner Tor]] in die Residenz integriert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da nun das westliche Stadttor anderweitig genutzt wurde, baute Ludwig als Ersatz das Neue Feldkirchner Tor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1450 – nach dem Tod Ludwig des Gebarteten – wurde der Bau des Neuen Schlosses durch Herzog [[Heinrich XVI. den Reichen]] von Bayern-Landshut (* 1386, † 30. Juli 1450 in Landshut)&amp;lt;ref&amp;gt;Reindel (1969).&amp;lt;/ref&amp;gt; fortgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser richtete das Dach auf und stellte die Dürnitz unter Baumeister Hans Tichter fertig.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1476-1489 erreichten die Ausbauarbeiten des Neuen Schlosses ihren Höhepunkt&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 507.&amp;lt;/ref&amp;gt;, u. a. mit Wölbungsarbeiten an den Räumen des ersten Obergeschosses. Die beiden Giebel wurden 1486 fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Abschlussarbeiten wurden zwei Sonnenuhren durch den Meister Hanns Arndorff und den Maler [[Gabriel Herlin]] ausgefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 499.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 konnten die Bauarbeiten am Neuen Schloss unter [[Georg der Reiche|Georg dem Reichen]] (* 15. August 1455 in Landshut, † 1. Dezember 1503 in Landshut) weitgehend abgeschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1677 erfolgten weitere größere Baumaßnahmen unter [[Kurfürst Ferdinand Maria]] (* 31. Oktober 1636 in München, † 26. Mai 1679 in Schleißheim bei München),&amp;lt;ref&amp;gt;Scherer (1961).&amp;lt;/ref&amp;gt; die beispielsweise den Einbau der Treppe im südlichen Haupttrakt beinhalteten. Weitere Erneuerungsarbeiten wurden im 18. Jahrhundert durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Nordhälfte des zweiten Obergeschosses sowie der Fünfeckturm durch einen Bombenangriff zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesamtanlage ==&lt;br /&gt;
Die Gesamtanlage des Neuen Schlosses wurde im 15. Jahrhundert als Verteidigungsanlage konzipiert. Daher wurden die Hauptbauten von wasserführenden Gräben umgeben. An den Ecken standen Wehrtürme, zwei große Türme nach Osten zur Feindseite und zwei kleinere auf der Stadtseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schloss gehören das Palas, das [[Zeughaus]] (ehemaliger Getreidekasten von 1472/73)&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Marstall, die [[Statthalterei]] mit Feldkirchner Tor und die Kavaliersbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Tor mit [[Torturm (Schloss)|Torturm]] von 1580 führt in den Schlosshof, dem im 18. Jahrhundert ein Uhrturm aufgesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Mitte des Schlosshofes befindet sich der [[Johann-Nepomuk-Brunnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raumprogramm ==&lt;br /&gt;
Der Zutritt zum Palas erfolgt durch ein Doppelportal. Im Erdgeschoss befinden sich auf der Südseite ein Vorplatz, die Kanzlei, die Ratsstube und Wohnräume. Nördlich befindet sich die Dürnitz, ein großer Tanzsaal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Obergeschoss befinden sich südlich die gewölbte Stube des gnädigen Herrn mit vorgelagertem Söller und ein Schlafraum mit geschnitzter Decke. In der Nordhälfte, über der Dürnitz, befindet sich der große Saal. In der Mitte des ersten Stockwerks befand sich die untere Kapelle mit dem „Stuhl“ des Herzogs. Darüber im zweiten Obergeschoss lag die „obere“ Kapelle mit Durchblick auf den Altar der darunter liegenden. Außerdem befand sich im zweiten Stockwerk der Trakt der Frauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 32–49 und Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Ingolstadt konnte den Titel einer Hauptstadt auch nach dem Tod von Ludwig dem Gebarteten, als Bayern-Ingolstadt an Bayern-Landshut fiel, und nach Eingliederung in das weitgehend wieder vereinigte Bayern 1505 behalten. Daher diente das Neue Schloss den Herzögen weiterhin als Residenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] wurde es als Kaserne genutzt, bis es 1788 nach dem Aussterben der bayerischen Wittelsbacher an das Militär übergeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1809 wurde begonnen, das Schloss zu einem Depot umzubauen, wodurch die Türme und Giebel abgetragen wurden. Bis 1918 wurde das Gebäude militärisch genutzt, unter anderem zur Unterbringung französischer Kriegsgefangener. 1925 bezogen das [[Stadtarchiv]] und [[Stadtmuseum]] die Räume des Schlosses und nutzen diese bis 1962. Lediglich im Zweiten Weltkrieg wurde die Neue Veste für militärische Zwecke genutzt. Nach einer Renovierung konnte 1972 das Bayerische Armeemuseum eröffnen, welches sich noch heute im Neuen Schloss befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Keramikfunde des Spätmittelalters und der Neuzeit, v.a. Ofenkacheln. Zentrum Stadtgeschichte A7143&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fantou-Kim, Heidi: Isabeau de Bavière. 1974 (Neue Deutsche Biographie, 10). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118639838.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Häffner, Hans-Heinrich; Großmann, G. Ulrich: Neues Schloss Ingolstadt. 1. Aufl. Regensburg 2003 (Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa, Bd. 9).&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Baugeschichte des Ingolstädter Schlosses im Spiegel der erhaltenen Baurechnungen. Teil I. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 88 (1979), S. 78–109. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb00005418?page=79, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Baugeschichte des Ingolstädter Schlosses im Spiegel der erhaltenen Baurechnungen. Teil II. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 89 (1980), S. 25-99, 265–275. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00005419?page=26, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Baugeschichte des Ingolstädter Schlosses im Spiegel der erhaltenen Baurechnungen. Teil III. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 99 (1990), S. 173–202. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00005428?page=174, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. Von den Anfängen bis 1505. Ingolstadt 2000.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Ingolstadt, Neues Schloss. 2013 (Historisches Lexikon Bayerns). Online verfügbar unter https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Ingolstadt,_Neues_Schloss, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Paradeplatz 4. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 2. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 373–380.&lt;br /&gt;
* Reindel, Kurt: Heinrich XVI. 1969 (Neue Deutsche Biographie, 8). Online verfügbar unter [https://www.deutsche-biographie.de/pnd129432466.html#ndbcontent, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129432466.html#ndbcontent,] zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Scherer, Herbert: Ferdinand Maria. 1961 (Neue Deutsche Biographie, 5). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd119105691.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schuster, Max Eberhardt: Das neue Schloß in Ingolstadt. In: Das Bayerland, Jg. 63, H. Nov./Dez. (1961), S. 395–398.&lt;br /&gt;
* Schwertl, Gerhard: Stephan III. 2013 (Neue Deutsche Biographie, 25). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd124987885.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Straub, Theodor: Ludwig VII. 1987 (Neue Deutsche Biographie, 15). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118729381.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Kambach, Jasmin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzogtum Bayern-Ingolstadt (1392-1447)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesfestung und Industrialisierung (19. bis Anfang 20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weimarer Republik (1918-1933)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zeit (1933-1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Neues_Schloss&amp;diff=1822</id>
		<title>Neues Schloss</title>
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		<updated>2024-05-31T12:25:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: kleinere Anpassungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Jasmin Kambach&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue Schloss oder auch die Neue Veste liegt am Paradeplatz 4 im Südosten der Ingolstädter Altstadt. 1417/18 wurde der Bau einer neuen Residenz durch Herzog [[Ludwig VII. der Gebartete|Ludwig VII.]] (auch Ludwig der Bärtige, *1368, † 1. Mai 1447 in Burghausen)&amp;lt;ref&amp;gt;Straub (1987).&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Bayern-Ingolstadt]] begonnen und konnte um 1500 fertiggestellt werden.&lt;br /&gt;
Das Schloss gilt als Vorreiter des neuzeitlichen Schlossbaus in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute befindet sich dort das [[Bayerisches Armeemuseum|Bayerische Armeemuseum]].[[Datei:NeuesSchloss2021 ZentrumStadtgeschichte UlliRoessle.jpg|mini|Blick auf das neue Schloss, 2021 (Zentrum Stadtgeschichte, Foto von Ulli Rössle)]]&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1392 kam es zur [[Landesteilung 1392|Landesteilung]], wodurch Ingolstadt die Residenz des Teilherzogtums Bayern-Ingolstadt unter [[Stephan III. der Kneißel|Stephan III.]] (auch Stephan der Kneißel, *um 1337, † 26. September 1413 in Niederschönenfeld)&amp;lt;ref&amp;gt;Schwertl (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Elisabeth verheiratete Stephan mit dem französischen König Karl VI. (* 1368 in Paris, † 1422 in Paris). Durch diese Eheschließung verbrachte auch sein Sohn Ludwig viele Jahre am französischen Königshof in Paris bei seiner Schwester [[Isabeau de Baviére]] (* evtl. 1370 als &#039;&#039;Elisabeth von Bayern&#039;&#039;, † 30. September 1435 in Paris)&amp;lt;ref&amp;gt;Fantou-Kim (1974).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ludwig der Gebartete nach Deutschland und 1416 nach Ingolstadt zurückkehrte veranlasste er den Bau eines neuen Schlosses in Ingolstadt. Der seit dem 13. Jahrhundert als Schloss genutzte [[Herzogskasten]] (auch Altes Schloss), war nicht mehr als Residenz geeignet. Durch die 1358 begonnene Stadterweiterung, war er weiter in die Mitte gerückt und hatte dadurch seine fortifikatorische Lage verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MilitaerbahnhofSchloss W1333 ZentrumStadtgeschichte MaxWeiß.jpg|mini|Neues Schloss mit Militärbahnhof (W 1333, Zentrum Stadtgeschichte, Foto von Max Weiß)]]&lt;br /&gt;
1417/18 wurde mit dem Bau einer neuen, prachtvolleren Residenz begonnen. Bis zum Tod von Ludwig dem Gebarteten konnte jedoch nur der Rohbau fertiggestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Jahr 1420 kam der Bau, wohl ausgelöst durch den Bayerischen Krieg, zum Erliegen&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; und konnte erst 1425/29, nach der Rückkehr von Ludwig, wiederaufgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Wiederaufnahme des Baus wurde er nach Norden erweitert, wodurch das 1368 erbaute [[Feldkirchner Tor]] in die Residenz integriert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da nun das westliche Stadttor anderweitig genutzt wurde, baute Ludwig als Ersatz das Neue Feldkirchner Tor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1450 – nach dem Tod Ludwig des Gebarteten – wurde der Bau des Neuen Schlosses durch Herzog [[Heinrich XVI. den Reichen]] von Bayern-Landshut (* 1386, † 30. Juli 1450 in Landshut)&amp;lt;ref&amp;gt;Reindel (1969).&amp;lt;/ref&amp;gt; fortgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser richtete das Dach auf und stellte die Dürnitz unter Baumeister Hans Tichter fertig.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1476-1489 erreichten die Ausbauarbeiten des Neuen Schlosses ihren Höhepunkt&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 507.&amp;lt;/ref&amp;gt;, u. a. mit Wölbungsarbeiten an den Räumen des ersten Obergeschosses. Die beiden Giebel wurden 1486 fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Abschlussarbeiten wurden zwei Sonnenuhren durch den Meister Hanns Arndorff und den Maler [[Gabriel Herlin]] ausgefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 499.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 konnten die Bauarbeiten am Neuen Schloss unter [[Georg der Reiche|Georg dem Reichen]] (* 15. August 1455 in Landshut, † 1. Dezember 1503 in Landshut) weitgehend abgeschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1677 erfolgten weitere größere Baumaßnahmen unter [[Kurfürst Ferdinand Maria]] (* 31. Oktober 1636 in München, † 26. Mai 1679 in Schleißheim bei München),&amp;lt;ref&amp;gt;Scherer (1961).&amp;lt;/ref&amp;gt; die beispielsweise den Einbau der Treppe im südlichen Haupttrakt beinhalteten. Weitere Erneuerungsarbeiten wurden im 18. Jahrhundert durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Nordhälfte des zweiten Obergeschosses sowie der Fünfeckturm durch einen Bombenangriff zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesamtanlage ==&lt;br /&gt;
Die Gesamtanlage des Neuen Schlosses wurde im 15. Jahrhundert als Verteidigungsanlage konzipiert. Daher wurden die Hauptbauten von wasserführenden Gräben umgeben. An den Ecken standen Wehrtürme, zwei große Türme nach Osten zur Feindseite und zwei kleinere auf der Stadtseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schloss gehören das Palas, das [[Zeughaus]] (ehemaliger Getreidekasten von 1472/73)&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Marstall, die [[Statthalterei]] mit Feldkirchner Tor und die Kavaliersbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Tor mit [[Torturm (Schloss)|Torturm]] von 1580 führt in den Schlosshof, dem im 18. Jahrhundert ein Uhrturm aufgesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Mitte des Schlosshofes befindet sich der [[Johann-Nepomuk-Brunnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raumprogramm ==&lt;br /&gt;
Der Zutritt zum Palas erfolgt durch ein Doppelportal. Im Erdgeschoss befinden sich auf der Südseite ein Vorplatz, die Kanzlei, die Ratsstube und Wohnräume. Nördlich befindet sich die Dürnitz, ein großer Tanzsaal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Obergeschoss befinden sich südlich die gewölbte Stube des gnädigen Herrn mit vorgelagertem Söller und ein Schlafraum mit geschnitzter Decke. In der Nordhälfte, über der Dürnitz, befindet sich der große Saal. In der Mitte des ersten Stockwerks befand sich die untere Kapelle mit dem „Stuhl“ des Herzogs. Darüber im zweiten Obergeschoss lag die „obere“ Kapelle mit Durchblick auf den Altar der darunter liegenden. Außerdem befand sich im zweiten Stockwerk der Trakt der Frauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 32–49 und Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Ingolstadt konnte den Titel einer Hauptstadt auch nach dem Tod von Ludwig dem Gebarteten, als Bayern-Ingolstadt an Bayern-Landshut fiel, und nach Eingliederung in das weitgehend wieder vereinigte Bayern 1505 behalten. Daher diente das Neue Schloss den Herzögen weiterhin als Residenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] wurde es als Kaserne genutzt, bis es 1788 nach dem Aussterben der bayerischen Wittelsbacher an das Militär übergeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Paradeplatz 4 (2002), S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1809 wurde begonnen, das Schloss zu einem Depot umzubauen, wodurch die Türme und Giebel abgetragen wurden. Bis 1918 wurde das Gebäude militärisch genutzt, unter anderem zur Unterbringung französischer Kriegsgefangener. 1925 bezogen das [[Stadtarchiv]] und [[Stadtmuseum]] die Räume des Schlosses und nutzen diese bis 1962. Lediglich im Zweiten Weltkrieg wurde die Neue Veste für militärische Zwecke genutzt. Nach einer Renovierung konnte 1972 das Bayerische Armeemuseum eröffnen, welches sich noch heute im Neuen Schloss befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Häffner; Großmann (2003), S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Keramikfunde des Spätmittelalters und der Neuzeit, v.a. Ofenkacheln. Zentrum Stadtgeschichte A7143&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fantou-Kim, Heidi: Isabeau de Bavière. 1974 (Neue Deutsche Biographie, 10). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118639838.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Häffner, Hans-Heinrich; Großmann, G. Ulrich: Neues Schloss Ingolstadt. 1. Aufl. Regensburg 2003 (Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa, Bd. 9).&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Baugeschichte des Ingolstädter Schlosses im Spiegel der erhaltenen Baurechnungen. 1. Teil. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 88 (1979), S. 78–109. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb00005418?page=79, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Baugeschichte des Ingolstädter Schlosses im Spiegel der erhaltenen Baurechnungen. Teil 2. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 89 (1980), S. 265–275. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00005419?page=26, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Die Baugeschichte des Ingolstädter Schlosses im Spiegel der erhaltenen Baurechnungen. Teil 3. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, Jg. 99 (1990), S. 173–202. Online verfügbar unter https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00005428?page=174, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. Von den Anfängen bis 1505. Ingolstadt 2000.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried (Hrsg.): Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Ingolstadt, Neues Schloss. Historisches Lexikon Bayerns. 2013. Online verfügbar unter https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Ingolstadt,_Neues_Schloss, zuletzt geprüft am 25.10.2023.&lt;br /&gt;
* Paradeplatz 4. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 373–380.&lt;br /&gt;
* Reindel, Kurt: Heinrich XVI. 1969 (Neue Deutsche Biographie, 8). Online verfügbar unter [https://www.deutsche-biographie.de/pnd129432466.html#ndbcontent, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129432466.html#ndbcontent,] zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Scherer, Herbert: Ferdinand Maria. 1961 (Neue Deutsche Biographie, 5). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd119105691.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Schuster, Max Eberhardt: Das neue Schloß in Ingolstadt. In: Das Bayerland (1961), S. 35–38.&lt;br /&gt;
* Schwertl, Gerhard: Stephan III. 2013 (Neue Deutsche Biographie, 25). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd124987885.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
* Straub, Theodor: Ludwig VII. 1987 (Neue Deutsche Biographie, 15). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118729381.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 26.10.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Kambach, Jasmin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzogtum Bayern-Ingolstadt (1392-1447)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesfestung und Industrialisierung (19. bis Anfang 20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weimarer Republik (1918-1933)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zeit (1933-1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1945 bis heute]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Kreuztor</title>
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		<updated>2024-05-28T09:38:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ingolstädter Kreuztor entstand im Zuge der [[zweiten Stadtbefestigung]] in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Aufgrund seines markanten Erscheinungsbildes sowie seiner geschichtlichen Bedeutung wurde es zu einem der Wahrzeichen der Stadt Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Geschichte und Erscheinung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreuztor GSIII-1040 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt MichaelNeher.jpeg|alt=Vor dem Tor ist der Graben mit Brücke vor der Aufschüttung zu sehen.|mini|Ansicht des Kreuztores von Westen, um 1850 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, GS III/1040, Aquarellierte Bleistiftzeichnung Michael Neher zugeschrieben).]]&lt;br /&gt;
Die Stadterweiterung Ingolstadts ab 1360 geschah auf Wunsch [[Ludwigs V.]] des Brandenburgers, dem Sohn [[Ludwigs des Bayern]]. Durchgeführt wurde die Erweiterung von der Stadt selbst, genauer gesagt von Rat und Bürgern.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge dieser Erweiterung wurden vier große Tore erbaut, die als Hauptzugänge zur Stadt fungierten. Neben dem [[Feldkirchnertor]], [[Hardertor]] und [[Donautor]] war das westlich gelegene Kreuztor eines dieser vier Haupttore. Der Architekt des Kreuztors ist unbekannt, was angesichts der kunstvollen architektonischen Gestaltung des Bauwerks verwundert. Laut einer oberhalb der Einfahrt angebrachten Inschrift wurde 1386 der Grundstein für das Tor gelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreuzstraße 13 (2002), S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterbau der Kreuztores ist quadratisch und wird von vier Ecktürmen eingesäumt. Darauf befindet sich ein achteckiger Turmaufsatz, der einen markanten Zinnenkranz aufweist. Dieser Turmaufsatz ist mit einem steilen Turmhelm versehen, der aus dem Zinnenkranz herausragt. Der zwingerartige und von zwei Türmen flankierte Vorbau befindet sich auf jener der Altstadt abgewandten Seite und ist dem Hauptbau vorgelagert. Geziert wird das Tor lediglich durch einen Spitzbogenfries aus Werkstein sowie das bayerische Rautenwappen auf der Feindseite und ein [[Stadtwappen]] an der Torinnenseite. Zudem ist bekannt, dass das Tor einst einen Putz aufwies, der nicht nur die weichen Ziegel schützen, sondern auch die Baustruktur des Tores vor etwaigen Angreifern verbergen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Förderverein Kreuztor Ingolstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die ehemalige Optik samt Putzresten den ästhetischen Vorstellungen der Zeitgenossen nicht entsprach, wurden einige Reste der ehemaligen Verputzung im Zuge der Restaurierung in den 1860er Jahren entfernt, um einen dem 19. Jahrhundert entsprechend romantisierten Eindruck einer Backsteinfassade zu erwecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist das Kreuztor nach dem Aussätzigenhaus mit [[Kirche zum Heiligen Kreuz]], welches sich einst westlich der Stadt befand, bevor es im 16. Jahrhundert einem Bollwerk, der [[Kreuztor-Bastei]], wich. Das Bollwerk wurde 1800 zusammen mit anderen [[Basteien]] von den Franzosen gesprengt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtbefestigung (2002), S. 13, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Tor befand sich ein Graben, über den eine Brücke führte und der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgeschüttet wurde, sodass die ursprüngliche Optik des Tores verloren ging. Ebenfalls in diese Zeit fiel der Bau einer zweiten Tordurchfahrt. Durch die Werke zeitgenössischer Künstler – wie zum Beispiel Carl Spitzweg – ist das einstige Aussehen des Tores überliefert. Die beiden Fußgängerwege wurden in den Jahren 1929/30 bzw. 1952 angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Förderverein Kreuztor Ingolstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Förderverein Kreuztor Ingolstadt: Das Gebäude. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.kreuztor-ingolstadt.de/gebaeude.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 26.09.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. Von den Anfängen bis 1505. Ingolstadt 2000.&lt;br /&gt;
* Kreuzstraße 13. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 270–271.&lt;br /&gt;
* Stadtbefestigung. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 13–21.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. bis 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<title>Kreuztor</title>
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		<updated>2024-05-28T09:31:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ingolstädter Kreuztor entstand im Zuge der [[zweiten Stadtbefestigung]] in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Aufgrund seines markanten Erscheinungsbildes sowie seiner geschichtlichen Bedeutung wurde es zu einem der Wahrzeichen der Stadt Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Geschichte und Erscheinung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreuztor GSIII-1040 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt MichaelNeher.jpeg|alt=Vor dem Tor ist der Graben mit Brücke vor der Aufschüttung zu sehen.|mini|Ansicht des Kreuztores von Westen, um 1850 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, GS III/1040, Aquarellierte Bleistiftzeichnung Michael Neher zugeschrieben).]]&lt;br /&gt;
Die Stadterweiterung Ingolstadts ab 1360 geschah auf Wunsch [[Ludwigs V.]] des Brandenburgers, dem Sohn [[Ludwigs des Bayern]]. Durchgeführt wurde die Erweiterung von der Stadt selbst, genauer gesagt von Rat und Bürgern.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge dieser Erweiterung wurden vier große Tore erbaut, die als Hauptzugänge zur Stadt fungierten. Neben dem [[Feldkirchnertor]], [[Hardertor]] und [[Donautor]] war das westlich gelegene Kreuztor eines dieser vier Haupttore. Der Architekt des Kreuztors ist unbekannt, was angesichts der kunstvollen architektonischen Gestaltung des Bauwerks verwundert. Laut einer oberhalb der Einfahrt angebrachten Inschrift wurde 1386 der Grundstein für das Tor gelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreuzstraße 13 (2002), S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterbau der Kreuztores ist quadratisch und wird von vier Ecktürmen eingesäumt, auf welchen sich ein achteckiger Turmaufsatz befindet, der einen markanten Zinnenkranz aufweist. Dieser Turmaufsatz ist mit einem steilen Turmhelm versehen, der aus dem Zinnenkranz herausragt. Der zwingerartige und von zwei Türmen flankierte Vorbau befindet sich auf jener der Altstadt abgewandten Seite und ist dem Hauptbau vorgelagert. Geziert wird das Tor lediglich durch einen Spitzbogenfries aus Werkstein sowie das bayerische Rautenwappen auf der Feindseite und ein [[Stadtwappen]] an der Torinnenseite. Zudem ist bekannt, dass das Tor einst einen Putz aufwies, der nicht nur die weichen Ziegel schützen, sondern auch die Baustruktur des Tores vor etwaigen Angreifern verbergen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Förderverein Kreuztor Ingolstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die ehemalige Optik samt Putzresten den ästhetischen Vorstellungen der Zeitgenossen nicht entsprach, wurden einige Reste der ehemaligen Verputzung im Zuge der Restaurierung in den 1860er Jahren entfernt, um einen dem 19. Jahrhundert entsprechend romantisierten Eindruck einer Backsteinfassade zu erwecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist das Kreuztor nach dem Aussätzigenhaus mit [[Kirche zum Heiligen Kreuz]], welches sich einst westlich der Stadt befand, bevor es im 16. Jahrhundert einem Bollwerk, der [[Kreuztor-Bastei]], wich. Das Bollwerk wurde 1800 zusammen mit anderen [[Basteien]] von den Franzosen gesprengt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtbefestigung (2002), S. 13, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Tor befand sich ein Graben, über den eine Brücke führte und der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgeschüttet wurde, sodass die ursprüngliche Optik des Tores verloren ging. Ebenfalls in diese Zeit fiel der Bau einer zweiten Tordurchfahrt. Durch die Werke zeitgenössischer Künstler – wie zum Beispiel Carl Spitzweg – ist das einstige Aussehen des Tores überliefert. Die beiden Fußgängerwege wurden in den Jahren 1929/30 bzw. 1952 angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Förderverein Kreuztor Ingolstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Förderverein Kreuztor Ingolstadt: Das Gebäude. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.kreuztor-ingolstadt.de/gebaeude.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 26.09.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. Von den Anfängen bis 1505. Ingolstadt 2000.&lt;br /&gt;
* Kreuzstraße 13. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 270–271.&lt;br /&gt;
* Stadtbefestigung. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 13–21.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. bis 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Kreuztor&amp;diff=1819</id>
		<title>Kreuztor</title>
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		<updated>2024-05-28T09:28:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweise angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ingolstädter Kreuztor entstand im Zuge der [[zweiten Stadtbefestigung]] in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Aufgrund seines markanten Erscheinungsbildes sowie seiner geschichtlichen Bedeutung wurde es zu einem der Wahrzeichen der Stadt Ingolstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Geschichte und Erscheinung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreuztor GSIII-1040 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt MichaelNeher.jpeg|alt=Vor dem Tor ist der Graben mit Brücke vor der Aufschüttung zu sehen.|mini|Ansicht des Kreuztores von Westen, um 1850 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, GS III/1040, Aquarellierte Bleistiftzeichnung Michael Neher zugeschrieben).]]&lt;br /&gt;
Die Stadterweiterung Ingolstadts ab 1360 geschah auf Wunsch [[Ludwigs V.]] des Brandenburgers, dem Sohn [[Ludwigs des Bayern]]. Durchgeführt wurde die Erweiterung von der Stadt selbst, genauer gesagt von Rat und Bürgern.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2000), S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge dieser Erweiterung wurden vier große Tore erbaut, die als Hauptzugänge zur Stadt fungierten. Neben dem [[Feldkirchnertor]], [[Hardertor]] und [[Donautor]] war das westlich gelegene Kreuztor eines dieser vier Haupttore. Der Architekt des Kreuztors ist unbekannt, was angesichts der kunstvollen architektonischen Gestaltung des Bauwerks verwundert. Laut einer oberhalb der Einfahrt angebrachten Inschrift wurde 1386 der Grundstein für das Tor gelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreuzstraße 13 (2002), S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterbau der Kreuztores ist quadratisch und wird von vier Ecktürmen eingesäumt, auf welchem sich ein achteckiger Turmaufsatz befindet, der einen markanten Zinnenkranz aufweist. Dieser Turmaufsatz ist mit einem steilen Turmhelm versehen, der aus dem Zinnenkranz herausragt. Der zwingerartige und von zwei Türmen flankierte Vorbau befindet sich auf jener der Altstadt abgewandten Seite und ist dem Hauptbau vorgelagert. Geziert wird das Tor lediglich durch einen Spitzbogenfries aus Werkstein sowie dem bayerischen Rautenwappen auf der Feindseite und einem [[Stadtwappen]] an der Torinnenseite. Zudem ist bekannt, dass das Tor einst einen Putz aufwies, der nicht nur die weichen Ziegel schützen, sondern auch die Baustruktur des Tores vor etwaigen Angreifern verbergen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Förderverein Kreuztor Ingolstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die ehemalige Optik samt Putzresten den ästhetischen Vorstellungen der Zeitgenossen nicht entsprach, wurden einige Reste der ehemaligen Verputzung im Zuge der Restaurierung in den 1860er Jahren entfernt, um einen dem 19. Jahrhundert entsprechend romantisierten Eindruck einer Backsteinfassade zu erwecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist das Kreuztor nach dem Aussätzigenhaus mit [[Kirche zum Heiligen Kreuz]], welches sich einst westlich der Stadt befand, bevor es im 16. Jahrhundert einem Bollwerk, der [[Kreuztor-Bastei]], wich. Das Bollwerk wurde 1800 zusammen mit anderen [[Basteien]] von den Franzosen gesprengt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtbefestigung (2002), S. 13, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Tor befand sich ein Graben, über den eine Brücke führte und der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgeschüttet wurde, sodass die ursprüngliche Optik des Tores verloren ging. Ebenfalls in diese Zeit fiel der Bau einer zweiten Tordurchfahrt. Durch die Werke zeitgenössischer Künstler – wie zum Beispiel Carl Spitzweg – ist das einstige Aussehen des Tores überliefert. Die beiden Fußgängerwege wurden in den Jahren 1929/30 bzw. 1952 angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Förderverein Kreuztor Ingolstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Förderverein Kreuztor Ingolstadt: Das Gebäude. Online verfügbar unter &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.kreuztor-ingolstadt.de/gebaeude.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, zuletzt geprüft am 26.09.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. Von den Anfängen bis 1505. Ingolstadt 2000.&lt;br /&gt;
* Kreuzstraße 13. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 270–271.&lt;br /&gt;
* Stadtbefestigung. In: Frank Becker, Christina Grimminger und Karlheinz Hemmeter (Hrsg.): Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler, Bd. 1. 2 Bände. München 2002 (Denkmäler in Bayern, Bd. I.1), S. 13–21.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur und Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. bis 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Peter_Apian&amp;diff=1818</id>
		<title>Peter Apian</title>
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		<updated>2024-05-27T15:11:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweis Hartner angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian (eigentlich &#039;&#039;Peter Bienewitz&#039;&#039; oder &#039;&#039;Bennewitz&#039;&#039;, * 16. April 1495 in Leisnig, Sachsen, † 21. April 1552 in Ingolstadt) war ein deutscher Mathematiker, Geograf, Kartograf und Astronom. Das [[Apian-Gymnasium]] sowie die Apianstraße im Süden Ingolstadts sind nach ihm und seinem Sohn [[Philipp Apian]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PeterApian um1700 GraphSmlgIII-91 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt WolfgangPhilippKilian.jpg|alt=|mini|Peter Apian, um 1700 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Graph. Smlg. III 91, Kupferstich von Wolfgang Philipp Kilian). ]]Peter Apian wurde am 16. April 1495 als Sohn des Ehepaars Martin und Gertrud Bienewitz im sächsischen Leisnig geboren. Er studierte in Leipzig und Wien und kam schließlich 1527 für einen Lehrauftrag in Mathematik an die [[Universität Ingolstadt|Bayerische Landesuniversität]] nach Ingolstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er im kursächsischen Territorium eine Zeit lang topographischen Studien nachgegangen war, wurde sein Name durch die Publikation seines „Cosmographicus Liber“ im Jahre 1524 einem breiteren Publikum bekannt. Das Werk leistete einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Unterstützung der Navigationskunde und erhielt mehrere Auflagen, von denen die letzte aus dem Jahr 1581 als die beste gilt. Es wurde in verschiedene Sprachen übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Buch griff Apian den von Johannes Werner vertretenen Ansatz der Längenmessung durch Monddistanzen auf und verfeinerte ihn. Seine Thesen gingen dabei über die bisherigen, auf Ptolemäus basierenden, Forschungsansätze hinaus. Hervorzuheben ist hier vor allem ein herzförmiger Kartenentwurf der Oberfläche der Erdkugel, der fortschrittlicher war als alle bisherigen Karten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Renaissance wurde das bisherige Weltbild infrage gestellt und musste neu gedacht werden, was sich auch im Kartenmaterial dieser Zeit widerspiegelte. Die erste der zwei herzförmigen Weltkarten Apians entstand im Jahr 1520, also noch zu seiner Wiener Zeit. Die zweite stellte er 1530 fertig, als er bereits seinem Lehrauftrag in Ingolstadt nachging.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 629-632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei handelte es sich um einen 53,5 x 39 cm großen Holzschnitt mit zwei Inschriftkartuschen. Eine Inschrift bezeugte das kaiserliche Privileg, welches auf die Bedeutung des Kaisers für Apian und sein Werk schließen lässt. Die zweite ist eine Widmung an den bayerischen Kanzler Leonhard von Eck, von welchem er 1527 den Lehrauftrag in Ingolstadt erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Apian erworbene kaiserliche Schutzbriefe – einen am 20. Oktober 1530 und einen zweiten am 3. Juli 1532 – bewahrten sein gesamtes Lebenswerk vor Raubdrucken und schützten so sein geistiges Eigentum vor unzulässigen Kopierversuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1526 hatte er zusammen mit seinem Bruder Georg Apian die [[Universitätsdruckerei „Academia“]] eröffnet, womit er sich einen lange gehegten Traum erfüllte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1531 studierte er Kometen – insbesondere den Halleyschen Kometen – und stellte fest, dass deren Schweife stets von der Sonne abgewandt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien veranlassten ihn dazu, sich eingehend mit Sonnenuhren und astronomischen Instrumenten auseinanderzusetzen, wobei er auch einen Höhenquadrant selbst entwarf, mit dem es möglich war, die Beobachtungszeit bestimmter Sterne abzulesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Instrumente stellte er in Büchern vor, die in der hauseigenen Druckerei entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien zur Lösung sphärisch-trigonometrischer Probleme veröffentlichte Apian 1540 in dem Werk „[[Astronomicum Caesareum]]“. Das Buch gilt als das letzte große astronomische Standardwerk, dem ein geozentrisches Weltbild zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 637.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso enthalten waren seine Beobachtungen bezüglich der Periodizität eines von ihm beobachteten Kometen, der später nach ihm benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953).&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Druckerei entstanden auch die zwei Himmelskarten von 1533 und 1536 bzw. 1540. Letztere erhielt den Namen „Imagines syderum coelestium“ und wurde 1540 im „[[Astronomicum Caesareum]]“ neu veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 633.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Karl V., der einer seiner Schüler gewesen sein soll und dem Apian eines seiner Geräte vorgeführt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953).&amp;lt;/ref&amp;gt; förderte seine Forschungen finanziell, erhob ihn 1541 – samt seiner Brüder Nikolaus, Georg und Gregor – in den Adelsstand&amp;lt;ref&amp;gt;Müller (1983).&amp;lt;/ref&amp;gt; und ernannte ihn 1544 zum Hofpfalzgrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953).&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon zu Lebzeiten hatte er den Ruf eines berühmten Mathematikers, Geografen und Astronomen. Zu seinen Gönnern zählten neben Kaiser Karl V. auch Herzog Georg von Sachsen, die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp von Neuburg sowie Raimund Fugger samt der gesamten Fugger-Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;Gruber (1923), S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian starb am 21. April 1552 schwerkrank in Ingolstadt unter zahlreichen Trauerbekundungen von Verwandten, Bekannten und hohen Würdenträgern. Die Franziskanermönche setzten seinen Leichnam bei. Wo genau sich das Grab Apians befindet, ist nicht bekannt. Es steht die Vermutung im Raum, dass er seine letzte Ruhestätte im Kloster der Franziskaner fand, das zu jener Zeit ein beliebter Beisetzungsort für Wohlhabende und den Adel war. Die Theorie, dass die Jesuiten die Inschriftentafel mit seinem Namen entfernen ließen, als sein Sohn Philipp zum Protestantismus konvertierte, klingt plausibel.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 18f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Peter Apian verbrachte sein Leben bis zu seiner Berufung nach Ingolstadt großenteils in Landshut, wo er seine Frau Katharina kennenlernte, die er schließlich noch in Landshut heiratete. Ihr Vater, der Landshuter Schuhmacher Thomas Mosner, zog später ebenfalls nach Ingolstadt und wurde dort Ratsherr. Apian und seine Frau blieben bis zu seinem Tod 26 Jahre lang verheiratet und hatten 14 Kinder, von denen das vierte der ebenfalls berühmt gewordene [[Philipp Apian]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cosmographicus Liber&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein künstlich Instrument oder Sonnen ur, dardurch auch vil nutzbarliche Dinge gefunden werden&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein newe und wolgegründete underweisung aller Kauffmanns Rechnung in dreien Bücher&#039;&#039; (Ingolstadt 1527)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Instrument Buch&#039;&#039; (Ingolstadt 1533)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Astronomicum Caesareum]]&#039;&#039; (Ingolstadt 1540)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gruber, Auguste: Philipp Apian. Leben und Werke. Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität München 1923. Online verfügbar unter https://epub.ub.uni-muenchen.de/42239/1/U24_8184.pdf, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
* Hartner, Willy: Apian, Peter. 1953 (Neue Deutsche Biographie, 1). Online verfügbar unter https://www.deutsche-biographie.de/pnd118645455.html#ndbcontent, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Müller, Rainer Albert: Apian (Bienewitz, Bennewitz, Apisfilius), Peter. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten. Regensburg 1983, S. 22. Online verfügbar unter https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr28742-0#0044, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Apian_Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Peter_Apian&amp;diff=1817</id>
		<title>Peter Apian</title>
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		<updated>2024-05-27T14:51:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweis Gruber angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian (eigentlich &#039;&#039;Peter Bienewitz&#039;&#039; oder &#039;&#039;Bennewitz&#039;&#039;, * 16. April 1495 in Leisnig, Sachsen, † 21. April 1552 in Ingolstadt) war ein deutscher Mathematiker, Geograf, Kartograf und Astronom. Das [[Apian-Gymnasium]] sowie die Apianstraße im Süden Ingolstadts sind nach ihm und seinem Sohn [[Philipp Apian]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PeterApian um1700 GraphSmlgIII-91 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt WolfgangPhilippKilian.jpg|alt=|mini|Peter Apian, um 1700 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Graph. Smlg. III 91, Kupferstich von Wolfgang Philipp Kilian). ]]Peter Apian wurde am 16. April 1495 als Sohn des Ehepaars Martin und Gertrud Bienewitz im sächsischen Leisnig geboren. Er studierte in Leipzig und Wien und kam schließlich 1527 für einen Lehrauftrag in Mathematik an die [[Universität Ingolstadt|Bayerische Landesuniversität]] nach Ingolstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er im kursächsischen Territorium eine Zeit lang topographischen Studien nachgegangen war, wurde sein Name durch die Publikation seines „Cosmographicus Liber“ im Jahre 1524 einem breiteren Publikum bekannt. Das Werk leistete einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Unterstützung der Navigationskunde und erhielt mehrere Auflagen, von denen die letzte aus dem Jahr 1581 als die beste gilt. Es wurde in verschiedene Sprachen übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Buch griff Apian den von Johannes Werner vertretenen Ansatz der Längenmessung durch Monddistanzen auf und verfeinerte ihn. Seine Thesen gingen dabei über die bisherigen, auf Ptolemäus basierenden, Forschungsansätze hinaus. Hervorzuheben ist hier vor allem ein herzförmiger Kartenentwurf der Oberfläche der Erdkugel, der fortschrittlicher war als alle bisherigen Karten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Renaissance wurde das bisherige Weltbild infrage gestellt und musste neu gedacht werden, was sich auch im Kartenmaterial dieser Zeit widerspiegelte. Die erste der zwei herzförmigen Weltkarten Apians entstand im Jahr 1520, also noch zu seiner Wiener Zeit. Die zweite stellte er 1530 fertig, als er bereits seinem Lehrauftrag in Ingolstadt nachging.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 629-632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei handelte es sich um einen 53,5 x 39 cm großen Holzschnitt mit zwei Inschriftkartuschen. Eine Inschrift bezeugte das kaiserliche Privileg, welches auf die Bedeutung des Kaisers für Apian und sein Werk schließen lässt. Die zweite ist eine Widmung an den bayerischen Kanzler Leonhard von Eck, von welchem er 1527 den Lehrauftrag in Ingolstadt erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Apian erworbene kaiserliche Schutzbriefe – einen am 20. Oktober 1530 und einen zweiten am 3. Juli 1532 – bewahrten sein gesamtes Lebenswerk vor Raubdrucken und schützten so sein geistiges Eigentum vor unzulässigen Kopierversuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1526 hatte er zusammen mit seinem Bruder Georg Apian die [[Universitätsdruckerei „Academia“]] eröffnet, womit er sich einen lange gehegten Traum erfüllte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1531 studierte er Kometen – insbesondere den Halleyschen Kometen – und stellte fest, dass deren Schweife stets von der Sonne abgewandt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien veranlassten ihn dazu, sich eingehend mit Sonnenuhren und astronomischen Instrumenten auseinanderzusetzen, wobei er auch einen Höhenquadrant selbst entwarf, mit dem es möglich war, die Beobachtungszeit bestimmter Sterne abzulesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Instrumente stellte er in Büchern vor, die in der hauseigenen Druckerei entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien zur Lösung sphärisch-trigonometrischer Probleme veröffentlichte Apian 1540 in dem Werk „[[Astronomicum Caesareum]]“. Das Buch gilt als das letzte große astronomische Standardwerk, dem ein geozentrisches Weltbild zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 637.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso enthalten waren seine Beobachtungen bezüglich der Periodizität eines von ihm beobachteten Kometen, der später nach ihm benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Druckerei entstanden auch die zwei Himmelskarten von 1533 und 1536 bzw. 1540. Letztere erhielt den Namen „Imagines syderum coelestium“ und wurde 1540 im „[[Astronomicum Caesareum]]“ neu veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 633.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Karl V., der einer seiner Schüler gewesen sein soll und dem Apian eines seiner Geräte vorgeführt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; förderte seine Forschungen finanziell, erhob ihn 1541 – samt seiner Brüder Nikolaus, Georg und Gregor – in den Adelsstand&amp;lt;ref&amp;gt;Müller (1983).&amp;lt;/ref&amp;gt; und ernannte ihn 1544 zum Hofpfalzgrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon zu Lebzeiten hatte er den Ruf eines berühmten Mathematikers, Geografen und Astronomen. Zu seinen Gönnern zählten neben Kaiser Karl V. auch Herzog Georg von Sachsen, die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp von Neuburg sowie Raimund Fugger samt der gesamten Fugger-Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;Gruber (1923), S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian starb am 21. April 1552 schwerkrank in Ingolstadt unter zahlreichen Trauerbekundungen von Verwandten, Bekannten und hohen Würdenträgern. Die Franziskanermönche setzten seinen Leichnam bei. Wo genau sich das Grab Apians befindet, ist nicht bekannt. Es steht die Vermutung im Raum, dass er seine letzte Ruhestätte im Kloster der Franziskaner fand, das zu jener Zeit ein beliebter Beisetzungsort für Wohlhabende und den Adel war. Die Theorie, dass die Jesuiten die Inschriftentafel mit seinem Namen entfernen ließen, als sein Sohn Philipp zum Protestantismus konvertierte, klingt plausibel.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 18f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Peter Apian verbrachte sein Leben bis zu seiner Berufung nach Ingolstadt großenteils in Landshut, wo er seine Frau Katharina kennenlernte, die er schließlich noch in Landshut heiratete. Ihr Vater, der Landshuter Schuhmacher Thomas Mosner, zog später ebenfalls nach Ingolstadt und wurde dort Ratsherr. Apian und seine Frau blieben bis zu seinem Tod 26 Jahre lang verheiratet und hatten 14 Kinder, von denen das vierte der ebenfalls berühmt gewordene [[Philipp Apian]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cosmographicus Liber&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein künstlich Instrument oder Sonnen ur, dardurch auch vil nutzbarliche Dinge gefunden werden&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein newe und wolgegründete underweisung aller Kauffmanns Rechnung in dreien Bücher&#039;&#039; (Ingolstadt 1527)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Instrument Buch&#039;&#039; (Ingolstadt 1533)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Astronomicum Caesareum]]&#039;&#039; (Ingolstadt 1540)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gruber, Auguste: Philipp Apian. Leben und Werke. Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität München 1923. Online verfügbar unter https://epub.ub.uni-muenchen.de/42239/1/U24_8184.pdf, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
* Hartner, Willy: Art. Apian. In: Neue Deutsche Biographie (NDB) Bd. 1. Berlin 1953. S. 325-326.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Müller, Rainer Albert: Apian (Bienewitz, Bennewitz, Apisfilius), Peter. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten. Regensburg 1983, S. 22. Online verfügbar unter https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr28742-0#0044, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Apian_Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
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		<title>Peter Apian</title>
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		<updated>2024-05-27T14:34:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Literaturnachweis Müller angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian (eigentlich &#039;&#039;Peter Bienewitz&#039;&#039; oder &#039;&#039;Bennewitz&#039;&#039;, * 16. April 1495 in Leisnig, Sachsen, † 21. April 1552 in Ingolstadt) war ein deutscher Mathematiker, Geograf, Kartograf und Astronom. Das [[Apian-Gymnasium]] sowie die Apianstraße im Süden Ingolstadts sind nach ihm und seinem Sohn [[Philipp Apian]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PeterApian um1700 GraphSmlgIII-91 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt WolfgangPhilippKilian.jpg|alt=|mini|Peter Apian, um 1700 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Graph. Smlg. III 91, Kupferstich von Wolfgang Philipp Kilian). ]]Peter Apian wurde am 16. April 1495 als Sohn des Ehepaars Martin und Gertrud Bienewitz im sächsischen Leisnig geboren. Er studierte in Leipzig und Wien und kam schließlich 1527 für einen Lehrauftrag in Mathematik an die [[Universität Ingolstadt|Bayerische Landesuniversität]] nach Ingolstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er im kursächsischen Territorium eine Zeit lang topographischen Studien nachgegangen war, wurde sein Name durch die Publikation seines „Cosmographicus Liber“ im Jahre 1524 einem breiteren Publikum bekannt. Das Werk leistete einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Unterstützung der Navigationskunde und erhielt mehrere Auflagen, von denen die letzte aus dem Jahr 1581 als die beste gilt. Es wurde in verschiedene Sprachen übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Buch griff Apian den von Johannes Werner vertretenen Ansatz der Längenmessung durch Monddistanzen auf und verfeinerte ihn. Seine Thesen gingen dabei über die bisherigen, auf Ptolemäus basierenden, Forschungsansätze hinaus. Hervorzuheben ist hier vor allem ein herzförmiger Kartenentwurf der Oberfläche der Erdkugel, der fortschrittlicher war als alle bisherigen Karten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Renaissance wurde das bisherige Weltbild infrage gestellt und musste neu gedacht werden, was sich auch im Kartenmaterial dieser Zeit widerspiegelte. Die erste der zwei herzförmigen Weltkarten Apians entstand im Jahr 1520, also noch zu seiner Wiener Zeit. Die zweite stellte er 1530 fertig, als er bereits seinem Lehrauftrag in Ingolstadt nachging.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 629-632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei handelte es sich um einen 53,5 x 39 cm großen Holzschnitt mit zwei Inschriftkartuschen. Eine Inschrift bezeugte das kaiserliche Privileg, welches auf die Bedeutung des Kaisers für Apian und sein Werk schließen lässt. Die zweite ist eine Widmung an den bayerischen Kanzler Leonhard von Eck, von welchem er 1527 den Lehrauftrag in Ingolstadt erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Apian erworbene kaiserliche Schutzbriefe – einen am 20. Oktober 1530 und einen zweiten am 3. Juli 1532 – bewahrten sein gesamtes Lebenswerk vor Raubdrucken und schützten so sein geistiges Eigentum vor unzulässigen Kopierversuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1526 hatte er zusammen mit seinem Bruder Georg Apian die [[Universitätsdruckerei „Academia“]] eröffnet, womit er sich einen lange gehegten Traum erfüllte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1531 studierte er Kometen – insbesondere den Halleyschen Kometen – und stellte fest, dass deren Schweife stets von der Sonne abgewandt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien veranlassten ihn dazu, sich eingehend mit Sonnenuhren und astronomischen Instrumenten auseinanderzusetzen, wobei er auch einen Höhenquadrant selbst entwarf, mit dem es möglich war, die Beobachtungszeit bestimmter Sterne abzulesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Instrumente stellte er in Büchern vor, die in der hauseigenen Druckerei entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien zur Lösung sphärisch-trigonometrischer Probleme veröffentlichte Apian 1540 in dem Werk „[[Astronomicum Caesareum]]“. Das Buch gilt als das letzte große astronomische Standardwerk, dem ein geozentrisches Weltbild zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 637.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso enthalten waren seine Beobachtungen bezüglich der Periodizität eines von ihm beobachteten Kometen, der später nach ihm benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Druckerei entstanden auch die zwei Himmelskarten von 1533 und 1536 bzw. 1540. Letztere erhielt den Namen „Imagines syderum coelestium“ und wurde 1540 im „[[Astronomicum Caesareum]]“ neu veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 633.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Karl V., der einer seiner Schüler gewesen sein soll und dem Apian eines seiner Geräte vorgeführt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; förderte seine Forschungen finanziell, erhob ihn 1541 – samt seiner Brüder Nikolaus, Georg und Gregor – in den Adelsstand&amp;lt;ref&amp;gt;Müller (1983).&amp;lt;/ref&amp;gt; und ernannte ihn 1544 zum Hofpfalzgrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon zu Lebzeiten hatte er den Ruf eines berühmten Mathematikers, Geografen und Astronomen. Zu seinen Gönnern zählten neben Kaiser Karl V. auch Herzog Georg von Sachsen, die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp von Neuburg sowie Raimund Fugger samt der gesamten Fugger-Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;Reber-Gruber (1923), S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian starb am 21. April 1552 schwerkrank in Ingolstadt unter zahlreichen Trauerbekundungen von Verwandten, Bekannten und hohen Würdenträgern. Die Franziskanermönche setzten seinen Leichnam bei. Wo genau sich das Grab Apians befindet, ist nicht bekannt. Es steht die Vermutung im Raum, dass er seine letzte Ruhestätte im Kloster der Franziskaner fand, das zu jener Zeit ein beliebter Beisetzungsort für Wohlhabende und den Adel war. Die Theorie, dass die Jesuiten die Inschriftentafel mit seinem Namen entfernen ließen, als sein Sohn Philipp zum Protestantismus konvertierte, klingt plausibel.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 18f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Peter Apian verbrachte sein Leben bis zu seiner Berufung nach Ingolstadt großenteils in Landshut, wo er seine Frau Katharina kennenlernte, die er schließlich noch in Landshut heiratete. Ihr Vater, der Landshuter Schuhmacher Thomas Mosner, zog später ebenfalls nach Ingolstadt und wurde dort Ratsherr. Apian und seine Frau blieben bis zu seinem Tod 26 Jahre lang verheiratet und hatten 14 Kinder, von denen das vierte der ebenfalls berühmt gewordene [[Philipp Apian]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cosmographicus Liber&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein künstlich Instrument oder Sonnen ur, dardurch auch vil nutzbarliche Dinge gefunden werden&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein newe und wolgegründete underweisung aller Kauffmanns Rechnung in dreien Bücher&#039;&#039; (Ingolstadt 1527)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Instrument Buch&#039;&#039; (Ingolstadt 1533)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Astronomicum Caesareum]]&#039;&#039; (Ingolstadt 1540)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hartner, Willy: Art. Apian. In: Neue Deutsche Biographie (NDB) Bd. 1. Berlin 1953. S. 325-326.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Müller, Rainer Albert: Apian (Bienewitz, Bennewitz, Apisfilius), Peter. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten. Regensburg 1983, S. 22. Online verfügbar unter https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr28742-0#0044, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
* Reber-Gruber, Auguste: Philipp Apian. Leben und Werke. München 1923. Online verfügbar unter https://epub.ub.uni-muenchen.de/42239/1/U24_8184.pdf, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Apian_Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
	</entry>
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		<title>Peter Apian</title>
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		<updated>2024-05-27T14:10:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Quellen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian (eigentlich &#039;&#039;Peter Bienewitz&#039;&#039; oder &#039;&#039;Bennewitz&#039;&#039;, * 16. April 1495 in Leisnig, Sachsen, † 21. April 1552 in Ingolstadt) war ein deutscher Mathematiker, Geograf, Kartograf und Astronom. Das [[Apian-Gymnasium]] sowie die Apianstraße im Süden Ingolstadts sind nach ihm und seinem Sohn [[Philipp Apian]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PeterApian um1700 GraphSmlgIII-91 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt WolfgangPhilippKilian.jpg|alt=|mini|Peter Apian, um 1700 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Graph. Smlg. III 91, Kupferstich von Wolfgang Philipp Kilian). ]]Peter Apian wurde am 16. April 1495 als Sohn des Ehepaars Martin und Gertrud Bienewitz im sächsischen Leisnig geboren. Er studierte in Leipzig und Wien und kam schließlich 1527 für einen Lehrauftrag in Mathematik an die [[Universität Ingolstadt|Bayerische Landesuniversität]] nach Ingolstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er im kursächsischen Territorium eine Zeit lang topographischen Studien nachgegangen war, wurde sein Name durch die Publikation seines „Cosmographicus Liber“ im Jahre 1524 einem breiteren Publikum bekannt. Das Werk leistete einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Unterstützung der Navigationskunde und erhielt mehrere Auflagen, von denen die letzte aus dem Jahr 1581 als die beste gilt. Es wurde in verschiedene Sprachen übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Buch griff Apian den von Johannes Werner vertretenen Ansatz der Längenmessung durch Monddistanzen auf und verfeinerte ihn. Seine Thesen gingen dabei über die bisherigen, auf Ptolemäus basierenden, Forschungsansätze hinaus. Hervorzuheben ist hier vor allem ein herzförmiger Kartenentwurf der Oberfläche der Erdkugel, der fortschrittlicher war als alle bisherigen Karten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Renaissance wurde das bisherige Weltbild infrage gestellt und musste neu gedacht werden, was sich auch im Kartenmaterial dieser Zeit widerspiegelte. Die erste der zwei herzförmigen Weltkarten Apians entstand im Jahr 1520, also noch zu seiner Wiener Zeit. Die zweite stellte er 1530 fertig, als er bereits seinem Lehrauftrag in Ingolstadt nachging.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 629-632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei handelte es sich um einen 53,5 x 39 cm großen Holzschnitt mit zwei Inschriftkartuschen. Eine Inschrift bezeugte das kaiserliche Privileg, welches auf die Bedeutung des Kaisers für Apian und sein Werk schließen lässt. Die zweite ist eine Widmung an den bayerischen Kanzler Leonhard von Eck, von welchem er 1527 den Lehrauftrag in Ingolstadt erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Apian erworbene kaiserliche Schutzbriefe – einen am 20. Oktober 1530 und einen zweiten am 3. Juli 1532 – bewahrten sein gesamtes Lebenswerk vor Raubdrucken und schützten so sein geistiges Eigentum vor unzulässigen Kopierversuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1526 hatte er zusammen mit seinem Bruder Georg Apian die [[Universitätsdruckerei „Academia“]] eröffnet, womit er sich einen lange gehegten Traum erfüllte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1531 studierte er Kometen – insbesondere den Halleyschen Kometen – und stellte fest, dass deren Schweife stets von der Sonne abgewandt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien veranlassten ihn dazu, sich eingehend mit Sonnenuhren und astronomischen Instrumenten auseinanderzusetzen, wobei er auch einen Höhenquadrant selbst entwarf, mit dem es möglich war, die Beobachtungszeit bestimmter Sterne abzulesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Instrumente stellte er in Büchern vor, die in der hauseigenen Druckerei entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien zur Lösung sphärisch-trigonometrischer Probleme veröffentlichte Apian 1540 in dem Werk „[[Astronomicum Caesareum]]“. Das Buch gilt als das letzte große astronomische Standardwerk, dem ein geozentrisches Weltbild zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 637.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso enthalten waren seine Beobachtungen bezüglich der Periodizität eines von ihm beobachteten Kometen, der später nach ihm benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Druckerei entstanden auch die zwei Himmelskarten von 1533 und 1536 bzw. 1540. Letztere erhielt den Namen „Imagines syderum coelestium“ und wurde 1540 im „[[Astronomicum Caesareum]]“ neu veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 633.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Karl V., der einer seiner Schüler gewesen sein soll und dem Apian eines seiner Geräte vorgeführt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; förderte seine Forschungen finanziell, erhob ihn 1541 – samt seiner Brüder Nikolaus, Georg und Gregor – in den Adelsstand&amp;lt;ref&amp;gt;Müller (1983), S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ernannte ihn 1544 zum Hofpfalzgrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon zu Lebzeiten hatte er den Ruf eines berühmten Mathematikers, Geografen und Astronomen. Zu seinen Gönnern zählten neben Kaiser Karl V. auch Herzog Georg von Sachsen, die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp von Neuburg sowie Raimund Fugger samt der gesamten Fugger-Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;Reber-Gruber (1923), S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian starb am 21. April 1552 schwerkrank in Ingolstadt unter zahlreichen Trauerbekundungen von Verwandten, Bekannten und hohen Würdenträgern. Die Franziskanermönche setzten seinen Leichnam bei. Wo genau sich das Grab Apians befindet, ist nicht bekannt. Es steht die Vermutung im Raum, dass er seine letzte Ruhestätte im Kloster der Franziskaner fand, das zu jener Zeit ein beliebter Beisetzungsort für Wohlhabende und den Adel war. Die Theorie, dass die Jesuiten die Inschriftentafel mit seinem Namen entfernen ließen, als sein Sohn Philipp zum Protestantismus konvertierte, klingt plausibel.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 18f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Peter Apian verbrachte sein Leben bis zu seiner Berufung nach Ingolstadt großenteils in Landshut, wo er seine Frau Katharina kennenlernte, die er schließlich noch in Landshut heiratete. Ihr Vater, der Landshuter Schuhmacher Thomas Mosner, zog später ebenfalls nach Ingolstadt und wurde dort Ratsherr. Apian und seine Frau blieben bis zu seinem Tod 26 Jahre lang verheiratet und hatten 14 Kinder, von denen das vierte der ebenfalls berühmt gewordene [[Philipp Apian]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cosmographicus Liber&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein künstlich Instrument oder Sonnen ur, dardurch auch vil nutzbarliche Dinge gefunden werden&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein newe und wolgegründete underweisung aller Kauffmanns Rechnung in dreien Bücher&#039;&#039; (Ingolstadt 1527)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Instrument Buch&#039;&#039; (Ingolstadt 1533)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Astronomicum Caesareum]]&#039;&#039; (Ingolstadt 1540)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hartner, Willy: Art. Apian. In: Neue Deutsche Biographie (NDB) Bd. 1. Berlin 1953. S. 325-326.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Müller, Rainer Albert: Apian, Peter. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. Regensburg 1983. S. 22.&lt;br /&gt;
* Reber-Gruber, Auguste: Philipp Apian. Leben und Werke. München 1923. Online verfügbar unter https://epub.ub.uni-muenchen.de/42239/1/U24_8184.pdf, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Apian_Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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		<id>https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/w/index.php?title=Peter_Apian&amp;diff=1814</id>
		<title>Peter Apian</title>
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		<updated>2024-05-27T13:55:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;M.Eppelsheimer: Astronomicum Caesareum verlinkt, zwei Kommas und Fußnoten (Ebd.) angepasst.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Beitrag von Maximilian Wöhrl&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian (eigentlich &#039;&#039;Peter Bienewitz&#039;&#039; oder &#039;&#039;Bennewitz&#039;&#039;, * 16. April 1495 in Leisnig, Sachsen, † 21. April 1552 in Ingolstadt) war ein deutscher Mathematiker, Geograf, Kartograf und Astronom. Das [[Apian-Gymnasium]] sowie die Apianstraße im Süden Ingolstadts sind nach ihm und seinem Sohn [[Philipp Apian]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PeterApian um1700 GraphSmlgIII-91 ZentrumStadtgeschichteIngolstadt WolfgangPhilippKilian.jpg|alt=|mini|Peter Apian, um 1700 (Zentrum Stadtgeschichte Ingolstadt/Stadtarchiv, Graph. Smlg. III 91, Kupferstich von Wolfgang Philipp Kilian). ]]Peter Apian wurde am 16. April 1495 als Sohn des Ehepaars Martin und Gertrud Bienewitz im sächsischen Leisnig geboren. Er studierte in Leipzig und Wien und kam schließlich 1527 für einen Lehrauftrag in Mathematik an die [[Universität Ingolstadt|Bayerische Landesuniversität]] nach Ingolstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er im kursächsischen Territorium eine Zeit lang topographischen Studien nachgegangen war, wurde sein Name durch die Publikation seines „Cosmographicus Liber“ im Jahre 1524 einem breiteren Publikum bekannt. Das Werk leistete einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Unterstützung der Navigationskunde und erhielt mehrere Auflagen, von denen die letzte aus dem Jahr 1581 als die beste gilt. Es wurde in verschiedene Sprachen übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Buch griff Apian den von Johannes Werner vertretenen Ansatz der Längenmessung durch Monddistanzen auf und verfeinerte ihn. Seine Thesen gingen dabei über die bisherigen, auf Ptolemäus basierenden, Forschungsansätze hinaus. Hervorzuheben ist hier vor allem ein herzförmiger Kartenentwurf der Oberfläche der Erdkugel, der fortschrittlicher war als alle bisherigen Karten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Renaissance wurde das bisherige Weltbild infrage gestellt und musste neu gedacht werden, was sich auch im Kartenmaterial dieser Zeit widerspiegelte. Die erste der zwei herzförmigen Weltkarten Apians entstand im Jahr 1520, also noch zu seiner Wiener Zeit. Die zweite stellte er 1530 fertig, als er bereits seinem Lehrauftrag in Ingolstadt nachging.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 629-632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei handelte es sich um einen 53,5 x 39 cm großen Holzschnitt mit zwei Inschriftkartuschen. Eine Inschrift bezeugte das kaiserliche Privileg, welches auf die Bedeutung des Kaisers für Apian und sein Werk schließen lässt. Die zweite ist eine Widmung an den bayerischen Kanzler Leonhard von Eck, von welchem er 1527 den Lehrauftrag in Ingolstadt erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 632.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Apian erworbene kaiserliche Schutzbriefe – einen am 20. Oktober 1530 und einen zweiten am 3. Juli 1532 – bewahrten sein gesamtes Lebenswerk vor Raubdrucken und schützten so sein geistiges Eigentum vor unzulässigen Kopierversuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1526 hatte er zusammen mit seinem Bruder Georg Apian die [[Universitätsdruckerei „Academia“]] eröffnet, womit er sich einen lange gehegten Traum erfüllte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1531 studierte er Kometen – insbesondere den Halleyschen Kometen – und stellte fest, dass deren Schweife stets von der Sonne abgewandt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien veranlassten ihn dazu, sich eingehend mit Sonnenuhren und astronomischen Instrumenten auseinanderzusetzen, wobei er auch einen Höhenquadrant selbst entwarf, mit dem es möglich war, die Beobachtungszeit bestimmter Sterne abzulesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Instrumente stellte er in Büchern vor, die in der hauseigenen Druckerei entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Studien zur Lösung sphärisch-trigonometrischer Probleme veröffentlichte Apian 1540 in dem Werk „[[Astronomicum Caesareum]]“. Das Buch gilt als das letzte große astronomische Standardwerk, dem ein geozentrisches Weltbild zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 637.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso enthalten waren seine Beobachtungen bezüglich der Periodizität eines von ihm beobachteten Kometen, der später nach ihm benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Druckerei entstanden auch die zwei Himmelskarten von 1533 und 1536 bzw. 1540. Letztere erhielt den Namen „Imagines syderum coelestium“ und wurde 1540 im „[[Astronomicum Caesareum]]“ neu veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hofmann (2006), S. 633.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Karl V., der einer seiner Schüler gewesen sein soll und dem Apian eines seiner Geräte vorgeführt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; förderte seine Forschungen finanziell, erhob ihn 1541 – samt seiner Brüder Nikolaus, Georg und Gregor – in den Adelsstand&amp;lt;ref&amp;gt;Müller (1983), S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ernannte ihn 1544 zum Hofpfalzgrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartner (1953), S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon zu Lebzeiten hatte er den Ruf eines berühmten Mathematikers, Geografen und Astronomen. Zu seinen Gönnern zählten neben Kaiser Karl V. auch Herzog Georg von Sachsen, die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp von Neuburg sowie Raimund Fugger samt der gesamten Fugger-Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;Reber-Gruber (1923), S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Apian starb am 21. April 1552 schwerkrank in Ingolstadt unter zahlreichen Trauerbekundungen von Verwandten, Bekannten und hohen Würdenträgern. Die Franziskanermönche setzten seinen Leichnam bei. Wo genau sich das Grab Apians befindet, ist nicht bekannt. Es steht die Vermutung im Raum, dass er seine letzte Ruhestätte im Kloster der Franziskaner fand, das zu jener Zeit ein beliebter Beisetzungsort für Wohlhabende und den Adel war. Die Theorie, dass die Jesuiten die Inschriftentafel mit seinem Namen entfernen ließen, als sein Sohn Philipp zum Protestantismus konvertierte, klingt plausibel.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 18f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Peter Apian verbrachte sein Leben bis zu seiner Berufung nach Ingolstadt großenteils in Landshut, wo er seine Frau Katharina kennenlernte, die er schließlich noch in Landshut heiratete. Ihr Vater, der Landshuter Schuhmacher Thomas Mosner, zog später ebenfalls nach Ingolstadt und wurde dort Ratsherr. Apian und seine Frau blieben bis zu seinem Tod 26 Jahre lang verheiratet und hatten 14 Kinder, von denen das vierte der ebenfalls berühmt gewordene [[Philipp Apian]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cosmographicus Liber&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein künstlich Instrument oder Sonnen ur, dardurch auch vil nutzbarliche Dinge gefunden werden&#039;&#039; (Landshut 1524)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein newe und wolgegründete underweisung aller Kauffmanns Rechnung in dreien Bücher&#039;&#039; (Ingolstadt 1527)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Instrument Buch&#039;&#039; (Ingolstadt 1533)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Astronomicum Caesareum]]&#039;&#039; (Ingolstadt 1540)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stadtmuseum Ingolstadt, Inventarnummer 1593: &amp;quot;Chorographia Bavariae&amp;quot; (Die 24 Bairischen Landtafeln) von 1568. &lt;br /&gt;
* Zentrum Stadtgeschichte, A7614: Haus Harderstraße 20, Archäologische Ausgrabungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hartner, Willy: Art. Apian. In: Neue Deutsche Biographie (NDB) Bd. 1. Berlin 1953. S. 325-326.&lt;br /&gt;
* Hofmann, Siegfried: Geschichte der Stadt Ingolstadt. 1506-1600. Ingolstadt 2006.&lt;br /&gt;
* Müller, Rainer Albert: Apian, Peter. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. Regensburg 1983. S. 22.&lt;br /&gt;
* Reber-Gruber, Auguste: Philipp Apian. Leben und Werke. München 1923. Online verfügbar unter https://epub.ub.uni-muenchen.de/42239/1/U24_8184.pdf, zuletzt geprüft am 15.09.2023.&lt;br /&gt;
{{Zitierweise|Autor=Wöhrl, Maximilian}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Apian_Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsstadt (1472-1800)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Ingolstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>M.Eppelsheimer</name></author>
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